Musterbeispiel für die energetische Sanierung – Das „energy+ Home“

Das Forschungsprojekt und Musterbeispiel für die energetische Sanierung kann zusätzlich einen elektrisch angetriebenen Pkw kostenlos mitversorgen und so CO2-Ausstoß reduziert werden. Auf fast 190 Quadratmetern, mit modernem Grundriss und einer Terrasse überzeugt das Ergebnis als helles, weites Wohnhaus über zwei Stockwerke.

Mit weißem Putz an der Giebelseite und im Eingangsbereich und schicken Faserzement-Elementen von Eternit an beiden Längsseiten wirkt das Plusenergiehaus modern, ohne die eigene Herkunft und Geschichte zu leugnen. Die hervorragenden Wärmedämm-Eigenschaften und die Langlebigkeit der energiesparenden Fassade sind zentraler Bestandteil des Plusenergiekonzepts. Flache Dachsteine von Eternit in Verbindung mit einer großen PV-Anlage mit monokristallinen Solesia Modulen bilden das passende Dach – den größten Energielieferanten des Hauses.

146 Solarmodule erbringen auf dem ca. 150 Quadratmeter großen Dach eine Leistung von 12,41 kWp, das entspricht einem zu erwartenden Ertrag von über 9 700 kWh pro Jahr. Das reicht nicht nur für den Stromverbrauch im Haus und die Heizung (eine Luft-Wasser-Wärmepumpe) aus, es bleibt genug Energie übrig, um ein E-Mobil zu betreiben. Bis zu 25 000 km weit kann dieses pro Jahr mit der vom Haus erzeugten Energie fahren, was zu einer Minderung des CO2-Ausstoßes von 2 000 kg führt – verglichen mit einem vergleichbaren Benzin- oder Dieselfahrzeug.

Das Projekt wurde von der TU Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Baustoffindustrie initiiert. Das “energy+ Home” zeigt, wie sich in Energieeffizienz mit modernem Wohnkomfort verbinden lässt. Und dass es möglich ist, Bestandsimmobilien auf Plusenergie-Standard zu bringen. Eine gute Nachricht für viele Hausbesitzer.

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