Neues Speichersystem: Solarenergie vom Dach des Stalls

Eigentlich wollte Christian Becker an sonnigen Sommertagen nicht benötigten Strom von seiner Photovoltaikanlage ins Netz einspeisen, um ein wenig Geld zu verdienen. Er hatte mit Herzblut und viel Eigenleistung sein Haus – natürlich energetisch auf dem neuesten Stand – selbst gebaut. „Durch einen Fachberater bin ich dann darauf aufmerksam geworden, dass man sich mit Speichertechnik weitgehend unabhängig vom Stromnetz machen kann“, berichtet der Familienvater.

Möglich macht‘s das System „Azur Independa“: Statt sich auf die immer mehr gegen null schrumpfende Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu verlassen, nutzt es den erzeugten Strom einfach selbst. Christian Becker: „Die Aussicht, bis zu 80 Prozent unabhängig vom öffentlichen Stromnetz zu sein, hat mich sofort begeistert.“

Das System besteht aus 18 PV-Modulen mit einer Leistung von 4.230 Kilowatt, die auf dem Dach des benachbarten Stadls montiert und mit einem Kabel an die Stromversorgung des Hauses angeschlossen sind. Neben dem Wechselrichter, einem Splitter und dem intelligenten Energiemanagement gibt es einen ebenso leistungsfähigen wie sicheren Blei-Gel-Batteriespeicher.

Wenn tagsüber überschüssiger Strom erzeugt wird, verbleibt er im Speicher. Ist der voll, wird der Strom ins Netz gespeist. Nachts, wenn die PV-Anlage keinen Strom liefert, wird er von der Batterie abgerufen. Erst wenn sie leer ist, hängt sich das Haus ans Netz. Das Energiemonitoring zeigt an, wie viel Strom die Photovoltaik liefert, wie viel davon selbst verbraucht und wie viel gespeichert oder ins Netz abgegeben wird.

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