Intelligente Sparsamkeit

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Im Bad wollen wir uns entspannen, abschalten und uns vom Alltag erholen. An die Umwelt denken wir dabei eher selten. Müssen wir auch nicht – dank nachhaltiger Badlösungen

Nachhaltigkeit und Ökologie im Bad sind kein Trend, sondern eine Selbstverständlichkeit. Was die Produktion ihrer Kollektionen betrifft, richten sich inzwischen viele Hersteller an »grünen Werten« aus. Aus naheliegenden Gründen: Produkte, die mit erneuerbarer Energie ressourcenschonend aus leicht recycelbaren Materialen hergestellt werden, lassen sich oft kostengünstiger produzieren, besitzen eine bessere Ökobilanz und kommen bei den Kunden gut an. Denn auch für sie hat das Kalkül der Hersteller viele Vorteile: Immer mehr Bad-Produkte helfen, während ihrer Lebenszeit erhebliche Mengen Wasser zu sparen, sie benötigen weniger Chemie für ihre Reinigung oder kommen teilweise sogar ganz ohne Wasser aus. Hier ein kleiner Überblick, an welchen Stellen es sich lohnt, das Bad nachhaltig zu gestalten.

Wer sich vor dem Kauf eine Übersicht wassersparender Sanitärobjekte verschaffen will, dem sei das European Water Label empfohlen. 75 europäische Badhersteller legen hier den Wasserverbrauch ihrer Produkte freiwillig offen und ermöglichen so einen objektiven Vergleich. Mit dabei sind Premium-Hersteller wie Duravit, Kaldewei, Ideal Standard, Hansgrohe, Keramag, Laufen sowie Villeroy & Boch.

Badmöbel aus Holz sollten immer das PEFC-Gütesiegel tragen. Es garantiert die Produktion aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft. Ähnlich wie wir es von den Label-Aufklebern an Fernsehgeräten und Kühlschränken kennen, hält auch im Bad eine neue unabhängige Zertifizierung für nachhaltige Sanitärprodukte Einzug – das Gütesiegel der europäischen Sanitärindustrie WELL Water Efficiency Label. Es signalisiert mit einem einfachen Buchstabencode, wie effizient Armaturen und Brausen mit Wasser und Energie umgehen. Bei den geprüften Produkten werden die Durchflussmenge und die Wassertemperatur bewertet. Klasse A bezeichnet die sparsamsten Modelle und D die weniger effizienten. Produkte der Firmen Hansgrohe, Kludi sowie Ideal Standard sind die ersten, die eine Klassifizierung erhalten haben.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab Seite 48 in der Ausgabe Juli/August 2015 mein schönes zuhause°°°


Frank Siebold

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