Schrank restaurieren: Neues Leben in alte Möbelstücke einhauchen

Foto: holz-direkt24.com

Einen günstigen Schrank zu finden, der gleichzeitig von hoher Qualität ist, ist schwer. Wer beim Kauf am falschen Ende spart, muss damit rechnen, dass das Möbelstück kompliziert im Aufbau ist, auf wackeligen Füßen steht oder nach dem nächsten Umzug nicht mehr zu gebrauchen ist.

Sinnvoller kann es daher sein, einen gebrauchten Schrank aus Massivholz zu erstehen und ihn in Eigenregie zu restaurieren. So lassen sich echte Schmuckstücke gestalten, an denen die Besitzer noch viele Jahre ihre Freude haben.


In wenigen Schritten den Schrank restaurieren

Mit der richtigen Vorbereitung und dem passenden Werkzeug ist es nicht schwer, einen alten Schrank zu restaurieren. Lediglich ausreichend Zeit ist dafür einzuplanen.

1. Bevor die Restaurationsarbeiten beginnen, ist der Schrank in seine Einzelteile zu zerlegen. Dadurch lassen sich vor allem die Ränder, Ecken und Kanten später leichter streichen und es bleiben keine unbehandelten Stellen zurück.

2. Danach ist der Schrank von Staub und Schmutz zu befreien. Mit einer Bürste und einem feuchtem Schwamm lassen sich die störenden Verunreinigungen entfernen.

3. Mit einem groben Schleifpapier den alten Anstrich des Schrankes nun anzurauen. Das ist notwendig, damit ein neuer Anstrich besser haftet. Ein Schleifpapier mit der Körnung 180 ist hierfür gut geeignet.

4. Fällt bei diesem Vorgang auf, dass die Holzoberfläche Risse hat, kommt nun ein Holzreparaturspachtel zum Einsatz, mit dem sich Unebenheiten ausgleichen lassen.

5. Während die Seitenteile und die Wand vor allem für Stabilität sorgen und Schönheitsfehler hier eine untergeordnete Rolle spielen, fallen die Blicke in erster Linie auf die Türen. Lassen sich eventuelle Fehler nicht mit Schleifpapier und Reparaturspachtel entfernen, ist es ratsam, eine neue Tür in Betracht zu ziehen. Eine bereits lackierte Lamellentür aus Massivholz lässt sich beispielsweise sehr gut in einem Kleider- oder Garderobenschrank einsetzen.

6. Sind alle Fehler beseitig und die Oberfläche angeraut, kommt Farbe ins Spiel. Mit einem weichen Pinsel die Farbe auftragen und sorgfältig trocknen lassen.

7. Ist Farbe getrocknet, kommt im nächsten Schritt feines Schleifpapier zum Einsatz (mindestens Körnung 210). Die Farbe ist damit leicht anzurauen.

8. Mit dem zweiten Anstrich erhält der Schrank sein endgültiges Aussehen. Durch die zwei Schichten lässt sich eines deckendes und ebenmäßiges Resultat erreichen.

Wer seinem Schrank einen Vintage-Look verpassen möchte, streicht auf die erste Farbschicht speziellen Reißlack auf und lässt ihn gut trocknen. Wird danach eine weitere Schicht Acrylfarbe aufgetragen, bilden sich auf der Oberfläche Risse und es entsteht der Eindruck, dass die Farbe abblättert. Eine besondere Optik lässt sich hierbei erreichen, wenn der Kontrast zwischen den beiden Farbschichten groß ist.


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