Klinkerbau als Bungalow von OKAL

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    Im weitläufigen Wohn- und Küchenbereich mit Theke wird gern mit Freunden und Verwandten gekocht.

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    Ein Klinkerbau im Bungalowstil – so ein Haus vermutet man eher in Norddeutschland als in der Nordeifel.

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    Die noch etwas karg wirkende Ausstattung der Einrichtung ist der Tatsache geschuldet, dass die Brandtsche Familie aus beruflichen Gründen derzeit noch in der Stadt wohnt.

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    Die großzügigen 170 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich rund um den Innenhof.

Wer träumt nicht von einem Zuhause mit mehr Sonnenstunden als anderswo, dem Skilift nebenan und einer Brise atlantischer Seeluft, die über der Terrasse weht? Meteorologe Karsten Brandt hat diesen Ort für sein OKAL-Haus gefunden.

Ein Klinkerbau im Bungalowstil – so ein Haus vermutet man eher in Norddeutschland als in der Nordeifel. Hier im Rheinland sind gemeinhin buntes Fachwerk oder Naturstein heimisch. Aber Meteorologe Karsten Brandt wählte für sein frei geplantes OKAL-Haus bewusst eine Klinkerfassade, schließlich hat er für sein familiäres Domizil auch einen ziemlich unüblichen Ort ausgesucht: den „Weißen Stein“.

Ein Berg inmitten des deutsch-belgischen Naturparks „Hohe Venn-Eifel“. Logisch, wieso sollte sich ein Wettermann mit einem Durchschnittsklima, wie unsereiner es klaglos hinnimmt, begnügen. Am „Weißen Stein“ weht ein stetiger Wind, ist die Luft wegen des 160 Kilometer entfernten Atlantiks salzhaltiger und besonders sauber und gibt es 150 Sonnenstunden extra pro Jahr. Karsten Brandt: „Von diesem Gemisch würde eine Putzfassade sehr schnell ausbleichen und verwittern. Gebrannte Klinker sind die widerstandsfähigste Alternative und zusätzliche Dämmung in einem.“

Auf knapp 700 Höhenmetern steht seit Oktober 2011 das OKAL-Haus und darf sich zugute halten, das höchstgelegene Wohngebäude im Rheinland zu sein. „Die ersten Tests hat es bereits super gemeistert“, resümiert der Hausherr, berufsmäßig ein Mann der Zahlen, Fakten und Beobachtung: „Drei Tage hintereinander lagen die Temperaturen unter minus 15 Grad. Wir heizen mit einer Luft-Wärmepumpe. Ich war mächtig gespannt, ob es Probleme gibt. Aber im Haus blieb es durchweg angenehm warm. Was mich wirklich überraschte: Die Stromkosten für die Heizung betrugen für die fünf Wintermonate gerade einmal 200 Euro, nicht zuletzt auch wegen der besonderen Dämmeigenschaften der ThermOKAL-Passivwand.

Statt in noch mehr Isolierung habe ich lieber in eine 12,5-Kilowatt-Photovoltaikanlage investiert. Sie erzeugt etwa 11.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – mehr, als wir verbrauchen. Damit erreicht das Gebäude den „Plusenergie“-Bereich. Genau diese energetische Unabhängigkeit war mir wichtig.“ Zur reichhaltigen Sonnenfängerei trägt die optimale Südausrichtung von Terrasse und Gebäude bei.


„24 Stunden, selbst sonntags, in Belgien einkaufen gehen können, die besten Fritten der Welt im benachbarten Büllingen essen, mit einem grünen Blick aus jedem Fenster verwöhnt werden, 200 Kilometer Wanderwege vor der Haustür haben, die wir im Winter auch zum nordischen Skisport nutzen – das bedeutet für mich: angekommen sein“, schwärmt Karsten Brandt.

Die großzügigen 170 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich rund um den Innenhof. Im weitläufigen Wohn- und Küchenbereich mit Theke wird gern mit Freunden und Verwandten gekocht. Der Kamin macht sich gleichzeitig als Raumteiler zwischen Wohn- und Essbereich nützlich. Ein Büro zur Südseite, ein kleines Schlaf- und ein Kinderzimmer, das Bad mit bodengleicher Dusche bringen zu ebener Erde allen Komfort und alle Bequemlichkeit auch für spätere Lebensphasen. Ein Bungalow ist Karsten Brandt eine vertraute Wohnlandschaft, er ist in einem groß geworden und hält ihn für eine „zeitlose und nachhaltige Bauform, die perfekt auf ein großzügiges Grundstück passt“.

Innenhof mit Mehrfachnutzen

Den Lichthof hat sich Karsten Brandt ausgedacht, um das Haus mit Tageslicht zu versorgen und sich gleichzeitig ein windstilles Plätzchen zu schaffen. „Ich kann durch das Haus hindurchschauen, am Tag ungestört ein Sonnenbad nehmen und nachts in die Sterne sehen.“ Letzteres ist besonders reizvoll – der „Weiße Stein“ ist in der Nacht einer der dunkelsten Plätze in Deutschland. OKAL baut nicht alle Tage einen solchen 15 Quadratmeter großen Lichthof. Aber von der Planung des Hauses bis zum Einzug dauerte es gerade mal sechs Monate, die laut Karsten Brandt „mit Bravour gemeistert wurden“.

Die noch etwas karg wirkende Ausstattung der Einrichtung ist der Tatsache geschuldet, dass die Brandtsche Familie aus beruflichen Gründen derzeit noch in der Stadt wohnt. Derweil wird das Haus als Wochenenderholungsdomizil und im Winter als Basisstation für den 5 Minuten entfernten, einzigen Skilift im Rheinland genutzt.