Landhaus „Ventur“ von FingerHaus

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    Außenansicht fingerhaus / ventur

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    Außenansicht fingerhaus / ventur

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    Außenansicht fingerhaus / ventur

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    Außenansicht fingerhaus / ventur

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    Innenraum fingerhaus / ventur

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    Treppe fingerhaus / ventur

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    Innenraum fingerhaus / ventur

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    Grundriss fingerhaus / ventur

„Bei einem Landhaus hat der Bauherr stilistisch wesentlich größere Gestaltungs-Freiheiten. Er darf auch mal abschweifen.“ Sagt Designerin Dorothea Finger-Cronau.

Wiewohl nach ihrer Erfahrung die Nachfrage nach dieser Richtung jüngst etwas zurück- ge­he, werde die geradlinigere Auslegung des Landhauses geschätzt. „Es verspricht vielen Gemüt­lichkeit und kommt gerade dem entgegen, der Nestwärme sucht und sich selbst als Nestbauer sieht.“

Stilistisch gestattet die Designerin einem Landhaus größere Spielräume als dem klas­sisch-eleganten. „Abgesehen davon, dass sich das moderne Landhaus von Fas­saden in Eiche-hell-Verschalung, Schnitz­balken und ornamentalen Blumen­kästen verabschiedet hat, sind die Kom­bina­tions­möglichkeiten unterschiedlicher Stile – etwa von hübschen alten Möbel­stücken mit neuen – gegeben. Hier darf man etwas abschweifen.“

Das hilft Bauherren schon deshalb, weil in ein neues Haus oft nicht nur neue Möbel Einzug halten. „Das erzwingt stilistisch man­chen Kompromiss. In einem Landhaus ist der leichter herzustellen als in einem klassisch-eleganten. Holz- und Stein­böden sind denkbar, der Putz innen wie außen kann mal un­eben sein, bei den Farben reicht das Spek­trum von Altweiß über Creme bis hin zu schlammigen Farben sowie Terrakotta, Lachs und Moos.“
Vielleicht war es diese größere Freiheit, die Dorothea Finger-Cronau im „Ventur“ zu einer Lösung ermunterte, die funktional überzeugt und ästhetisch gefällt: Sie platzierte die Kü­cheninsel in den Wintergarten. Ge­mein­sa­mes Kochen erfährt so einen Erleb­nis­schub, der Wintergarten Aufwertung.

Holz als Landhaus-Markenzeichen hat die Designerin abwechslungsreich, aber nicht überschüssig eingesetzt. Sie respektiert auch darin die moderne Linie. Die Farbe der Gar­dinen und Stores auf der einen sowie der Möbel auf der anderen Seite wurden von ihr zusammengedacht und in Harmonie ge­bracht, beim Bad im Obergeschoss der Land­hauscharakter mit afrikanischen Ethno-Ele­menten frisch interpretiert.

Eine Stilrichtung so zu interpretieren, dass der Weg zum Ziel führt, bedarf häufig lenkender Hand. Dorothea Finger-Cronau: „Vie­le Bauherren sagen von sich, dass sie sehr unsicher sind. Vielfach haben sie Man­schetten, gestalterische Ent­scheidungen am und im neuen Haus könnten dem Nachbarn missfallen. Es erstaunt mich oft, welchem Herdentrieb sie folgen, damit nur ja alles wie­der so gehandhabt wird, wie es bei Vater und Mutter – oder beim Nachbarn – üblich war. Solche Haltung stellt manchmal Hürden auf, die ich nur mit Fingerspit­zen­gefühl beiseiteschieben kann.“

Mit Frauen könne sie über solche Unsi­cher­heiten meist leichter sprechen. Das ist aber nur ein Grund, weshalb Bau und Kauf sich letzten Endes bei der Frau entscheiden. Dorothea Finger-Cronau ist sich ganz sicher: „Man muss die Frau gewinnen, damit man das Haus an beide verkaufen kann.“