Lust aufs Modellprojekt?

*Ziel der Förderung*

Mit dem Programm werden Bauherren oder deren bevollmächtigte Vertreter unterstützt, die Gebäude errichten, die deutlich mehr Energie produzieren, als für deren Betrieb notwendig ist. Die Gebäude sollen in der Lage sein, neben allen Funktionen des Hauses wie Heizung, Warmwasser, Beleuchtung, Haushaltsstrom, Elektrofahrzeuge oder weitere externe Nutzer, etwa benachbarte Häuser, zu bedienen. Bedingung: Sie sollen unter realen, also bewohnten Bedingungen getestet und evaluiert werden.

Dazu wird den Bauherren jeweils eine Expertengruppe zur Seite gestellt. Die Forschungsergebnisse werden anschließend veröffentlicht. Sie sollen helfen, das Energiemanagement von modernen Gebäuden zu verbessern und Erkenntisse zu vertiefen, wie eine möglichst hohe Eigennutzung der gewonnenen Energie bei hoher Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann. Energieautarkie wird nicht angestrebt.

Gegenstand der Förderung sind
– die planerische Nachweisführung für den „Effizienzhaus Plus“-Standard,
– Planung und Einbau der notwendigen Messtechnik (Sensoren) einschließlich einer Wetterstation entsprechend dem Monitoring-Leitfaden,
– Durchführung, Dokumentation und Auswertung der Messungen,
– Auswertung der Kosten und der Effizienz des Technikkonzeptes,
– anteilige Risikoübernahme von noch nicht wirtschaftlichen oder von Technologien, die noch nicht dem Stand der Technik entsprechen.

Dafür kann ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von 100 Prozent der entstehenden Kosten, maximal jedoch 70.000 Euro, gewährt werden. Bemessungsgrundlage sind die Kosten- und Finanzierungspläne der beauftragten Planer und Forschungsinstitutionen. In die Förderung können noch folgende Techniken eingeschlossen werden:
– hochwärmedämmende Fenster und Fenstertüren mit Vakuumverglasung, die einen Uw-Wert von < 0,7 W/m²K aufweisen, - Dünnschicht-PV-Module für die Fassade sowie andere fassadengekoppelte Energiegewinn-Systeme im Einzelfall, - elektrische Pufferspeicher, Batterietechnik, - Komponenten für sogenannte Smart grids (intelligente Netze) einschließlich entsprechender Energiemanagement-Systeme, - monitorgestützte Systeme für die Darstellung und Abrechnung des Energieverbrauchs, - Komponenten für die Ladung von Elektrofahrzeugen.Der mögliche, nicht rückzahlbare Zuschuss im Wege der Anteilsfinanzierung beträgt hier 20 Prozent der Investitionskosten, höchstens jedoch 300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Bemessungsgrundlage ist ein Kostenanschlag nach DIN 276-1:2006-11.*Zuwendungsbestimmungen*Ein Anspruch des Antragstellers auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Da diese begrenzt sind, werden die Anträge nach Eingang und Eignung bearbeitet. Zuwendungsanträge sind bis zum 31.12.2012 einzureichen beimBundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Referat II 3 Deichmanns Aue 31–37 53179 Bonn ZB@bbr.bund.deDer Antragsteller muss nachweisen, dass er die Zuwendung bestimmungsgemäß verwendet, und übernimmt Gewähr dafür, dass die wissenschaftliche Begleitforschungsarbeit sowie das abschließende Monitoring sachlich und geschäftsmäßig einwandfrei durchgeführt werden können.Weitere Informationen beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

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