Die Augen des Hauses

*Heizkosten beginnen am Fensterbrett*

80 Prozent der menschlichen Wahrnehmung erfolgt über die Augen, so vielseitig ist auch die Rolle moderner Fenster: Die Gefährten der Schönheit sind heute zugleich Meister der Wärmedämmung, des Schall- und des Sonnenschutzes. Im günstigsten Falle reinigen sie sich selbst. Auch bei der Rahmenwahl gibt es Lösungen, an die noch vor Kurzem keiner dachte.

*Die richtige Reihenfolge*
Bei einer energetischen Gebäudesanierung, vor der immer mehr deutsche Hausbesitzer stehen, werden zuerst die Fenster, dann die Gebäudehülle und erst zum Schluss die Heizung modernisiert. Viele Hauseigentümer kalkulieren nicht ein, dass sich der Wärmebedarf im Gefolge verbesserter Dämmung erheblich verringert und beispielsweise die Heizungsanlage danach kleiner dimensioniert werden kann. Fenster auf dem Stand der Technik haben heute eine Lebenserwartung von mehr als 35 Jahren. Sie vermeiden Wärmebrücken und Folgekosten durch spätere Ausbesserungen.

*Geld vom Staat*
Zur Verbesserung der Energieeffizienz können Bauherren, Eigenheimbesitzer und Sanierungswillige für die Finanzierung oft staatliche Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen in Anspruch nehmen. Auch Teilschritte wie der Austausch veralteter Fenster und Türen gegen Elemente aus modernen Kunststoffprofilen, die den Energieverbrauch, den CO2-Ausstoß und die Heizkosten senken, werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst.

Meist lohnt sich ein Austausch der Elemente schon, wenn diese älter als 15 Jahre sind. Qualitäts-Anbieter wie der dänische Spezialist Vrogum offerieren inzwischen maßgeschneiderte Lösungen auch für Altbaufassaden, die die historische Einmaligkeit eines Hauses bewahren. Weitere Infos unter www.kfw.de

*Dreischeibenaufbau im Trend*
Wärmedämmung gewinnt mit steigenden Energiekosten weiter an Bedeutung. Dies stärkt den Trend zur Dreifachverglasung, also zum Dreischeibenaufbau von Fenstern. Sie helfen den Bauherrenwunsch zu erfüllen, das Haus im Winter warm und im Sommer kühl zu halten. Die Pilkington-Gruppe etwa, einer der weltweit größten Hersteller von Glasprodukten, profilierte ihr Wärmedämmglas „Optitherm®GS“ mit einer neuen Beschichtung.

Damit lässt sich bei einem Dreischeiben-Isolierglas die gleiche Gesamtenergiedurchlässigkeit (der sogenannte g-Wert) erreichen wie bei einem Zweischeiben-Isolierglas mit Pilkington „Optitherm®S3“. Ein hoher g-Wert zeigt hohe solare Zugewinne eines Fensterglases an, während die Dreifachisolierung Heizkosten spart. Beides wünschen Hausbesitzer – optimale Nutzung der Sonnenenergie bei gleichzeitig bestmöglicher Dämmung. Bei „Passivhäusern“ wird dieses Zusammenspiel gleichfalls genutzt.

Keine Kommentare vorhanden

Kommentare sind geschlossen.