Individuelles Effizienzhaus 55 von Baufritz

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    Fotos: Baufritz

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    Erdgeschoss

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    Obergeschoss

Das Einfamilienhaus bei Stuttgart überzeugt durch seine originelle Architektur aus nachwachsenden Rohstoffen. Als Plusenergiehaus erzeugt es zudem seinen Strom selbst.

„Mit unseren hohen Ansprüchen an ein umweltbewusstes Energiekonzept, handwerkliche Präzision und konsequente baubiologische Bauweise kam nur der Allgäuer Ökohaus-Pionier Baufritz infrage“, erzählt die Bauherrin. „Auch die Möglichkeit, individuell mit einem Architekten zu bauen, war für uns sehr wichtig.“ Die Schwaben entschieden sich für ein Effizienzhaus 55. Die nach Süden ausgerichtete Photovoltaikanlage produziert mehr Strom als im Jahresdurchschnitt verbraucht wird. Die perfekte Dämmung der Wände und des Dachs, dreifach verglaste Skalarfenster und eine Sole-Wasserwärmepumpe sind die Garanten, dass die Kosten für Warmwasser und Heizung kaum zu Buche schlagen. Eine dezentrale Wohnraumlüftung sorgt für ein angenehmes Raumklima.
Das Grundstück in Hanglage schloss eine ebenerdige Planung aus. Auch ein Pultdach wäre nicht möglich gewesen, denn die Bauordnung schrieb ein klassisches Satteldach vor. Trotzdem gelang auf 167 Quadratmetern ein spannender Entwurf. Drei Kuben, jeweils einer an jeder Giebelseite und ein dritter in Form eines zweigeschossigen Erkers zum Garten, prägen den Bau. Für Lebendigkeit an der Fassade sorgen außerdem mehrere horizontale Stülpschalungen, die, passend zur Dacheindeckung, in Dunkelgrau gestrichen wurden. Im Erdgeschoss bietet die großzügige Diele jetzt ausreichend Platz für die Garderobe. Zwei Fensterbänder belichten das Entree. Weil sie in Kopfhöhe angebracht wurden, flutet Helligkeit sanft in den Raum, ohne jedoch Einblicke von der Straße aus zu gewähren. Daneben liegen ein Gästezimmer, das auch als Büro genutzt wird und das Dusch-WC. Die gewendelte Treppe wirkt besonders leicht: Die Brüstung aus Sicherheitsglas wird von Metallwangen gehalten und mit Stahlschrauben fixiert. Eine raumhohe Schiebetür mit Glaselement führt vom Flur in die offene Küche mit separater Kochinsel und dem Essplatz. Blickbeziehungen nach oben entstehen außerdem durch den Luftraum im Erker. Über zwei Stufen gelangt man in das Wohnzimmer mit gemütlichem Heizkamin. Der Niveauunterschied war nötig, weil die Bauherren hier ebenerdig auf die Terrasse und in den Garten in Südwestlage wollten. Von der Galerie im Obergeschoss gehen Schlafräume und das Bad ab. Alle Zimmer haben einen eigenen Zugang nach draußen. Der Clou im Bad ist ein verputztes T-Element. Es trennt nicht nur WC, Dusche und Badewanne räumlich, sondern „versteckt“ auch alle Installationen geschickt in der Wand. Statt für Heizkörper entschieden sich die Bauherren im Bad wie im ganzen Haus für eine Wandflächenheizung, um die Räume ganz nach Wunsch möblieren zu können.


Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 108 in der Ausgabe Mai/Juni 2015 mein schönes zuhause°°°