Keller, das Untergeschoss mit Mehrwert

  • Keller_Lichtlösung Informationszentrum Beton

    Clevere Lichtlösungen machen den Keller zum Wohnraum ausbaufähig. (Foto: Informationszentrum Beton)

  • Keller_Gütegemeinschaft Fertigkeller

    Ein Haus, zwei Wohneinheiten. (Foto: Gütegemeinschaft Fertigkeller e.V.)

  • Keller_Gütegemeinschaft Fertigkeller

    Hanglagen eignen sich besonders gut für Einliegerwohnungen. (Foto: Gütegemeinschaft Fertigkeller e.V.)

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    Technikraum im Keller mit feuerhemmender und wärmedämmender Stahltür. (Foto: Hörmann)

  • Keller_Glatthaar

    Mancher Keller mit guter Akustik eignet sich auch als Musikraum. (Foto: Glatthaar Fertigkeller)

Grundlegende Entscheidung vor Baubeginn

Mit oder ohne Keller bauen? Um diese Entscheidung zu treffen, sollten Bauherren Kosten vergleichen, aber auch den möglichen Nutzen eines Untergeschosses berücksichtigen.

Auf den Keller zu verzichten, gilt als beliebtes Sparmodell für den Hausbau. Vernachlässigt wird dabei manchmal, dass auch die Gründung eines Hauses mit einer Bodenplatte ohne Kellergeschoss nicht umsonst ist. Dennoch besteht kein Zweifel: ohne Unterkellerung wird es billiger. Die Keller-Variante erfordert zwar Mehrkosten, bietet jedoch etwa 80 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche. In jedem Fall ist wichtig: Wenn Kellerbau, dann mit Plan!

Technik und Hauswirtschaft

Eine Zeit lang sah es so aus, als werde der Heizungskeller ganz überflüssig. Es kamen immer kleinere, leisere und stylish designte Heizgeräte auf den Markt, die sogar im Wohnzimmer eine gute Figur machen. man sich eine Gasbrennwertheizung Inzwischen nimmt die Haustechnik wieder mehr Raum ein, was vor allem an den erneuerbaren Energien liegt. Im Technikraum eines Effizienzhauses stehen oder hängen nicht selten ein oder zwei Wärmepumpen, Wasserspeicher, zentrales Lüftungsgerät, Steuerungstechnik für Solarthermie und Photovoltaik und dazu noch ein Stromspeicher. Das alles auf der Wohnebene unterzubringen, kann knapp werden. Der Technikraum im Keller lässt sich, sofern genug Platz vorhanden, gleichzeitig als Hauswirtschaftsraum für Waschmaschine, Trockner & Co nutzen.

Abstell- und Lagerraum

Allein als Lagerraum lohnt sich ein Keller heute kaum noch. Dennoch kann ein kleiner Vorratsraum nützlich sein, wenn man ohnehin einen Keller braucht. Für Freunde edler Tropfen ist ein Weinkeller eine feine Sache.  Auch für Fahrräder, Gartengeräte oder saisonale Sportausrüstung ist das Untergeschoss aber schon ein praktischer Ort – insbesondere, wenn der Keller einen Zugang von außen hat.

Raum zum Arbeiten

Immer häufiger erledigen Arbeitnehmer einen Teil ihrer Aufgaben im Home Office. Ein Raum im Keller bietet sich an, weil der fern dem familiären Trubel liegt und  die räumliche Trennung vom Wohnbereich auch die steuerliche Anerkennung als häusliches Arbeitszimmer erleichtert. Wichtigste Voraussetzung für angenehmes Arbeiten ist ausreichend Tageslicht und gesunde Luft. Ersteres lässt sich mit Fertigbaukonstruktionen wie Lichtflutern oder Lichthöfen sichern, für die Belüftung gibt es smarte, fensterintegrierte Lösungen. Darüber hinaus eignet sich der Keller für viele freiberufliche Tätigkeiten oder kleine Unternehmen – vom Musikunterricht bis zum Kosmetik-Studio.

Wellness, Fitness, Freizeit

Wellness in den eigenen vier Wänden liegt sehr im Trend. Aber nicht überall ist Platz genug, um das Badezimmer zum Spa-Bereich auszubauen. Da bietet sich der Keller als Aufstellungsort für Sauna, Dampf- oder Infrarotkabine als Alternative an, vielleicht sogar mit eigenem Loungebereich. Voraussetzung sind entsprechende Anschlüsse und gute Be- und Entlüftung. Auch als Sport-, Spiel- und Fitness-Center eignet sich der Keller gut. Hier ist Platz für Heimtrainer, die im Wohnzimmer nur stören, für Tischtennisplatten oder Tischkicker.

Einliegerwohnung

Das Untergeschoss zur abgeschlossenen Wohnung auszubauen ist aufwendig, steigert aber den Wohnwert des Hauses. Sie kann unter anderem als eigener Wohnbereich für heranwachsende oder erwachsene Kinder, für Gäste oder Pflegepersonen genutzt werden. Damit dauerhaftes Wohnen möglich ist, müssen die Räume zwischen 2,30 bis 2,50 Meter hoch sein, beheizt und ausreichend belichtet. Für Vermietung ist das ebenso Pflicht wie ein eigener Eingang.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe September/Oktober von "mein schönes zuhause°°°"
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