Rundum Genuss - Interview mit Küchenspezialist Hans-Joachim Adler

Na sicher werden die Kartoffeln auch auf einer gusseisernen Herd­platte gar. Aber viel lustvoller ist es, den Genuss an gutem Essen schon bei der Zubereitung auszukosten. 80 Prozent der täglichen Küchenarbeitszeit gehen für das Vorbereiten der Mahlzeiten drauf. Wenn Sie sich eines Tages mit Ihrem Partner streiten, wer jetzt kochen darf, kann das nur am guten Equipment liegen.

Wir sprachen mit Hans-Joachim Adler, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. V. (AMK) in Mannheim, über neuste Trends im Küchenbereich


Ist der Spaß am Kochen von der Technik abhängig?

Hans-Joachim Adler: Vielleicht nicht unbedingt, aber sinnvoll genutzte Technik erleichtert das Kochen und spart damit Zeit und Energie. Die Spitzenreiter beim Energieverbrauch in der Küche sind Kühl- und Gefriergeräte. Es lohnt sich also, beim Kauf von Elektrogeräten auf das Energieeffizienslabel zu achten. Darauf sind die Verbrauchswerte deutlich dargestellt. Auch beim Vergleich „alt gegen neu“ schneiden moderne Geräte sehr gut ab.


Sind hochgestellte Öfen oder Geschirr­spüler modische Einrichtungs­variante oder zu­kunfts­­weisender Trend?

Hans-Joachim Adler: Hoch eingebaute Back­­öfen und Geschirrspüler sind aus ergonomischer Sicht absolut sinnvoll und empfehlenswert. In einer Studie der Technischen Hochschule Darmstadt im Auftrag der AMK wurde festgestellt, dass bereits eine Rü­cken­­beugung von etwa 20 Grad aus der Senkrechten nach vorne zu Bandschei­ben­belastungen führt. Wo immer es möglich ist, sollte ein Einbau auf jeden Fall in bequemer Sicht- und Greifhöhe eingeplant werden.


Hochwertige Küchentechnik hat ihren Preis. Ist das gut ausgegebenes Geld? Wie lange hat man seine Freude daran bezüglich technischer Leistung und Design?

Hans-Joachim Adler: Eine Traumküche, gerechnet mit einem Kaufpreis von 15.000 Euro, hat als geplante Einbauküche eine Lebensdauer von ca. 15 Jahren. Wenn man jetzt den Kaufpreis eines Autos mit dessen Lebensdauer dagegenrechnet, beantwortet sich die Frage mit Blick auf das Preis-Leis­tungs-Verhältnis klar zugunsten der Küche. Übrigens zeigen Küchenfachhändler am 14. September, dem „Tag der Küche“, unter den Aspekten „mehr Komfort“, „mehr De­sign“, „mehr Funktion“ und „mehr Emotion“, was moderne Küchen heute bieten.



Die „Waterstation“ führt alle Einzelfunktionen beim Zubereiten von Speisen intelligent an einem Punkt zusammen. Um eine zentrale Wasserstelle konzentrieren sich frei drehbare Einzelfunktionen und optimieren dadurch alle weiteren Arbeitsschritte. Ihre geometrische Form gestattet es, die Flächen effizient zu nutzen. Der multifunktionale, ergonomische Arbeitsplatz ist außerdem faszinierender Blickfang (s. u.). Von eisfink® max maier


Die attraktive Multifunktionsspüle bietet ein geräumiges Zusatzbecken zum Waschen von Zutaten, eine umhängbare Multifunktions­schale für bequemes Abtropfen, voll verschiebbare zusätzliche Arbeitsflächen und ein Schneidbrett, das sich gleichzeitig zum Servieren eignet. Von BLANCO


Der Einbau-Dampfgarer in feinem Edel­stahl-Design steht für gesunde Koch­erlebnisse. Er arbeitet ohne Druck. Gemüse, Fisch, Fleisch oder Dessert werden ohne zusätzliches Fett durch gleichmäßige Bedampfung schonend gegart. Wenn gewollt, alles auch gleichzeitig, denn im 23-Liter-Garraum findet keine Geschmacksübertragung statt. Auf Wasseranschlüsse muss man keine Rücksicht nehmen: Dank des integrierten Wassertanks lässt sich der Dampfgarer überall platzieren.Von Bosch]


Wer sich nicht ein separates Gerät zulegen will, ist mit dieser Weltneuheit bestens bedient: dem „Mega System-Dampfgarer“, der in jeden Elektroherd oder -backofen des Anbieters passt. Der Dampfgarbehälter für bis zu acht Menüs – eine spezielle Auflaufpfanne mit gelochtem Gareinsatz und einhängbaren Garbehältern – wird mit einem Glasdeckel geschlossen und auf der untersten Ebene bei 150° C Unterhitze eingeschoben. Sanft zu-bereitet, ohne Zugabe von Fett, kommen Fisch oder Gemüse auf den Tisch. Ein raffinierter Beitrag zur modernen, leichten Küche. (Von Neff]


Köche schätzen das Gas als Nonplusultra dank seiner rasch zur Verfügung stehenden Hitze, benötigen aber auch das Glas­keramik­kochfeld für langsames Garen oder fürs Schmoren und wünschen sich den Kontaktgrill für die leichte mediterrane Küche oder saftige Steaks. Mit den „Domino-Einbaukochteilen“ kann man sich sein ganz individuelles Kochzentrum zusammmenstellen. Die nur 30 Zentimeter breiten Module gibt es für Strom, für Gas und für den Grill. Sie lassen sich an jeder beliebigen Stelle in die Arbeitsplatte integrieren, separat oder im Verbund. Von Seppelfricke


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