Alles fliest
Ein Klassiker hat sich zum Chamäleon unter den Wand- und Bodenbelägen gemausert: Die Fliese verwandelt Zimmer mit...

Korkboden muss eine Menge aushalten. Trotzdem ist er sein langes Leben lang für jeden Spaß zu haben. Korkböden mögen selbst Allergiker, denn sie sind antistatisch und leicht zu reinigen, weil sie Hausmilben und sonstige Kleinstpartikel wie Staub nicht festhalten.
Feuerfest, feuchtigkeitsabweisend, robust, wärme- und vibrationsdämmend – viele löbliche Eigenschaften machen Kork zu einem begehrten Allrounder. Die Gründe dafür liegen in seiner Struktur und chemischen Zusammensetzung: Jeder Kubikzentimeter Kork besteht aus 30 bis 40 Millionen Zellen und zu 90 Prozent aus einem Luft-Gas-Gemisch. Deshalb ist das Material in Relation zu seinem Volumen so leicht.
Die wabenförmige Struktur und die darin eingeschlossenen gasförmigen Stoffe leiten Kälte, Schall und Erschütterungen so kaum weiter. Für seine Wasser- und Feuerfestigkeit ist wiederum das Suberin verantwortlich. Die harzähnliche Substanz aus Fettsäuren und Alkoholen, aus der die Korkzellen zu etwa 60 Prozent bestehen, fungiert als natürlicher Klebstoff. Diese Charakteristika bündelt Kork auch als Bodenbelag.
Mit einer Vielzahl an modernen Designs macht er in jedem Raum eine gute Figur, durch eine einfache Behandlung der Oberfläche selbst in Bad und Küche. Nach dem heißen Bad aus der Wanne steigen und auf einen kalten Fußboden treten – das ist mit Korkboden passé. Als sogenannter Barfußboden sorgt er selbst im Winter für ein wohliges Gefühl, da er die Umgebungstemperatur reflektiert. Schöner Nebeneffekt: Seine isolierende Wirkung verringert den Stromverbrauch der Fußbodenheizung.
Kork-Visitenkarte