Megatrend Offene Küche

ELANO von Intuo

Kochen ist zur Freizeitbeschäftigung geworden und die Küche zum kommunikativen Zentrum des Familienlebens. Ihre neue Offenheit stellt allerdings Anforderungen an Planung und Technik.

Kochen wird immer beliebter, die Küche zum neuen Statussymbol. Das, was wir bisher damit assoziiert haben, gibt es kaum noch. Die Küche ist ins Wohnen hineingewachsen, hat sich des Esszimmers bemächtigt und das alte Repräsentationswohnzimmer abgedrängt, das jetzt meist als Fernsehecke sein neues Dasein fristet. Küchenmöbel und -technik haben heute einen Grad an Perfektion erreicht, für die unser Land inzwischen fast so berühmt ist wie seine Automobiltechnik vor dem Abgasskandal. Robuste Kunststoffoberflächen waren im Wohnzimmer bislang eher tabu, edles Holzfurnier oder empfindlicher Lack hingegen in der Küche. Um pflegeleichte Wohnlichkeit zu schaffen, wurden ganz neue Materialien für die Küchenfronten entdeckt: Glas, satiniert oder glänzend, von hinten lackiert, sorgt für elegante Furore. Keramik, wohnlich wie Holz, aber strapazierfähig wie ein Labortisch, macht die Küchenfront salonfähig. Beton, der sich bisher nur auf loftige Arbeitsflächen traute, hüllt nun – in vielen Arbeitsgängen aufwendig in Handarbeit aufgetragen – auch Küchenschränke in urbanen Schick. Selbst Metall wird zur kostbaren Manufaktur-Küchenschrankoberfläche verarbeitet. Holz, das früher überwiegend in der Landhausküche rustikalen Charme verbreiten durfte, läuft zu moderner Form auf und wird gern kontrastiert oder kombiniert mit feinen Lackflächen. Für robuste Küchen massiv, für Küchen mit weniger intensiver Arbeitsbelastung als Furnieroberfläche. Damit mausert sich Holz in der offenen Küche zum wohnlichen Stilkatalysator zwischen rustikaler Gemütlichkeit und urban-coolem Design. Auch die weiße Küche, der Allzeit-Klassiker, wird selbst in trendiger Grifflosigkeit mit Holz kombiniert wohnlich. Die Küchentechnik läßt sich für Wohnpuristen dabei vollständig verstecken. Nicht nur Kühlschränke oder Geschirrspüler, sondern auch Backofen, Dampfgarer oder Mikrowelle verschwinden hinter Schranktüren. Bei deren Schließen wird selbstverständlich die Stromzufuhr unterbrochen. Und auch die fürs offene Kochen obligatorische leistungsfähige Dunstesse über dem Kochfeld lässt sich ersetzen durch einen Lüfterbaustein unter der Decke oder einen Muldenabzug, der Dampf und Dünste nach unten absaugt. Dessen Ansaugöffnungen sind in der Arbeitsfläche neben dem Kochfeld oder mittendrin eingelassen. Oder sie werden aus dem Unterschrank ausgefahren.

Dass im Wohnbereich gekocht wird, muss das Kochen selbst nicht einschränken. Die Entwicklung der Küche zum Star des Hauses wurde begleitet und sogar angetrieben von der Lust auf gesünderes, professionelleres Kochen und immer exotischere Genüsse. Neben den übliche Ceran- und Induktionskochfeldern in verschiedenen Breiten sind Kochfeld-Module wie Wokmulde oder Teppanyaki-Grill für fernöstliche Köstlichkeiten im Angebot.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 44 in der Ausgabe September/Oktober 2016 mein schönes zuhause°°°


Peter Mchels

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