Lichtplanung – die perfekte Beleuchtung

Beleuchtung Haus / Foto: Berler

Licht wirkt auf viele Bereiche unseres Lebensraumes ein – ob als Arbeits- oder Wohnraumbeleuchtung - die Wahl der richtigen Lichtquelle trägt entscheidend zu unserem Wohlbefinden bei

Was als gemütlich und was als ungemütlich wahrgenommen wird, ist sehr subjektiv und auch Veränderungen unterworfen, zum Beispiel durchs Älterwerden. Je älter der Mensch ist, desto mehr Licht benötigt er, um gut zu sehen. Insofern ist die Beleuchtung eine höchst persönliche Angelegenheit. Trotzdem gibt es Grundregeln, die jeder kennen sollte, der sein Zuhause sowohl technisch korrekt als auch gemütlich beleuchten möchte. Ganz objektiv werden die Anforderungen an die Qualität von Beleuchtung durch die Sehaufgaben im Raum bestimmt. Schularbeiten machen, Staubwischen, Skypen oder Schachspielen – jede Tätigkeit benötigt ihr eigenes Ideal-Licht. Wobei gutes Licht sehr verschiedene Quellen haben kann, mal den natürlichen Lichteinfall, mal künstliche Beleuchtung oder auch eine Kombination aus beidem.  Was aber macht gutes Licht aus? Das ist zunächst das angemessene Beleuchtungsniveau und eine harmonische Helligkeitsverteilung. Blendung und störende Reflexionen sollte es vermeiden. Die richtige Mischung aus diffusem (also von Decke und Wänden reflektiertem oder von einem Lampenschirm gefilterten) und gerichtetem Licht (also aus direkt strahlenden Leuchten), gehört dazu, ebenso wie die angemessene Lichtfarbe, eine gute Farbwiedergabe und eine hohe Energieeffizienz. Die Lichtqualität sollte allerdings nie zugunsten des Stromverbrauchs vermindert werden.

Für das künstliche Licht sind drei Beleuchtungsarten bei der Lichtplanung zu berücksichtigen: die Grund-, die Platz- und die Stimmungs- oder Akzentbeleuchtung. Die Grund- oder Allgemeinbeleuchtung leuchtet den Raum gleichmäßig und hell aus, damit man alles erkennt und findet. Schließlich sollten Sie auch im Winter abends bei künstlichem Licht mal gründlich putzen können. Planen Sie dieses leicht dimmbar ein, dann kann es herunter geregelt zum Bestandteil des Stimmungslichts werden. Die Platzbeleuchtung erhellt Arbeitsflächen und Orte wie den Esstisch oder den Lesesessel. Dort ist helles, gezieltes Licht notwendig. Wichtig dabei: die Lichtquelle darf nicht blenden. Das kann man beispielsweise durch Verstellen oder Abschirmen erreichen. Die Stimmungsbeleuchtung dient der Inszenierung des Raums oder bestimmter Gegenstände mit Hilfe von Licht – dann ist auch von Akzentlicht die Rede. Dieser Beleuchtungsanteil ist maßgeblich verantwortlich für das Empfinden von Behagen. Aber nicht allein: Um den Raum gemütlich zu machen, ist zumindest auch das Platzlicht notwendig, also helle Lichtinseln.

Wählen Sie daher zuerst die Lichtart, dann erst die dazu passende Leuchte aus. Denn nicht die Schönheit, das Design oder überhaupt das Äußere einer Leuchte sollte am Anfang des Auswahlprozesses stehen, sondern ihre Aufgabe im Raum.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe Januar/Februar 2017 mein schönes zuhause°°°


Peter Michels

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