Wie man sich bettet, so liegt man – Tipps für die Matratzenwahl

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Wer kennt diese Situation nicht ...

... man fährt in die wohlverdienten Ferien, das Hotel ist toll und luxuriös, dennoch ist die Urlaubsfreude getrübt, weil die Matratze des Betts zu hart, zu weich oder aus einem anderen Grund unbequem ist. Man steht wie gerädert in der Früh auf, Rücken und Nacken sind unangenehm verspannt. Leider haben manche auch zu Hause nicht die richtige Matratze, weil sie nicht wissen, worauf sie beim Kauf eigentlich achten müssen. Um wirklich bequem schlafen zu können, muss zunächst einmal die Matratzenlänge passen. Große Personen werden sich in einem Bett, das nur 190 Zentimeter lang ist, nie richtig wohl fühlen. Die Länge des Bettes sollte nämlich die Körpergröße um mindestens 20 Zentimeter überragen. Schlafen zwei Personen im selben Bett, ist auf eine Breite von mindestens 160 Zentimetern zu achten. Bei Einzelbetten wählt man am besten Modelle mit einer Breite von 90 oder 100 Zentimetern.


Wonach richtet sich der passende Härtegrad?

Welcher Härtegrad von Matratzen am besten auf die individuellen Bedürfnisse passt, lässt sich nicht so leicht beurteilen. Leider gibt es nämlich kein einheitliches System der Klassifizierung. Jeder Hersteller verwendet andere Größen, somit kann man Modelle von unterschiedlichen Matratzenerzeugern nur schwer miteinander vergleichen. Einige Anhaltspunkte sind jedoch für alle Matratzen gleich. Wichtig für die Auswahl sind zum Beispiel das Körpergewicht und die Größe der Person. Schwere Menschen empfinden vergleichsweise harte Matratzen als soft, weil sie mit ihrem Gewicht das Material mehr eindrücken als jemand, der nur 55 Kilogramm auf die Waage bringt. Ob man sich auf einer Matratze wohl fühlt, hängt unter anderem auch davon ab, welche Position man beim Schlafen bevorzugt. Schließlich ist die Matratze dazu da, den Körper beim Schlafen ideal zu unterstützen. Wer gerne auf der Seite schläft, braucht ein besonders flexibles Modell. Dabei muss die Matratze an der Hüfte einsinken können, während die Taille Stützung benötigt. Weniger elastische Modelle eigenen sich gut für Personen, die am besten auf dem Rücken zur Ruhe kommen. Für diesen Personenkreis hat die Unterstützung der Wirbelsäule oberste Priorität. Bauchschläfer sollten keine zu weiche Unterlage auswählen. Gibt die Matratze am Bauch zu sehr nach, schläft man in Hohlkreuzlage – in diesem Fall sind Rückenprobleme am Morgen vorprogrammiert. Für ältere Menschen sind in der Regel weichere Matratzen die bessere Wahl.


Unterschiede beim Material

Genauso wichtig wie der Härtegrad ist das Material der Matratze. Die beliebtesten Matratzenarten werden aus Latex, Kaltschaum oder Federkern hergestellt. Federkernmatratzen punkten mit guten Klimaeigenschaften. Das bedeutet, dass Feuchtigkeit und Wärme während des Schlafs rasch abgeleitet werden. Menschen, die viel schwitzen, profitieren von dieser Eigenschaft. Matratzen aus diesem Material passen sich der Körperform gut an. Modelle aus Kaltschaum speichern Wärme und sind daher für kälteempfindliche Menschen eine gute Wahl. Eine wichtige Kennzahl bei Kaltschaummatratzen ist das Raumgewicht. Für komfortables Liegen sollte das Raumgewicht mindestens bei 40 Kilogramm pro Kubikmeter liegen. Latexmatratzen schmiegen sich an den Körper an. Ein Minuspunkt dieser Modelle ist eindeutig das hohe Gewicht. Plant man, die Matratze öfter zu wenden oder zu transportieren, kann dieses Kriterium ausschlaggebend für die Wahl eines anderen Modells sein. Allergiker sollten zusätzlich zu einer passenden Matratze entsprechende Schonbezüge kaufen, die das Eindringen von Hausstaubmilben verhindern. Diese Bezüge lassen sich bei heißen Temperaturen waschen. Für den Matratzenkauf nimmt man sich am besten einen Nachmittag Zeit. Ob man sich auf einem Modell wohl fühlt oder nicht, kann schwer anhand von Bildern oder Produktbeschreibungen entschieden werden. Am besten sucht man ein großes Möbelhaus oder ein Spezialgeschäft für Matratzen aus und nutzt die Gelegenheit, verschiedene Modelle auszuprobieren. Um lange Freude an der Matratze zu haben, sollte man auf ausreichende Pflege achten. Die Haltbarkeit kann deutlich erhöht werden, wenn man die Schlafunterlage regelmäßig wendet. Es macht durchaus Sinn, die Matratze von Zeit zu Zeit gründlich durchzulüften. Immerhin verliert man während der Nacht bis zu 1,5 Liter Schweiß - frische Luft und Sonnenschein hilft beim völligen Trocknen. Nach Möglichkeit sollte man den Bezug in regelmäßigen Abständen waschen. Bei guter Pflege kann man hochwertige Matratzen etwa zehn Jahre verwenden, vorausgesetzt natürlich, dass man sich darauf noch richtig wohl fühlt.


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