Bungalow auf altem Fundament von Haacke Haus

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    Vom Balkon aus hat die Hausherrin einen wunderschönen Blick auf ein Rheintal.

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    Neuer Haacke-Bungalow auf altem Fundament

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    KLASSISCH ist dieser schöne Teppich im Wohnzimmer. Die Hausherrin hat ihn aus dem Iran mit nach Hause gebracht.

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    Die große Trennungstür zwischen Wintergarten und Wohnbereich stammt aus dem alten Haus.

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    Karin Tietze-Ludwig genießt die herrliche Aussicht über das Land bis hin nach Frankfurt.

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    Die Eingangsseite des Hauses. Langgezogene, schlichte Fenster unterstreichen den minimalistischen Charakter des Bungalows,

Individuell und stilvoll, darauf legt Karin Tietze-Ludwig wert. Für sie gehören Erinnerungsstücke genauso dazu wie ein modernes Interieur. Die ehemalige Lotto-Fee hat ihren neuen Bungalow auf ein bereits bestehendes Fundament gebaut.

Das alte Haus hätte saniert werden müssen. Da entschied sich die Bauherrin lieber für einen Teilabriss und einen Neubau mit Haacke-Haus. Heller, schöner, lichtdurchflutet! Und fertiggestellt in gerade einmal drei Monaten.

Als ich erzählte, dass ich mit dem Gedanken spiele, noch einmal neu zu bauen, waren meine Freunde und Bekannten erst einmal irritiert“, erinnert sich die einstige ARD-Moderatorin Karin Tietze-Ludwig. „Was? In deinem Alter? Das ist doch verrückt!“ Die Bauherrin wog das Für und Wider ab. Bei einer Sanierung bliebe der Bungalow trotzdem ein altes Haus.

„Die Ende der 60er-Jahre wahrscheinlich verwendeten Giftstoffe würden dadurch nicht eliminiert werden“, resümierte die Hausherrin. „Deshalb entschied ich mich, Tabula rasa zu machen.“ Gesagt, getan! Das Kellergeschoss des alten Bungalows, das ein Schwimmbad, die Haustechnik sowie einen Gästebereich beherbergt, sollte erhalten bleiben und gab somit die Größe des neuen Erdgeschosses vor. Jegliche Raumaufteilung dagegen konnte frei geplant werden.

Fest stand: Es sollte wieder ein Bungalow mit Flachdach werden. Der Bauhausstil eindeutig minimalistisch. Eine großzügige Terrasse vor dem Wintergarten und dem Wohnbereich sollte diese Ebene erweitern. Sie konnte über eine bereits vorhandene Steinwendeltreppe mit dem Garten verbunden werden. Ein raffinierter Plan, weil er zugleich zu einer vor Regen geschützten Veranda vor dem Untergeschoss führt.

Karin Tietze-Ludwig hatte viele, sehr individuelle Ideen, die mit Haacke-Haus realisiert wurden. Lösungen, die auch der Fertighaushersteller zum ersten Mal so umsetzte: wie zum Beispiel das Dach des Wintergartens. „Ich fand Architektur schon immer interessant. Nun hatte ich endlich die Zeit, mich mit für mich neuen Dingen vertraut zu machen“, so die Bauherrin, die jeden Tag auf ihrer Baustelle war, um anfallende Fragen und individuelle Wünsche schnell und direkt besprechen zu könen.

170 Quadratmeter Wohnfläche im Neubau, 170 Quadratmeter im Kellergeschoss. Die Treppe, die in die untere Etage führt, versteckt sich ebenso hinter einer Tür im Eingangsbereich, wie das kleine Arbeitszimmer, eine Garderobe und ein Gäste-WC. Nichts stört den freien Blick durchs Haus.

Gegenüber dem Esstisch befindet sich die Küche. Karin Tietze-Ludwig entschied sich bewusst gegen einen offenen Kochbereich. „Da ich ohnehin selten koche, möchte ich die Küche nicht permanent in meinem Blickfeld haben.“ Ein antiker Schrank, eine schöne Truhe sowie das Lampensystem sind Erinnerungsstücke aus früheren Tagen. Die Deckenstrahler, die einheitlich im Wintergarten und Wohn-Essbereich für Helligkeit sorgen, haben bereits über 30 Jahre auf dem Buckel, sind aber noch immer modern. „Könnten sie sprechen, würden sie von rauschenden Festen berichten“, verrät die Bauherrin.

„Ebenso wie der große Perserteppich vor dem Sofa.“ Diesen Teppich hat die ehemalige ARD-Lottofee 1972 persönlich im Koffer aus dem Iran nach Deutschland transportiert. „Der Verkäufer war ein wahrer Künstler im Zusammenfalten des Teppichs. Ich dachte niemals, dass das Prachtstück in meinem Koffer Platz finden könnte.“ Besonders gut zur Geltung kommen die alten Dinge, wenn sie gekonnt mit Neuem kombiniert werden. Mit einem modernen Sofa von Rolf Benz liebäugelt die Dame des Hauses schon seit längerem. Dann muss wohl bald das alte weichen …

Die Wohnetage wird durch ein Schlafzimmer mit angegliederter Ankleide und ein Badezimmer komplettiert. Technik begeistert – auch Karin Tietze- Ludwig:„Mein HomeWay-System funktioniert sehr gut. So bekomme ich Fernsehen, Telefon und LAN aus nur einer Dose.“ Auf eine Be- und Entlüftungsanlage hat die Hausherrin allerdings verzichtet: „Ich genieße das Gefühl, große Fenster geöffnet zu haben und dem Klang der Natur zu lauschen.“

Das neue Haus zu kreieren, war für Karin Tietze-Ludwig ein spannendes und schönes Erlebnis. Sie weiß jetzt sicher: „Zum Bauen ist man nie zu alt.“