Meret Becker: Auftritt der anderen Art.

„Suite E 211“ des kreativen Architekturbüros SHE­_arch

Die Schauspielerin und Sängerin Meret Becker führt in einer der schönsten Residenzen Hamburgs vor, wie sich auch vorstellen könnte zu wohnen.

Ihr Zuhause schottet sie vor neugierigen öffentlichen Blicken ab. Aber zu verraten, in welchen Räumen sie sich wohl fühlt, welche Möbel sie mag, auf welchen Trödel sie nicht verzichtet, dazu war Meret Becker bereit. Gute Gelegenheit, dies am „lebenden Objekt“ vorzuführen, bot sich in Hamburgs Elb­chaussee 211. Eine der prächtigeren Adressen. Direkt neben Schrö­ders Elbpark hat das Lübecker Bau­unternehmen Schütt + Sohn ein exklusives Villen-Ensemble errichtet. Mit unverbaubarem Blick zum Wasser und auf die historischen Ausläufer des Hamburger Hafens.


Für ihren Auftritt „So könnte ich wohnen“ hat sich die junge Schauspielerin und Musikerin eine 150 Quadratmeter große Vierzimmer-Luxussuite in der Villa ausgesucht. Das architektonische Konzept der „Suite E 211“ stammt von SHE­_arch, deren Entwürfe von einer Vorliebe für Überraschungen und Irritationen geprägt sind. So macht man sich einen Namen als aufregendes, kreatives Architekturbüro.


Gemeinsam mit SHE­_arch entwickelte Meret Becker die Wohnungseinrichtung. Klassische Materialien wie breite Nussbaumdielen, durchgefärbtes französisches Steinzeug, hochfloriger Tep­pich­­boden werden kontrastiert von modernen Elementen: Etwa einer italienischen Glasbadewanne, Hänge­schränken mit Alu-Lamellen in der Küche, einem Edel­stahl-Kamin, dänischem Design oder der eigens von SHE­_arch entworfenen Möbelserie „E 211“: Bett, Tisch und Daybed, ein multifunktionales Möbel, das als Tisch und Liege­fläche genutzt werden kann. Das Daybed hat es Meret Becker angetan: „Es ist super praktisch. Man kann sich auf den Kissen lümmeln oder sich vorn dransetzen und es als Tisch benutzen.“


Ihre persönlichen Dinge hat sie in der ganzen Woh­nung „verstreut“. In der Bibliothek ein paar ihrer Lieblingsbücher, Lewis Carolls „Alice im Wunderland“ und Boris Vians „Der Schaum der Tage“ beispielsweise und Filme wie „Außer Atem“ von Luc Godard oder „Buffalo 66“ von Vincent Gallo. „Ich bin sehr detailliebend und mag alten Trödelkram. Ich sammle Spieluhren und Vogelstimmen, die habe ich in der Bibliothek aufgestellt.“


Mit den Objekten und Lampen ihres Künstlerfreundes Moritz Wolpert stattete sie – wie auch bei sich zu Hause in der Ber­liner Fabriketage – das Wohnzimmer aus. Ungewöhnlich ist der „Philo­sophier­tisch“: Unter einer drehbaren Schei­be be­finden sich Felder mit Themen, die zum Dis­kutieren einladen. Je nachdem, auf welches Feld die Scheibe gerade zeigt, gibt es interessante Gespräche über Literatur, Mu­sik, Po­litik oder Philosophie.


„Mir macht es Spaß zu gestalten“, bekennt Meret Becker. „Die räumliche Umgebung ist mir sehr wichtig. Damit ich mich auch in Hotel­zimmern ein bisschen heimisch fühle, nehme ich auf Reisen immer ein paar persönliche Gegenstände mit.“ Um der Suite noch mehr Großzügigkeit zu verleihen, wurden von SHE­_arch Durch­brü­che zwischen den Räumen geschaffen. Die große Spiegelwand im Wohnzimmer suggeriert, architektonisch raffiniert, räumliche Weite. Im Bad werfen vereinzelte Spiegel­flächen auf dem Fuß­bo­den feine Licht­spiele an die Decke.


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Bildquelle: Wikipedia

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