Evita Peron - Vom Spatz zum Kondor
Evita, vergöttert im Leben, vergöttert im Tod. Eine Verführerin und eine mit klarer, rascher Logik begabte...

Küche ist wichtig. Für den Schauspieler bedeutet sie Leben, Kommunikation, Wohlfühlen. „Das war nicht immer so“, erzählt Ralph Herforth. „Früher habe ich gar nicht gekocht, sondern nur Fertigsachen in mich hineingestopft. Erst mit 30 ahnte ich, was mir da entgeht.“ Seitdem seine Söhne Malik (13) und Marlon (7) auf der Welt sind, gilt das erst recht: Was auf Vaters Tisch steht, ist frisch, gesund, mit Lust gesotten und gebacken. Und schmeckt.
Wie seine neue Küche aussehen soll, weiß Ralph Herforth erst mal nur ungefähr: Funktional, mit vielen Schubladen, in denen man Teller, Tassen, Zucker und Mehl, Messer und Gabel übersichtlich unterbringen kann. Solide Verarbeitung. Keine Plastikscharniere. Die Front vielleicht aus schönem Holz, das zum dunklen Parkett der Wohnung passt. Im Design eher minimalistisch. Die Küche geht unmittelbar ins Wohnzimmer über, „damit ich mich beim Kochen nicht weggesperrt fühle, sondern beim Schnippeln und Schälen mit meinen Söhnen oder mit Freunden reden kann“. Absolutes Muss: ein modernes Induktions-Kochfeld. Und ein Backofen in Augenhöhe.
Auf der Suche nach dem ultimativen Küchen-Kick lässt er sich Raumkonzepte entwerfen, Küchenfronten zeigen, Backöfen und Geschirrspüler vorführen, aber nirgendwo springt der Funke über. Bis er eines Abends auf dem Weg in seine alte Wohnung zufällig am Küchenhaus Berlin vorbeikommt und sich dort auf der Stelle in eine Küche (von LEICHT) mit Fronten aus dunkel furnierter Eiche verliebt. Die will er haben.
Jens Cygon, einer der Profis des Verbundes mittelständischer Küchenspezialisten DER KREIS, führt den Schauspieler durch die Küchenshow. Hier findet sich, was das Herz jedes Liebhabers eigener Kochgenüsse höher schlagen lässt: die Trendküchen mit den neuen Fronten und Arbeitsflächen in unzähligen Mustern, Farben und Oberflächen, die aktuellen Topten der Herde, Kühlschränke, Geschirrspüler, Design-Spülen und dazu die passenden Armaturen und Griffe.
Die beiden Herren verabreden sich für den nächsten Tag in Ralph Herforths Wohnung. Während sich der Küchen- und Elektrogerätespezialist Cygon ans exakte Vermessen des Raumes macht, denkt er mit dem Schauspieler über die möglichen Varianten einer Untergliederung in einen Spül-, Vorbereitungs- und Kochbereich nach. Ein nobles Ambiente wäre hier perfekt umsetzbar: Jens Cygon findet die Entscheidung des Hausherrn – dunkle Eiche als Frontdekor – eine ausgeprochen gute Wahl. Ralph Herforth ist für klare Linien – ohne aufgesetzte Bügel- oder Knopf- oder Muschelgriffe. So rückt die elegante Schönheit der Oberflächen in den Vordergrund.
Vom Wohnzimmer aus fällt der Blick als Erstes auf die Mittelhochschränke mit dem Kühl-und Gefrierschrank und dem Backofen – wie gewünscht nun in Augenhöhe. Absoluter Eyecatcher allerdings ist die Mittelinsel. Links daneben wurde der Spülbereich platziert: mit dem Geschirrspüler, mit eleganter Abtropffläche und einer Spüle (von Blanco), unter der sich das Müll-Trenn-System befindet. Rechts sind im komplett ausklappbaren Unterschrank, der so genannten „Magic-Corner“, sämtliche Töpfe und Pfannen untergebracht. Daneben das Induktionskochfeld und die Kochstelle für den Wok. Über den Herdflächen sorgt eine schräge Dunstabzugshaube aus massivem Edelstahl für Kopffreiheit, frische Luft und schönes Licht.
