Generationenhaus „FN 104-134“ von OKAL

  • house-3206-fotos-okal-9

    Fotos: OKAL

  • house-3206-710

  • house-3206-erdgeschoss-106

    Erdgeschoss

  • house-3206-obergeschoss-3

    Obergeschoss

Oft möchten Familien unter einem Dach wohnen. Das dafür geeignete Haus ist die hohe Schule moderner Familienhaus-Architektur.

Im Rheinland, genauer gesagt in Kaarst bei Düsseldorf, ist zu erleben, was man von einem modernen Familienhaus für drei Generationen heute erwarten darf. Mit Außenmaßen von 10,58 auf 13,58 Meter kommt das FN 104-134 in diesem Beispiel auf knapp 240 Quadratmeter Wohnfläche plus Balkon und Erkervorbau. Das reicht für eine Familie mit zwei oder drei Kindern – und für eine Einliegerwohnung: gut 55 komfortable Quadratmeter, der Wohnbereich optisch vergrößert um die offene Küche, dazu Schlafzimmer und Bad. Empfänglich für eigenen Wohn- und Lebensstil – Herz, was willst du mehr! Mit eigenem Zugang zur nach Südwesten angelegten -Gartenterrasse und – wie für Einliegerwohnungen vorgeschrieben – mit separatem Eingang. Konventionelle Architektur plant die Einliegerwohnung ins Dachgeschoss. Für das klassische Familienhausprinzip „Unten gemeinsam, oben eher jeder für sich“ hat das sicher Sinn. Im Generationenhaus aber geht es ja gerade darum, die Einlieger in die familiäre Gemeinsamkeit des Erdgeschosses einzubeziehen, so unkompliziert und umweglos wie möglich. Der treppenlose Zugang zur Einliegerwohnung erweist sich – die Großeltern in fortgeschrittenem Alter im Blick – als zusätzliche Annehmlichkeit dieses Generationenhauses. Wie sich allerdings im Musterhaus Kaarst schnell gezeigt hat, inspiriert dieser Entwurf auch zu völlig anderen Versionen. Eine Familie lässt sich dieses Generationenhaus bauen, nutzt den Anbau aber nicht wie ursprünglich vorgeschlagen als Büro, sondern als Teil der Einliegerwohnung. Was im Haupthaus wiederum Platz schafft für die dort vorgesehene Arztpraxis. Das ist gewissermaßen die nächste Dimension: Das Generationenhaus-Konzept wird erweitert um Büro, Praxis, Kanzlei, mit oder ohne Kundenverkehr. Was kann ein Architektur-entwurf Besseres bewirken, als neue Nutzerfantasien bei den Bauherren anzuregen? FN 104-134 zeigt außen Putz und Rheinland-typische Klinker, im Kern aber ist es ein Holzfertigbau, die derzeit innovativste Bauweise. Die Therm-OKAL-Passivhauswand heißt so, weil sie mit ihrem besonders niedrigen Wärmedurchgangswert von 0,12 die baulichen Voraussetzungen für einen extrem niedrigen Heizenergieverbrauch garantiert. Dank seiner zentralen Belüftung mit Wärmerückgewinnung und durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erfüllt dieses Generationenhaus die Förderbedingungen für ein KfW-Effizienzhaus. Vor allem aber: Die durchschnittlichen Jahresheizkosten liegen bei nur 300 Euro. Für 240 Quadratmeter!


Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe Holz- & Ökohäuser 2015/2016