Mehrgenerationenhaus mit drei Stockwerken von Schwörer

Das alte Haus war ein gutes Haus. 1937 erbaut, vor 20 Jahren grundlegend saniert, tolle Lage nahe Tübingen, ruhige Wohngegend, großzügig bemessen für die vierköpfige Kirschbaum-Familie. Aber dann gründete die ältere Tochter eine eigene Familie, zog aus und Vater Peter Kirschbaum begann über Dinge nachzudenken, die bislang in weiter Ferne lagen. Übers Wohnen im Alter, über Unterhaltskosten, die ältere Häuser wegen überholter Wärmedämmung verschlingen, über Unbequemlichkeiten wie zu enge Toiletten oder Türen …

Wer dagegen mit 60 neu baut, sagte sich der Steuerberater, hat die nächsten 20 Jahre Ruhe. Ein verlockender Gedanke. Als dann auch noch die jüngere Tochter Jenny Interesse anmeldete, mit ihrem Partner unterm elterlichen Dach zu bleiben, war klar: Es wird ein Zweigenerationenhaus.

*Hausbau in drei Tagen*

Bei einem Motorradausflug auf die Schwäbische Alb besuchte das Ehepaar das Musterhauszentrum von SchwörerHaus. Peter Kirschbaum war der renommierte Haushersteller bereits bekannt – er ist im Nachbarort aufgewachsen. Der barrierefreie Entwurf im Bauhausstil mit der großen Dachterrasse und dem schwungvollen Z-Dach gefiel den Kirschbaums sofort. Fehlte nur noch der Bauplatz.

Ein Jahr später wurde die Familie für ihre Geduld belohnt. Wie erhofft tat sich im angestammten Wohnort auf einem ehemaligen Garagengelände eine Baulücke auf. Der Vorteil solcher Restgrundstücke: Die Bebauungspläne in bestehenden Wohngebieten lassen häufig mehr Spielraum für architektonische Individualität als in Neubaugebieten – also grünes Licht für ein Projekt mit Z-Dach. „So eine Parzelle macht vom ersten Tag an ganz schön Arbeit: Man muss den Rasen mähen, das Laub aufsammeln und im Winter den Winterdienst organisieren. Deshalb haben wir uns entschlossen, doch früher zu bauen, als zunächst geplant”, erzählt Peter Kirschbaum vom korrigierten Zeitplan.

Dann ging alles ganz schnell: Das alte Haus wurde im September 2008 verkauft. Als Übergabetermin wurde der 30. Juni 2009 fixiert mit einem Zeitpuffer von vier Wochen – eine Steilvorlage für SchwörerHaus. Im November 2008 wurde das Baugesuch eingereicht, kurz vor Weihnachten fand die Ausstattungsberatung statt, Ende März 2009 wurde der Keller errichtet und einen Monat später das Haus. Bauzeit drei Tage.

Parallel liefen schon die Nebenarbeiten: die Garageneinfahrt, die Außendämmung des Kellers, das Anlegen des Gartens. Pünktlich im Juni zog die Familie ein. Renate und Peter Kirschbaum hatten natürlich in sich hineingehorcht, wie sie auch in späteren Jahren gern wohnen würden, und den dreistöckigen Neubau in leichter Hanglage entsprechend planen lassen. Mit 135 Quadratmetern auf der mittleren Ebene steht ihnen zwar weniger Wohnfläche als in ihrem alten Haus zur Verfügung, dafür erfreuen sie sich an mehr Komfort bei weniger Pflegeaufwand.

Das Schlafzimmer und das komfortable Bad mit bodengleicher Dusche und Sitzbank sind großzügig und mit breiten Türen angelegt, überhaupt wurde überall auf genügend Bewegungsfläche geachtet. Im Wohn-Ess-Koch-Bereich verzichtete das Paar gänzlich auf Türen. „Unser Staubsaugerroboter kann jetzt ungehindert fuhrwerken und trifft nicht ständig auf Hindernisse”, berichtet Peter Kischbaum schmunzelnd. Charakteristisch für die sachlich-moderne Architektursprache ist der raffinierte Umgang mit den Proportionen.

Die zurückgesetzten Geschosse betonen die Horizontale ebenso wie die Fensterbänder auf der Rückseite des Gebäudes und die hochgezogenen Brüstungen der Balkone. Die Freisitze mit Blick übers Land muten eher wie Dachterrassen denn wie Balkone an. Der Eingang ins Haus befindet sich gleich neben den Garagen im untersten Geschoss. Hier ist auch Platz für das künftige Homeoffice von Peter Kirschbaum, falls er beruflich irgendwann etwas kürzer treten sollte. Noch fühlt er sich aber fit genug für einen Vollzeitjob, bei dem es hin und wieder auch mal später wird.

Seine Frau trifft sich an solchen Tagen dann gern spontan mit ihrer Tochter zum Abendessen. Zwischen den Wohnungen der beiden Frauen liegt ja nur eine Treppe. Auch Peter Kirschbaum schätzt die Vorzüge des Zwei-Generationen-Wohnens: In der Garage warten drei Motorräder für Ausflüge mit seiner Tochter und ihrem Lebensgefährten.

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