Die sechs Zentimeter starken Arbeitsflächen in Betonsteinoptik (von Lechner) passen mit ihrer Kantenverkleidung aus massivem Aluminium perfekt zu den Rückwänden über der Spüle und den Kochfeldern. Eine alltagstaugliche und strapazierfähige Lösung:?Diese Arbeitsplatten sind sowohl schnittfest als auch hitzebeständig. Die Türen der Oberschränke haben schlaue Beschläge: Selbst wenn sie in der Hitze eiligen Kochens mal heftiger zugeschlagen werden sollten, schließen sie durch ihr raffiniertes Dämpfungssystem doch nur mit einem zarten Seufzer. Noch so eine Raffinesse: Die Leuchten an der Unterseite der Oberschränke haben berührungslose Schalter! Man muss nur mit der Hand kurz den Raum unter der Schrankkante streifen – schon geht das Licht über der Arbeitsfläche an oder aus. In dem oberen Küchenschrank rechts an der Fensterfront hat sich Ralph Herforth sozusagen als High-Tech-Sahnehäubchen noch einen Sharp „Aquos“ LCD-Farbfernseher einbauen lassen. Mit „HD Ready“-Standard: High Definition, dem Fernsehen der Zukunft. Mit verbesserter Farbbrillanz und Schärfe vom Feinsten.
Keine leichte Kost
Ralph Herforth ist seit 25 Jahren Schauspieler – ein vielseitiger, der seine Rollen aufregend gut spielt. Nach seiner Ausbildung im weltberühmten Wiener Max-Reinhardt-Seminar (1979 bis 1982) beeindruckt er in Berlin, Düsseldorf, Heilbronn, Wien als Othello in Shakespears „Macbeth“, als Tybalt in „Romeo und Julia“ oder als Pozzo in Becketts „Warten auf Godot“.
1992 gibt er in Lars Beckers „Schattenboxer“ sein Kinodebüt und gehört seitdem zu den meistbeschäftigten deutschen Darstellern. Regisseure wie Fatih Akin, Roland Suso Richter und Friedemann Fromm holen ihn vor die Kamera, Filme wie „Kanak Attack“, „Der Eisbär“ oder „Knockin on Heavens Door“ bleiben in Erinnerung.
Aus dem Fernsehen ist Ralph Herforth nicht mehr wegzudenken. In jüngerer Zeit sah man ihn in „Der Auftrag – Mordfall in der Heimat", „Agnes und seine Brüder" und „Das Blut der Templer".
Die Hauptrolle in einer Serie spielte er seit Oktober auf SAT.1: den Macho, Womanizer und knallharten Geschäftsmann Finn in „Bis in die Spitzen“. Bereits nach den ersten Folgen jubelten die Kritiker: Das Beste, was an deutscher Serienproduktion in letzter Zeit auf den Bildschirm gekommen ist. Im Zentrum der Geschichte stand Niki, seit zehn Jahren mit ihrem Mann Philipp Betreiberin des hippen Berliner Friseursalons „Henschel & Fromm“. Dass ihr Leben hinter dieser Fassade nicht ganz so glänzte wie das Haar ihrer Kundinnen, versteht sich von selbst. Mit siebzehn war Niki schwanger, hatte das Kind aber zur Adoption freigegeben, weil ihre Jugendliebe Finn sie sitzen ließ. Doch dann tauchte der nach vielen Jahren als Eroberer, als Eindringling wieder auf, seine Frau Mia eröffnete gegenüber von „Henschel & Fromm" einen eigenen Salon – echtes „Gefühlskino“ durfte seinen Lauf nehmen.
Die Figuren waren keine leichte Kost. Sie entwickelten sich. Wer Ralph Herforth beispielsweise am Anfang in die Schublade „der Böse“ stopfte, musste ihn da am Ende wieder herausholen.