Schimmel im Haus

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Schimmel im Haus – ein inzwischen weithin bekanntes Problem, das nicht nur Bewohner in Alt- sondern auch in Neubauten gefährdet.

Neben gesundheitlichen stehen hier auch Risiken für Sach- und Geldwerte an. Selbst das Umweltbundesamt warnt vor den möglichen Gefahren, die durch Schimmelpilze drohen. Dies seien vor allem Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen wie Schnupfen, Niesen, gerötete Augen und Hautausschlag. Weit häufiger seien jedoch noch unspezifischere Symptome, wie Bindehaut-, Hals- und Nasenreizungen, Husten, Kopfweh, Abgeschlagenheit und Müdigkeit.


Was bei einem akuten Befall tun?


Die korrekte Diagnose und Beseitigung eines Schimmelbefalls ist Sache für den Profi. Allzu oft werden die Problemherde nicht erkannt, denn oft genug liegt der Grund für den Befall im Verhalten des Bewohners.


Zudem können sich versteckte „Schimmelnester“ in Hohlräumen und nicht einzusehenden Ritzen verbergen, von denen aus sich der Schimmel immer wieder im ganzen Haus ausbreiten kann. Daher kann es schon bei einem scheinbar kleinen sichtbaren Befall lohnen, den Profi zu kontaktieren, hilfreiche Informationen lassen sich bei der Feuchteklinik einholen.


Wie dem Schimmel vorbeugen?


Einige simple Richtlinien können helfen, einen Befall langfristig zu vermeiden. Ein Großteil der Befälle mit Schimmel im Wohnbau ist tatsächlich durch den Nutzer verschuldet und nicht in erster Linie auf Baumängel oder feuchte Keller zurückzuführen. Gerade im Neubau besteht ein besonderes Schimmelrisiko, da hier meist noch Restbaufeuchte in den Bauteilen enthalten ist, die stetig an die Luft abgegeben wird. In diesem Fall ist ein besonders ausgiebiges Lüften erforderlich, um die feuchte Luft und somit das Schimmelrisiko aus dem Raum zu entfernen. Bei einigen Raumnutzungen fällt mehr Feuchte an als bei anderen, zum Beispiel in der Küche oder im Badezimmer, so kann in besonders luftdicht ausgeführten Neubauten ein so intensives manuelles Lüften erforderlich sein, dass dies dem Mieter bzw. Käufer nicht mehr zuzumuten ist – was bereits gerichtlich bestätigt wurde. In diesen Fällen ist eine mechanische Lüftung notwendig. Dies kann über einfache Abluftventilatoren oder ein Zu- und Abluftsystem mit Wärmerückgewinnung erfolgen. Doch auch diese Anlagen bedeuten einen wiederkehrenden Wartungsaufwand, da sie sonst selbst zur Quelle für Keime und Sporen werden können. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Erwärmung nicht oder wenig beheizter Räume durch warme Luft aus anderen Räumen. Hier besteht die akute Gefahr, dass sich die warme, relativ feuchte Luft an den kalten Wänden abkühlt und Wasser ausfällt. Besonders im Schlafzimmer ist morgendliches Lüften wichtig, da Schlafende zusätzlich Wasserdampf abgeben.



Doch Vorsicht! Lüften ist nicht immer grundsätzlich „richtig“! So sollte im Sommer nur in den frühen Morgenstunden oder nachts gelüftet werden, da sonst tags warme, feuchte Luft eingetragen wird, die sich nachts abkühlt und entsprechend Wasser abgibt.