Drei Generationen unter einem Dach – von OKAL

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    Fotos: OKAL

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    Erdgeschoss

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    Dachgeschoss

Viele Familien möchten unter einem Dach wohnen, zusammen mit Oma und Opa. Ein dafür geeignetes Haus ist die hohe Schule moderner Familienhaus-Architektur: Dieses Generationenhaus bietet den nötigen Raum – formvollendet geplant.

Das Mehrgenerationen-Konzepthaus bietet viel Platz. In diesem Beispiel kommt es auf knapp 240 Quadratmeter Wohnfläche. Das reicht für eine Familie mit drei Kindern – und für eine Einliegerwohnung: 55 komfortable Quadratmeter, der Wohnbereich optisch vergrößert um die offene Küche, dazu Schlafzimmer und Bad. Mit eigenem Zugang zur nach Südwesten angelegten Terrasse und – wie für Einliegerwohnungen vorgeschrieben – mit eigenem Eingang. In diesem Generationenhaus, das wie alle malervorbereiteten und schlüsselfertigen OKAL-Häuser die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) in Gold erfüllt, sollen die Einlieger in die familiäre Gemeinsamkeit des Erdgeschosses einbezogen sein, so unkompliziert und umweglos wie möglich. Der treppenlose Zugang zur Einliegerwohnung erweist sich – Großeltern in fortgeschrittenem Alter im Blick – als Annehmlichkeit.
Wie sich allerdings im Musterhaus Kaarst schnell gezeigt hat, inspiriert dieser Entwurf auch zu ganz anderen Versionen. Eine Baufamilie nutzt den Anbau nicht wie vorgeschlagen als Büro, sondern als Teil der Einliegerwohnung. Was wiederum im Haupthaus Platz schafft für eine Arztpraxis. Das Konzept lässt sich also einfach erweitern um Büro, Praxis, Kanzlei, mit oder ohne Kundenverkehr. Raum- und Tageslichtgewinn in der oberen Etage fallen sofort auf. Der Grund: das Pultdach. Dank der vielen Fenster muss sich keiner – Kind oder Erwachsener – mit einem weniger schönen und sonnen­hellen Zimmer bescheiden. Die Fassade zeigt außen Putz und Rheinland-typische Klinker, im Kern aber ist das Haus ein Holzfertigbau. Die Therm­OKAL-Passivhauswand heißt so, weil sie mit ihrem besonders niedrigen U-Wert von 0,12 die baulichen Voraussetzungen für einen extrem niedrigen Heizenergieverbrauch garantiert. Dank seiner zentralen Belüftung mit Wärmerückgewinnung und durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erfüllt dieses Generationenhaus die Förderbedingungen für ein KfW-Effizienzhaus 40. Und das ergibt für seine zwei Wohneinheiten immerhin die stolze Fördersumme von 100.000 Euro. Vor allem aber: Die durchschnittlichen Jahresheizkosten liegen bei nur 300 Euro. Für 240 Quadratmeter. Das könnte man „Sparen im ganz großen Stil“ nennen!


Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab der Seite 74 im "das dicke deutsche hausbuch 2016"