Stadthaus Plan 651.1 von SchwörerHaus

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    Schwörer – Stadthaus "Plan 651.1" mit zwei Vollgeschossen

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    Schwörer – Stadthaus "Plan 651.1" mit zwei Vollgeschossen

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    Grundriss Schwörer – Stadthaus "Plan 651.1" mit zwei Vollgeschossen

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    Grundriss Schwörer – Stadthaus "Plan 651.1" mit zwei Vollgeschossen

Es ist lebensfroh, alltagsfreundlich, spannend. Mit seinen zwei Vollgeschossen nur wenig Fläche beanspruchend ist das Schwörer-Musterhaus ein idealer Entwurf für Leute mit Ambitionen. In Ulm kann man es besichtigen.

Rot steht für Leben, für Selbstbewusstsein, für Wärme. In diesem konkreten Fall auch für die Zuneigung zum heiteren südländischen Baustil. Aber nicht nur wegen seiner mutigen, sympathischen Farbigkeit dürfte dem Stadthaus Aufmerksamkeit sicher sein. Die Planer von SchwörerHaus haben mit erkennbarer Freude am schönen Detail – man sehe sich nur mal die schwungvolle Dachlandschaft genauer an oder die feingliedrigen Balkonbrüstungen – und Unbefangenheit gegenüber konventionellen Eigenheim-Schablonen ein Haus entworfen, das mehr ist als eine beliebige Hülle. 170 Quadratmeter Wohnfläche, die nur relativ wenig Grundstücksfläche beanspruchen, deuten schon mal an, dass Enge selbst für eine mehrköpfige Familie kein Thema ist.

Zwei Vollgeschosse bedeuten denn auch nicht nur die optimale Nutzung kleiner Grundstücksareale, sondern schaffen Großzügigkeit im Innern bis unters (Zelt-) Dach. Auch der 50 Quadratmeter große Dachgarten auf dem Garagenanbau erfüllt zwei Funktionen: Er ist zum einen wunderbarer Freisitz – zum Beispiel für das Glas Rotwein in der untergehenden Abensonne –, zum anderen intensiviert er das Gefühl von Weite im Obergeschoss.


Der Eindruck wohltuender gestalterischer Disziplin stellt sich auch ein, weil es bei diesem Haus kein „schön/weniger-schön“-Gefälle gibt. Rundum gliedern schlanke hohe Fensterformate die Fassade. Ein Süderker, zwei überdachte Balkone, ein stilistisch angepasster Garagenanbau, dessen Dach sich raffinierterweise als Eingangsüberdachung fortsetzt, brechen die ansonsten geradlinige viereckige Kubatur auf. Ein modernes Stadthaus ohne modischen Schnickschnack, eine werthaltige Option für die Zukunft. Zeitgeist widerspiegelt auch sein Innenleben.

Das Erdgeschoss empfängt mit einer geräumigen Diele, der sich der opulente Wohn-, Ess-, Kochbereich anschließt. Keine Wände, stattdessen unmerkliche Übergänge von der Kochinsel zum langen Eicheesstisch und zum Bücher- Kamin-Teil mit bequemen Lümmelsofas. Wer sich fragt, woher das befreiende Gefühl von Luft und Volumen rührt, bekommt die Antwort beim Blick nach oben: Die Architekten haben den Räumen mehr Höhe als die üblichen 2,50 Meter zugebilligt. Auch das Obergeschoss gewinnt durch das Zeltdach an Höhe. Es bildet übrigens den Gegenpol zu dem offenen familiären Zentrum im Erdgeschoss. Schlaf- und Kinderzimmer sowie ein Bad mit einer Sauna dienen als privatere Rückzugsorte.


Wer das neue Stadthaus im Ulmer Hausbau-Center besichtigt, darf sich außer von den architektonischen Lösungen auch von professionelle Einrichtungsvorschlägen anregen lassen. Die Schwörer-Innenarchitektin Christina Grohmann-Jaksic hat sich bei der letzten Mailänder Möbelmesse umgeschaut und trendige Stücke mit ihrem eigenen guten Geschmack gemixt. Weiße Einbaumöbel harmonieren mit dunklen Bodenfliesen und der naturfarbenen Holzbalkendecke, farbige Schleiflackmöbel mit wuscheligen Teppichböden. Viel erdige Brauntöne, etwas Grün, dazu als Kontrast ein Tupfer Orange – schon hat man die Behaglichkeit und Natürlichkeit, die auf wunderbare Weise zu dieser transparenten Wohnwelt passt. Man sollte das Haus nicht ohne Blick in den Technikraum verlassen.

Erstaunlich, wie wenig Platz intelligente Technik beansprucht. Hier sind Kalt- und Warmwasserversorgung, Elektro und eine Anlage zur automatischen Wohnraumlüftung untergebracht. Dank Wärmerückgewinnung aus der Raumluft und einem von Schwörer neu entwickelten Frischluft-Heizsystem kommt das bestens gedämmte „Wärme-Direkt-Haus“ ohne konventionelle Öl- und Gasheizung aus, was den Heizenergieverbrauch enorm senkt. Also auch rein technisch ist der Flirt mit der Zukunft gelungen.