Kein Raum wie jeder andere: die neue Küche planen

Foto: Franz Gussek GmbH & Co. KG

Bei der Planung einer neuen Küche spielen viele Kriterien eine Rolle: die Art der Nutzung, die eigenen Vorlieben im Hinblick auf Materialien und Farben sowie die Menge an Geschirr und Geräten, die untergebracht werden muss.

In manchen Haushalten wird die Küche zum zentralen Ort im Haus. In einer Stadtwohnung wird sie dagegen häufig nur betreten, um ein Getränk aus dem Kühlschrank zu nehmen. Insofern ist die Küche in jedem Fall ein Raum im Haushalt, der in so gut wie jedem Fall einer individuellen Gestaltung bedarf.


Den richtigen Rahmen setzen


Bei der Planung einer neuen Küche kommt es zunächst darauf an, ob diese in ein fertiges Gebäude integriert werden soll oder auch der Küchenraum an sich geplant werden muss. In Single-Haushalten, in denen wenig gekocht wird, reicht hierfür meist ein kleiner Raum mit einer einfachen Küchenzeile. Soll in der Küche dagegen gemeinsam gearbeitet und gegessen werden, steigt entsprechend auch der Platzbedarf. Daher gilt es vor dem Einstieg in die eigentliche Planung einige Vorfragen hinsichtlich der Nutzung der Küche zu beantworten:


  • Soll in der Küche nur gekocht oder auch Wäsche gewaschen werden?
  • Soll die Küche über eine eigene Essecke verfügen oder wird ohnehin im benachbarten Wohnzimmer gegessen?
  • Sollte die räumliche Trennung von Wohnzimmer und Küche beibehalten oder diese durch Herausnahme einer Wand in den Wohnbereich integriert werden?

Die Küche ausstatten und ausgestalten


Sind diese Grundfragen geklärt, geht es an die eigentliche Einrichtung der Küche. Diese benötigt in der Regel in jedem Fall


  • einen Herd
  • einen Backofen
  • eine Geschirrspülmaschine
  • eine Spüle
  • eine große Arbeitsfläche
  • verschiedene Abfalleimer

Neben technischen Fragen wie der Entscheidung, ob der Herd mit Gas oder Strom betrieben werden soll bzw. in welcher Höhe der Backofen installiert werden soll, geht es in dieser Phase vor allem um das Material, aus welchem die Küche gefertigt sein soll. In der Regel werden hierfür mitteldichte Faserplatten (MDF) verwendet, welche mit unterschiedlichen Oberflächen versehen werden. Neben Echtholz-Furnier, Folien und Lack und Acryl besteht auch die Möglichkeit einer Ausführung in Edelstahl oder mit Glasfronten. Bei Glas gilt es zu beachten, dass dieses für den Erhalt einer schönen Optik regelmäßig gereinigt werden muss. Edelstahl lässt sich einfacher reinigen, verkratzt dafür aber auch sehr viel schneller.


Wichtig ist zudem eine farbliche Harmonie zwischen Küchenfronten und Arbeitsflächen. Letztere lassen sich leicht mit dem Arbeitsplattenkonfigurator planen. Auch hier spielt das verwendete Material eine wichtige Rolle. Neben Vollholzplatten können diese auch in Naturstein gefertigt werden. Hinzu kommen als Werkstoffe Glas, Quarz sowie verschiedene Kunststoffe. Hierbei weist Holz naturgemäß eine höhere Anfälligkeit in Bezug auf Feuchtigkeitsschäden auf. In jedem Fall sollten die Arbeitsflächen möglichst großzügig gestaltet werden, um für gemeinsames Kochen ausreichend Platz zu bieten. Die letzte Entscheidung bei Material und Ausstattung sollte in jedem Fall die Person treffen, die im Haushalt am häufigsten kocht, denn sie verbringt dort auch die meiste Zeit.


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