Fleckenteufel – Was wirklich hilft
Das Leben mit Kindern ist lustig, abenteuerlich und oft ziemlich fleckig. Um den Aufkleber vom neuen Lacktisch zu...
Farben für Powertypen
Klar und fröhlich, direkt und spaßig sind Powerfarben wie klares Grün, Rot oder Gelb. Sie stehen für Aktivität und Lebendigkeit und machen gute Laune. Doch Vorsicht! Eine rote Wand kann ganz schnell kalt und grell wirken, wenn sie auf zu großen Flächen zu finden ist und der Farbe der Braunanteil fehlt. Eine Wand in einem gebrochenen Rot, kombiniert mit viel Holz, macht das Zimmer warm und gemütlich. Gleiches gilt für Grün: Grün ist grundsätzlich entspannend, aber kombiniert mit hellem Gelb wirkt es anregend und frisch. Am besten werden die Knallfarben mit neutralen Grau- oder Naturtönen kombiniert, dann kippt die Stimmung nicht ins kitschige.
Töne für Romantiker
Traumhaft, das Schlafzimmer in Rosé. Luftig, die Küche in zartem Himmelblau. Frisch, die Essecke in Pistazie. Und überall werden Erinnerungen wach: an die Kindheit, an den Geruch von Zuckerwatte, an das Gefühl von Wind und Sonne am Strand. Romantiker fühlen sich wie auf Wolke sieben, wenn der Raum in pudriges Blau getaucht ist. Zimmer in pastelligen Tönen wirken im Gegensatz zu weißen Wänden nie langweilig. Aber sie dominieren auch nicht und engen selbst kleine Räume nicht ein.
Couleurs für Gemütliche
Sie sind schlicht, bodenständig und zurückhaltend: Naturfarben bleiben im Hintergrund – genauso wie die Bewohner dieser Farbräume. In Zimmer, die in Sand, Kiesel oder Creme gestrichen sind, kann man sich zurückziehen, sie schaffen Gemütlichkeit. Ihr Signal: die Natürlichkeit genießen, Zeit haben. Deshalb wirken diese Couleurs ausgesprochen ausgleichend und beruhigend. Dass Harmonie nicht gleichzusetzen ist mit Langeweile, beweist die Tatsache, dass man Erdtöne immer wieder neu kombinieren, mit ihnen immer wieder etwas Ungewohntes wagen kann. So lassen sie sich ideal mit peppigem Rot oder klarem Grün auffrischen. Sogar klares, sonst kaltes Blau wirkt mit Braun munter.
Farben machen Räume
Farbwirkung wird auch durch Struktur bestimmt. Das Licht bricht sich auf glatten Oberflächen anders als auf unebenen. Dort sieht ein Ton matt, glänzend, körnig, hart oder weich aus. Ein Beispiel: Die Tupftechnik oder das Wickelverfahren, bei dem ein verknotetes Stück Stoff beim Abrollen Spuren auf der Wand hinterlässt, ergeben eine mediterrane Optik. Durch die überlagerten Farben wirkt die Wand lebendiger. Auch eine verputzte, gestrichene Wand kann einen ähnlichen Effekt erzielen. Raumwirkung ist ebenfalls durch Farbe zu beeinflussen. Mit einer dunklen Decke zum Beispiel, die sich von den helleren Wänden absetzt, verringert sich die Höhe optisch.
Damit der Raum Sie nicht erdrückt, sollte der Deckenton nicht zu duster sein. Eine dunklere Farbe im Sockelteil gliedert das Zimmer. Was sehr schön aussehen kann, denn Bodenfläche und Sockel erzeugen einen umhüllenden Eindruck. Ein Zimmer komplett in einer einheitlichen Farbe zu streichen macht den Eindruck, als ob der Raum in sich geschlossen ist. Das sorgt für Ruhe und Geborgenheit. Ist die Bodenfläche zudem etwas dunkler, erweckt das ein Gefühl, festen Boden unter den Füßen zu haben.