2017 vom Zinstief maximal profitieren

Auch zu Beginn des Jahres 2017 verharren die Zinsen auf historisch niedrigem Niveau – so ergibt sich für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung ein Zinssatz von unter 1,5 Prozent. Doch erste Anzeichen 
deuten auf Wandel. Die US-Notenbank FED hatte bereits im Dezember 2016 den Leitzins um 0,25 Prozent erhöht und für 2017 weitere Erhöhungen angekündigt. Experten erwarten für 2017 eine Zinswende und allmählich steigende Kredit-Kosten. Die Europäische Zentralbank EZB setzt zwar weiter auf niedrige Zinsen, um die Konjunktur anzukurbeln. Laut dem vom privaten Baufinanzierungsvermittler Interhyp veröffentlichten Trendbarometer wird das Zinsniveau im Spannungsfeld dieser konträr verlaufenden Geldpolitik der Dollar- und Euro-Zone in Bewegung geraten – Tendenz steigend.
Für Ihren Kredit sollten Sie den noch niedrigen Zins so gut es geht nutzen, und einen möglichst großen Teil der Kreditsumme zu den aktuellen Konditionen tilgen. Klingt erstmal unlogisch, ist aber die beste Strategie, um Ihre Darlehenskosten zu senken. Denn so ersparen Sie sich erstens nicht nur ein böses Erwachen nach Ablauf der Zinsbindung. Dann nämlich, wenn sie die Restschuld zu neuen Zinskonditionen abbezahlen müssen. Und wer weiß, auf welchem Niveau die Zinsen in sechs, acht oder zehn Jahren stehen? Sie sparen zweitens auch langfristig eine Menge Geld. Zwar beschert Ihnen ein niedriger Tilgungssatz von ein bis zwei Prozent eine moderatere Monats-
rate, die kostet Sie unterm Strich aber mehr als bei einem höheren Tilgungssatz, da Sie insgesamt viele Monate länger zahlen und so auch eine höhere absolute Zinssumme aufbringen müssen. Dass Sie bei niedrigem Tilgungssatz trotz marginal niedrigerem Zinssatz im Endeffekt sehr viel höhere Zinskosten haben, liegt an der Funktionsweise des Annuitätendarlehens: Sie zahlen den Zinsprozentsatz nämlich monatlich auf die Restschuld nach Abzug der jeweiligen Monatsrate. Je größer Ihre monatliche Tilgung, desto kleiner wird Monat für Monat Ihre Restschuld und damit die Zinssumme. Immer vorausgesetzt, Sie können sich eine höhere Monatsrate leisten, zahlt sich dies am Ende also doppelt aus: Sie zahlen jeden Monat einen höheren Anteil Ihrer Schuld zurück und senken so die Zinskosten. Gleichzeitig senken Sie auch die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung und damit Ihr Zinsrisiko. Diese geringere Restschuld zu neuen Konditionen mit vermutlich höheren Zinsen zu begleichen, kommt Sie dann nicht ganz so teuer. Unterm Strich zahlen Sie mit dieser Strategie also mit Sicherheit am wenigsten für Ihr Geld.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe März/April von "mein schönes zuhause°°°"
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