Bauen, Sanieren, Vorsorgen – Zuschüsse sichern!

*Riester*

Wohnriester ist eine interessante staatlich geförderten Alternative zur privaten Altersvorsorge. Statt einen Rentenversicherungs-, Spar- oder Fondsvertrag abzuschließen, kann der Sparer ein Wohnriester-Darlehen aufnehmen. Er erhält dann auf dieses die Förderbeträge.

Die Zulagen bestehen derzeit pro Erwachsenem aus einer Grundförderung von 154 Euro jährlich, hinzukommen können 185 Euro für jedes Kind, für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro jedes Jahr. Die volle Förderung erhält, wer zusammen mit den staatlichen Zulagen vier Prozent seines Jahreseinkommens auf den Riester-Vertrag einzahlt – im Falle des Wohnriesters also eine entsprechende Summe zur Tilgung des Darlehens einsetzt. Der geförderte Höchstbetrag umfasst 2.100 Euro. Ist bereits ein bestehendes Riester-Konto vorhanden, kann der Immobilienerwerber die Sparsumme 100 Prozent entnehmen und die für den Immobilienkauf nutzen.

/Flexible Entnahme/

Bislang durfte die Entnahme von vorhandenem Riester-Guthaben nur in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit der Anschaffung bzw. dem Bau der Immobilie erfolgen. Das Geld durfte zudem zur Entschuldung der Immobilie nur unmittelbar zu Beginn der Auszahlungsphase entnommen werden. Zukünftig kann der Sparer sein Guthaben vom Riesterkonto jederzeit einsetzen. Auch die Beschränkung, dass der Sparer entweder nur bis zu 75 Prozent des Angesparten oder die volle Summe entnehmen darf, soll entfallen.

/Barrierefreier Umbau/

Der Wohnriester soll künftig auch für die barrierefreie Umrüstung einer Immobilie nutzbar sein. Voraussetzung: die Kosten für die Umbaumaßnahmen betragen mindestens 6.000 Euro und fallen innerhalb von drei Jahren nach Kauf oder Bau des Eigenheims an. Erfolgt der Umbau später, müssen sich die Aufwendungen auf mindestens 30.000 Euro belaufen. Außerdem gilt, dass ein Sachverständiger bestätigen muss, dass mindestens 50 Prozent des entnommenen Geldes für barrierefreies Bauen und der Rest für den Abbau von Barrieren eingesetzt wird. Nimmt der Sparer die Riester-Förderung in Anspruch, kann er diese nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuer ansetzen.

/Versteuerung/

Wie bei Riester-Produkten üblich, schöpft der Fiskus einen Teil der monetären Vorteile aus den Wohnriester-Verträgen ab, wenn der Geförderte Rentner wird. Die Versteuerung erfolgt über ein fiktives Konto. Auf dieses addiert das Finanzamt alle geflossenen staatlichen Förderbeträge sowie die Tilgungsleistungen von maximal 2.100 Euro im Jahr auf und verzinst die Summe jedes Jahr mit zwei Prozent. Den so aufgelaufenen Betrag muss der Geförderte dann zu Rentenbeginn versteuern. Künftig soll die Verzinsung nur noch mit einem Prozent erfolgen. Die angesammelte Summe auf dem Wohnförderkonto wächst also langsamer, der Geförderte hat dementsprechend geringere Steuern zu zahlen. Der Gesetzentwurf soll ab 1. Juli 2013 gelten, liegt derzeit noch im Vermitt- lungsausschuss des Bundesrates.

*KfW*

Wer sein Haus oder seine Wohnung energetisch saniert, profitiert künftig von einer Aufstockung der Investitionszuschüsse. Der Bund stellt jährlich zusätzlliche Bundesmittel in Höhe von 300 Millionen Euro zur Verfügung. Alle Anträge die bei der KfW eingegangen sind, werden automatisch mit den neuen Zuschussbeträgen zugesagt. Seit dem 1. März 2013 existiert ein eigenes Kreditprogramm zur Förderung von Heizungen auf Basis Erneuerbarer Energien bei der KfW: Die zinsgünstigen Kredite von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit können in Kombination mit Investitionszuschüssen aus dem Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch genommen werden. Gefördert werden der Einbau von thermischen Solarkollektoren, auch Biomasseanlagen oder Wärmepumpen.

/Neue Förderrichtlinien/

– Einzelmaßnahmen: Erhöhung des Investitionszuschusses von 7,5 % auf 10,0 % der förderfähigen Kosten, maximaler Zuschussbetrag 5.000 Euro pro Wohneinheit
– KfW-Effizienzhaus 70: Erhöhung des Zuschusses von 17,5 % auf 20 % der förderfähigen Kosten, maximaler Zuschuss 15.000 Euro pro Wohneinheit
– KfW-Effizienzhaus 55: Erhöhung des Zuschusses von 20 % auf 25 %, maximaler Zuschussbetrag 18.750 Euro pro Wohneinheit

Parallel zu den Verbesserungen bei den Investitionszuschüssen werden auch die Tilgungszuschüsse in der Kreditvariante für die KfW-Effizienzhäuser 70 und 55 (aktueller effektiver Jahreszinssatz 1,00 %) angehoben.

– KfW-Effizienzhaus 70: Erhöhung des Tilgungszuschusses von 10,0 % auf 12,5 % des Zusagebetrages, maximal 9.375 Euro pro Wohneinheit
– KfW-Effizienzhaus 55: Erhöhung des Tilgungszuschusses von 12,5 % auf 17,5 % des Zusagebetrages, maximal 13.125 Euro pro Wohneinheit.

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