Wohnblockhaus “Indeland” von Fullwood

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    Fotos: Fullwood Wohnblockhaus

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    Durch das Glasdach fällt viel Licht ins Haus, das von den gemauerten Wänden reflektiert wird.

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    Erdgeschoss

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    Dachgeschoss

Helligkeit kennzeichnet dieses Massivholz-Haus. Das verdankt das Bauherren-Ehepaar vor allem einem Dach, das ganz aus Glas besteht.

Ein Holzhaus sollte es unbedigt sein. Aber das Bauherren-Ehepaar Zeetzen wollte auf keinen Fall die Rundstamm-Optik. Da war es nahezu zwangsläufig, dass ihre Wahl auf Fullwood fiel. Der Massivholz-Spezialist arbeitet mit 20 Zentimeter dicken Blockbohlen, die aus besonders widerstandsfähiger nordischer Kiefer verleimt sind.
Das sieht man dem Haus von außen aber erst auf den zweiten Blick an. Die örtlichen Bauvorschriften sahen vor, dass in dem Neubaubereich ausschließlich weiße Häuser entstehen durften. Also entschlossen sich Martina und Bernhard Zeetzen zu einer weißen Lasur. „Uns kam das entgegen“, berichten sie heute. „Wir wollten ohnehin ein helles Haus. Deshalb haben wird für die Innenwände auch Kalksandstein gewählt.“
Die Wahl eines solchen Massivholzhauses ist zugleich auch eine Entscheidung für die Umwelt. Denn die gut 50 Kubikmeter verbauten Kiefernholzes speichern rund 48.000 Tonnen Kohlendioxyd als Kohlenstoff. Je nach Heizungssystem dauert es etwa sechzig Jahre, bis diese Menge wieder ausgestoßen ist. Erst dann fängt es an, die Umwelt zu belasten.
Das Bauprinzip von Fullwood erlaubt jeden denkbaren Grundriss und alle möglichen Gliederungen. So entstand das Haus der Zeetzens nach einem Plan, den die Bauherrin selbst entworfen hatte. Besonderer Clou ist das gläserne Dach auf der Gartenseite. So fällt reichlich Licht sowohl auf den Essplatz als auch auf die großzügige Galerie. Ein Sonnenschutz ist hier nicht nötig, weil diese Dachseite nach Nord-West zeigt. Bernhard Zeetzen: „Diese Himmelsrichtung beschert uns regelmäßig wunderbare Sonnenuntergänge, die wir zur Abendbrotzeit genießen.“
Anders als heute oft üblich entschied sich die Hausfrau zu einer abgetrennten Küche. „So kann dort auch mal etwas stehen bleiben, ohne dass es gleich ins Auge fällt.“ Optisch führt aber der Fliesenboden aus chinesischem Blaustein beide Bereiche im Erdgeschoss zusammen.