Die Stadtvilla Madrid von Fingerhut Haus steht für modernes, energieeffizientes Bauen mit klarer Formensprache und großzügigem Außenbereich. (Foto: Fingerhut Haus)
Die Förderung für den Hausbau bietet Bauherren und Käufern verschiedene Möglichkeiten – entscheidend ist, früh die passende Lösung zu finden.
Förderung für den Hausbau: Diese KfW-Programme sind aktuell entscheidend
Wer heute ein Haus bauen oder kaufen möchte, kann auf eine Reihe staatlicher Förderprogramme zurückgreifen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Angebote der KfW, die vor allem energieeffiziente Neubauten und den Erwerb von Wohneigentum unterstützen.
Entscheidend ist, frühzeitig zu prüfen, welches Programm zum eigenen Vorhaben passt. Denn die Förderbedingungen unterscheiden sich je nach Zielgruppe, Effizienzstandard und Nutzung deutlich. Auch der Zeitpunkt spielt eine wichtige Rolle, da viele Programme vor Vertragsabschluss beantragt werden müssen.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten KfW-Förderungen für den Hausbau und den Immobilienerwerb sowie die jeweiligen Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten.
Wichtig zu Wissen
Die meisten Förderprogramme sind zinsverbilligte Kredite und keine direkten Zuschüsse. Zudem sind viele Angebote befristet oder an verfügbare Haushaltsmittel gebunden. Häufig entscheidet der Zeitpunkt der Antragstellung darüber, ob eine Förderung bewilligt wird.
- Tipp: Prüfen Sie die Fördermöglichkeiten unbedingt vor Vertragsabschluss und lassen Sie Ihr Bauvorhaben frühzeitig auf Förderfähigkeit bewerten.
KfW 300 – Wohneigentum für Familien

Für wen? Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren, die selbst in die Immobilie einziehen und noch keine weitere Wohnimmobilie in Deutschland besitzen. Das zu versteuernde Jahreseinkommen ist begrenzt und liegt bei maximal 90.000 Euro bei einem Kind, zuzüglich 10.000 Euro für jedes weitere Kind.
Wichtigste Kriterien: Gefördert werden klimafreundliche Neubauten. Je nach Förderstufe kann zusätzlich das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) erforderlich sein. Maßgeblich sind dabei der energetische Standard und die Einhaltung definierter Nachhaltigkeitskriterien.
Wie wird gefördert? Die Förderung erfolgt über einen zinsverbilligten Kredit. Die Konditionen richten sich unter anderem nach der Anzahl der Kinder sowie den individuellen Voraussetzungen der Antragsteller.
Fördertopf: Je nach Förderstufe und Kinderzahl sind Kredite zwischen 170.000 und 270.000 Euro möglich. Für das Programm stehen jährlich begrenzte Mittel zur Verfügung.
Förderung für den Hausbau: KfW 297/298 – Klimafreundlicher Neubau
Für wen? Privatpersonen sowie Investoren, die ein klimafreundliches Wohngebäude neu bauen oder eine entsprechende Immobilie erwerben möchten.
Wichtigste Kriterien: Voraussetzung ist ein klimafreundlicher Baustandard. Je nach Förderstufe müssen bestimmte Effizienzanforderungen erfüllt werden, teilweise auch in Kombination mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Entscheidend sind unter anderem die Energieeffizienz und die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.
Wie wird gefördert? Die Förderung erfolgt über einen zinsverbilligten Kredit mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die genaue Höhe richtet sich nach dem erreichten Effizienz- und Nachhaltigkeitsstandard.
Fördertopf: Je nach Förderstufe sind Kredite von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit möglich. Für das Programm sind insgesamt Fördermittel im Milliardenbereich vorgesehen.
KfW 296 – Neubau im Niedrigpreissegment
Für wen? Privatpersonen und Investoren, die ein neues Wohngebäude im unteren Preissegment bauen oder erwerben möchten. Ziel ist es, bezahlbaren und flächeneffizienten Wohnraum zu schaffen.
Wichtigste Kriterien: Voraussetzung ist ein energieeffizienter Baustandard mit mindestens Effizienzhaus 55. Zusätzlich gelten Anforderungen an die Treibhausgasemissionen im gesamten Lebenszyklus des Gebäudes sowie an Flächen- und Kostenobergrenzen. Fossile Brennstoffe sind nicht zulässig.
Wie wird gefördert? Die Förderung erfolgt über einen zinsverbilligten Kredit, der für Neubau oder Ersterwerb genutzt werden kann. Eine Kombination mit bestimmten anderen KfW-Programmen ist nicht möglich.
Fördertopf: Kredite von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit sind möglich. Die Fördermittel sind begrenzt und abhängig von den verfügbaren Haushaltsmitteln.
KfW 308 – Jung kauft Alt
Für wen? Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren, die eine Bestandsimmobilie erwerben und selbst nutzen möchten. Auch hier gelten Einkommensgrenzen ähnlich wie bei der Neubauförderung.
Wichtigste Kriterien: Voraussetzung ist der Kauf einer Bestandsimmobilie mit niedriger Energieeffizienz (z. B. Klasse F, G oder H). Anschließend muss die Immobilie innerhalb eines festgelegten Zeitraums energetisch saniert werden, mindestens auf einen Effizienzhausstandard.
Wie wird gefördert? Die Förderung erfolgt über einen zinsverbilligten Kredit, der den Kauf und die anschließende Sanierung unterstützt. Die Konditionen hängen von Einkommen und Kinderzahl ab.
Fördertopf: Kredite zwischen 100.000 und 150.000 Euro sind möglich. Die Fördermittel sind begrenzt und werden nach Antragstellung vergeben.
KfW-Wohneigentumsprogramm (124) – Der Basisbaustein
Für wen? Privatpersonen, die ein Haus bauen oder eine Immobilie kaufen möchten – unabhängig von besonderen Anforderungen an Klimastandards oder Nachhaltigkeit.
Wichtigste Kriterien: Das Programm dient als Basisförderung für den Erwerb von Wohneigentum und kann in vielen Fällen mit anderen KfW-Förderungen kombiniert werden, sofern die jeweiligen Bedingungen erfüllt sind.
Wie wird gefördert? Die Förderung erfolgt über einen zinsverbilligten Kredit, der flexibel für Neubau oder Kauf eingesetzt werden kann. Die Konditionen richten sich nach den aktuellen Zinssätzen der KfW.
Fördertopf: Kredite von bis zu 100.000 Euro sind möglich. Eine feste Budgetgrenze wird nicht öffentlich ausgewiesen, die Konditionen werden laufend angepasst.
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