Kindgerecht bauen – Lebensqualität durch Veränderung

Wer dem Familienglück ein dauerhaftes neues Zuhause bauen will, sollte weit in die Zukunft blicken, denn die Anforderungen an die Räume ändern sich im Lauf der Jahre. Flexibilität heißt das Zauberwort – für ein gut geplantes Haus kein Problem!

Es hilft bei der Planung, wenn man sich auf die ganz einfachen Wahrheiten besinnt:
Für wen bauen wir? Selbstverständlich für Kinder UND Eltern. Viele Eltern setzen jedoch immer noch auf Trennung – hier das Hoheitsgebiet der Erwachsenen mit Ess-, Wohnzimmer und Küche, dort das Reich der Kinder. Vor allem in den ersten Jahren suchen und brauchen Kleinkinder aber die Nähe der Eltern für Feedback und Aufmerksamkeit.

Von klassischen Aufteilungen abweichen

Annette Peters rät zu alternativen Grundrissen. Besser wäre es, wenn sich Spielzimmer und übrige Aufenthaltsbereiche der Familie auf gleicher Ebene befänden. „Der Wohnbereich wird üblicherweise zum Fernsehen, Unterhalten oder Lesen genutzt: sprich für sitzende Tätigkeiten, für die nicht allzu viel Platz notwendig ist. Gesteht man dieser Zone nun also weniger Quadratmeter zu, könnte ein zusätzliches Spielzimmer entstehen – in Sichtweite der Eltern.“

Kleine Kinder – viel Nähe
Zu dem familienfreundlichen Haus gehört ebenfalls ein durch eine Schiebetür abtrennbarer Küchenbereich. Es ist wichtig, dass Kinder kochen lernen. Der Umgang mit Lebensmitteln stärkt den Respekt vor der Natur und fördert ein gesundes Essverhalten. Außerdem gibt es kaum etwas Verbindenderes, als gemeinsam ein Essen zuzubereiten. Aber Kinder am Herd heißt auch: Wo gekocht wird, fliegen Spritzer. Und im Eifer des Gefechts verwandelt sich die Küche schnell in ein Schlachtfeld. Eine praktische und optisch schöne Lösung stellt daher diese Abtrennbarkeit dar. So kann nach der Küchenschlacht erst einmal gegessen werden, bevor das große Saubermachen beginnt.

Kindergetrampel und Dauerbeschallung
Das kann schnell nerven. Die Erwachsenen reagieren gereizt auf den Krach, die Kinder können nicht nachvollziehen, warum Mama und Papa ständig schimpfen. Durch eine gut durchdachte Anordnung der Räume schafft Architektur Lärmschutz. Beispiel: Ein Kinderzimmer, das durch einen Ankleideraum und das Bad vom Elternschlafzimmer getrennt liegt, garantiert mehr Ruhe, als das direkte Nebeneinander. Oder: Wer Kinderzimmer über dem Haustechnik- oder Wirtschaftsraum sowie über Diele und Gästebad platziert, sorgt dafür, dass Hopsespiele und Karaoke-Wettbewerbe nicht direkt über dem Wohnbereich stattfinden. Schalldämmende Materialien wie Korkfußböden oder dicke flauschige Teppiche minimieren zusätzlich Lärm.

Melina Rost

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe Mai/Juni von "mein schönes zuhause°°°"
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