Lichtregie fürs Haus
Wie wird die Beleuchtung von Räumen ihren drei Aufgaben – Funktion, Komfort, Ambiente – gerecht? Ein Rundgang durchs...

Die patentierte Erfindung des „Slimpanel“ stammt von Dr. Ko aus Südkorea, seine exklusive Vermarktung in sieben Ländern Europas hat sich, sehr vorausschauend, die Firma Richter lighting technologies GmbH gesichert. Bernd und Marion Richter repräsentieren „eine schwäbisch-bodenständige Firma“. Sie sind in Heubach bei Stuttgart zu Hause, „der Region der Talente und Patente.“ Die ständige Entwicklung neuer Produkte, sagen sie, „war stets unsere Stärke.“
Mit dem im vorigen Herbst für den europäischen Nutzer entdeckten „Slimpanel“ bringen sie eine revolutionäre Innovation auf den Markt der Innenraum- und Gebäudebeleuchtung. War das Licht der Light Emitting Diodes (LED) bisher hauptsächlich als unterstützendes, nur punktuell einsetzbares Leuchtmittel gedacht, wird „Slimpanel“ erstmals modernen Erwartungen gerecht.
Es ist hell und energiesparend, blendfrei, flach und stabil. Es ist individuell. Und es schont die Umwelt. Ein weiterer Vorzug nach den Worten der Richters: „Es funktioniert ohne UV-Strahlen und völlig schadstofffrei“. Was bedeutet: Frei Quecksilber, Cadmium oder Blei ist es umweltschonend wie kein vergleichbares Produkt. Dank der hohen Energieeffizienz (70 lm/Watt) erweist sich „Slimpanel“ als energiesparender, langlebiger Begleiter (50.000 Stunden).
Was die Erfindung für den Endverbraucher aber vor allem so interessant macht: Es taucht die Leuchtdiode in ganz neues Licht. Durch Verwendung eines weltweit einzigartigen Filmes schafft „Slimpanel“ die Aufwertung des LED-Lichts auf ein höherwertiges Licht mit verbessertem Farbwiedergabeindex. „Das kommt dem Tageslicht sehr, sehr nah“, erläutert Geschäftsführer Bernd Richter diesen Sprung in der LED-Technologie. „Wo wir uns früher mit kaltem Neonlicht begnügen mussten, erfreut uns heute – je nach Wunsch – sanftes, blendfreies Licht mit optional stufenloser Verstellbarkeit der Farbtemperatur von Warmweiß (2.700 Kelvin) auf Kaltweiß (7.000 Kelvin).“
Die volle Ausleuchtung von Räumen in Tageslichtqualität ist mit demselben Leuchtmittel deshalb ebenso möglich wie eine betont beruhigende Atmosphäre. Der grundsätzliche LED-Vorteil bleibt gewährleistet: Die Lichtquelle selbst wird nicht heiß.
Die extrem flache „Slimpanel“-Bauform von nur 18,5 Millimetern (zuzüglich 34,6 Millimeter Trafotiefe) erlaubt eine vielseitige, individuelle Auswahl an Form und Ausführung sowie „nahezu unbegrenzte Einbaumöglichkeiten“. Weder Schmutz noch Insekten haben eine Chance einzudringen. Diese Vorzüge sind Marion Richter zufolge „besonders wohltuend für medizinische Einrichtungen, Hotels und Geschäfte, aber auch für den privaten Bereich. Grundsätzlich eignet sich „Slimpanel“ im gesamten Haus, besonders gut vielleicht für Schlaf- und Sanitärräume“.
Die schlauen Schwaben sind „definitiv“ davon überzeugt, dass die Weiterentwicklung der Leuchtdioden-Technik „ein weiterer Sargnagel für herkömmliche Glüh- und Sparlampen“ sein wird, weil „sie effektiver und schadstofffrei zu entsorgen sind.“
Was das praktisch heißen kann, verdeutlicht Frau Richter an kleinen Beispielen: „Verkäuferinnen sagten uns, dass die Ware in unserem Licht plötzlich viel besser zu erkennen sei. Farbtöne wie Grau, Blau oder Schwarz sind endlich wirklich voneinander zu unterscheiden.“ Die Vertreiber kündigten weitere interessante Produkte an. Tatsächlich ist der internationale Leuchtmittelmarkt in einem Maße wie lange nicht in Bewegung. LEDs, besonders organische, rücken mehr und mehr ins Rampenlicht.
Bereits in 15 Jahren, so ist sich ein Sprecher von Philips in Aachen sicher, „wird es leuchtende Tapeten, Rollos und Vorhänge geben. Zu bezahlbaren Preisen.“