Heizsysteme von morgen – Erdwärme & Solarthermie

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    Foto: René Traut

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    Foto: René Traut

Die Zukunft der Heizung liegt in der Kraft der Natur. Hier ein Beispiel, in dem ein Heizkessel nicht mehr vorkommt.

Auch in diesem Einfamilienhaus sucht man den Heizkessel vergebens. Erd- und Sonnenenergie werden von einer Hocheffizienzwärmepumpe verstärkt und sorgen rund ums Jahr für Wärme. Zwei mit Kältmittel gefüllte Erdsonden in 75 Meter tiefen Bohrlöchern liefern die Heizenergie. Dort unten ist die Temperatur mit etwa 13 Grad verlässlich konstant. Sie wird vom sehr leicht verdampfenden Kältemittel mit Hilfe der Wärmepumpe zu Hitze, die das Wasser für die Fußbodenheizung in einem Pufferspeicher erwärmt. Um das Trinkwasser kümmern sich die beiden Sonnenkollektoren auf dem Dach. Auch sie arbeiten so effizient, dass sie selbst im Winter kaum der Unterstützung des elektrischen Heizstabs im Brauchwasserspeicher bedürfen. Auch in diesem Beispiel ist das Ergebnis also weitgehende Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen. Kann man natürliche Energiequellen so effektiv nutzen wie mit dem Duo aus Erdwärmepumpe und Solarthermieanlage, reicht eine Haushülle im KfW-70-Standard. Die sichert im Übrigen auch den Genuss der entsprechenden Fördermittel.

Zahlen & Daten

Wohnfläche: 206 m²
energetischer Standard: KfW 70 (Primärenergiebedarf 32,5 kWh/m2a)
Solarthermie: 2 Flachkollektoren mit Aluminium-Kupfer-Vollflächenabsorber, 5,1 m²
Heizsystem/Warmwasser: zwei Erdsonden (75 m tief), Erdwärmepumpe, Solarthermie, Pufferspeicher, Fußbodenheizung
Wärmepumpe: Heizleistung 7,6 kW, Jahresarbeitszahl 4,7
thermische Speicher: Brauchwasser 470 l, Puffer 200 l
Fußbodenheizung: 35° Vorlauftemperatur
Anbieter:
Junkers Deutschland/Bosch Thermotechnik GmbH, Info-Dienst
E-Mail junkers.infodienst@de.bosch.com


Mehr Informationen finden Sie ab Seite 36 im Magazin holz-& ökohäuser 2014/2015

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