Lichtregie fürs Haus
Wie wird die Beleuchtung von Räumen ihren drei Aufgaben – Funktion, Komfort, Ambiente – gerecht? Ein Rundgang durchs...

Die erste Lampe des US-amerikanischen Erfinders Thomas Alva Edison soll fast zwei Tage gebrannt haben. 2009 jährt sich die Erfindung der Glühbirne zum 130. Male, ihre Haltbarkeit freilich ist immens gestiegen. Und doch sind ihre Tage gezählt. Ab 2010 dürfen in Australien keine der herkömmlichen Glühbirnen mehr verkauft werden. Kalifornien nimmt die Edison-Schöpfung zwei Jahre später vom Markt, und auch in den Ländern der Europäischen Union sollen in Bälde neue Normen für sparsameres Licht gelten.
Ein regelrechtes Lampenfieber ist im Gange. Die Leuchten- und Leuchtmittelindustrie steht vor einem gigantischen Umbruch. Alles deutet darauf hin, dass auf lange Sicht die lichtemittierende Diode, kurz LED, das Branchenrennen macht und auch den Besitzern in vielen, heute noch ungeahnten Bereichen des Einfamilienhauses heimleuchten wird.
Die Hauptgründe für den Einschnitt liegen auf der Hand: Während traditionelle Glühbirnen viel Energie fressen und bis zu 95 Prozent in unerwünschte Wärme, jedoch nur 5 Prozent in ersehntes Licht verwandeln, münzt der platzsparende und mit bis zu 100.000 Stunden Betriebsdauer ungleich länger haltbare Lichtchip LED annähernd 70 Prozent der Energie in Licht um.
Das Lampenfieber wird aber nicht nur von der neuen technischen Revolution gespeist – die LED-Technologie ist längst nicht ausgereift, bringt beinahe täglich interessante Neuerungen hervor –, sondern genauso von der Lust auf schöne und funktionale Leuchtenlösungen. Nach langen, dunklen, aufs Gemüt drückenden Wintertagen sehnt die mitteleuropäische Menschheit begierig die erste Frühlingssonne herbei. Das Interesse an neuen Leuchten scheint in dieser Zeit noch weiter zu wachsen, wenn auch parallel dazu nicht immer die Sicherheit, wie man das eigene Heim am sinnvollsten beleuchtet.
Die hier gezeigten Leuchten aus Deutschland und Italien spiegeln, jahreszeitbedingt, vielleicht noch stärker als gewöhnlich das Verlangen nach und die Freude am Licht wider. Doch was immer Sie im Einzelnen in Szene setzen wollen, bedenken Sie: Ein Wohnraum sollte idealerweise mit drei verschiedenen Lichtquellen ausstaffiert sein: eine für die allgemeine Beleuchtung; eine zweite für die richtige, ausreichende Helligkeit beim Lesen – und eine dritte, um gewünschte zusätzliche Akzente zu setzen. Und: Wichtig ist die richtige Lichtfarbe. Im Wohnbereich eignet sich vor allem warmes Weiß. Es hat hohen Rot-Anteil. Dies empfinden viele Menschen als angenehm.
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