Guten Morgen, gute Nacht

Der für renommierte internationale Marken tätige Designer und Innen­architekt Bert Lieber hat für Dieter Knoll eine Reihe von guten und schönen Betten entworfen.

„Wie schlafen die Leute?“, fragte Kurt Tucholsky: „Eine Frau, allein ­– im Pyjama. Eine Frau, nicht allein – im Nachthemd. Ein Mann, allein – im Nachthemd. Ein Mann, nicht allein – im Pyjama.“ Jede Variante hat ihren Reiz.

Was aber sieht man noch, wenn man in der Frühe die Augen aufschlägt? Ein Morgen-Grauen, sodass man gleich wieder unter die Bettdecke kriechen möchte? Oder ein rundum erfreuliches Bild? Die – hoffentlich – erholsame Nachtruhe und der erste Blick am Morgen entscheiden, in welcher Stimmung wir in den neuen Tag starten.


Den Seinen gibt‘s der Herr im Schlafe, heißt es. Für guten Schlaf, der fit macht und nicht schlaff, müssen wir aber auch selbst et­was tun. In Betten von zweifelhafter Qua­lität werden wir ihn nicht finden. Zum Glück hat der Besserschläfer Verbündete wie die Dieter Knoll Collection, in deren anspruchsvollem Möbelprogramm – neben wert­vollen Polstermöbeln – Bet­ten gebüh­ren­de Aufmerksamkeit erfahren.


Der für renommierte internationale Marken tätige Designer und Innen­architekt Bert Lieber hat für Dieter Knoll eine Reihe von guten und schönen Betten entworfen: „Mon­do“, „Mon­dial“, „Lido“, „Oscar“, „Sino“ und „Epos“, gediegene Möbel aus akkurat verarbeiteter massiver Kirsch­e. Edles Holz allein aber macht noch kein exklusives Möbel. Die Kunst besteht darin, sorgfältig und sachkundig mit dem Mate­rial umzugehen. „Falsch behandeltes Kirsch­baumholz“, sagt Bert Lieber, „kann so gewöhnlich aussehen wie Eiche.


Es kommt nicht nur darauf an, ob am Ende die Oberfläche ordentlich poliert wird, sondern schon darauf, wie man das Holz lagert und trocknet, damit es später nicht reißt oder schwindet.“ Ganz abgesehen davon, dass bei den einzelnen Teilen eines Möbels die Maserung perfekt übereinstimmen muss. Durch den hohen Anteil an aufwändiger Handarbeit wird dort auf die Herstellung eines Möbels über die Hälfte mehr an Zeit verwandt als bei rein maschineller Ferti­gung.



Wie man sich bettet ...


  • Zehn- bis 50-Mal pro Nacht wechseln wir die Schlafposition. Deshalb sollte das Bett groß genug sein. 90 Zentimeter pro Person sind eine komfortable Breite.

  • Zum bequemen, rückenschonenden Hinlegen und Aufstehen ist eine Höhe von 50 Zentimetern günstig. Mit zunehmendem Alter weiß man auch eine 60 Zentimeter hohe Liegefläche zu schätzen.

  • Auf guten Matratzen kann sich das Körpergewicht gleichmäßig verteilen. Die Wirbelsäule soll, wenn man auf der Seite liegt, eine gerade Linie bilden, Schultern und Hüften dürfen keinem starken Druck ausgesetzt sein. Hochwertige punktelastische Matratzen sind so beschaffen, dass Schultern und Becken etwas einsinken können.

  • Rückenschläfer brauchen ein Kissen, das den Nacken stützt. Bauchschläfern werden weiche, flache Kissen empfohlen. Der Wirbelsäule von Seitenschläfern tut oft ein Kissen zwischen den Knien gut.

  • Gedämpftes Licht fördert die Schläfrigkeit. Leuchtstoffröhren sind wegen ihres geringen Rotanteils im Licht für Schlafzimmer nicht empfehlenswert.


Auch Bert Liebers dezentes, mit raffinierten Details ausgestattetes und in den Pro­por­tionen ausgewogenes Design ist in dem Manufakturbetrieb in besten Hän­den. „Ob ein Griff oder ein Fuß fünfzehn oder fünfzig Millimeter weit ausgreift, ist eine Sache des Entwurfs“, sagt er. „Ob aber eine Fuge einen oder fünf Millimeter breit ist, hängt von der Meisterschaft der Hand­wer­ker ab. An den Feindetails erkennt man die Klasse eines Möbels.“ Der Zusam­menklang von ausgefeiltem Design, durchdachter Funktion, hochwertigem Material und sorgfältiger Verarbeitung zeigt sich schon aus einigen Me­tern Entfernung als deutlicher Unter­schied zum Billigmöbel.


Edles Massivholz, ohne Kunststoffteile, Spanplatten oder Leimschichten, macht ein Bett nicht nur wertvoller, schöner und stabiler, sondern auch gesünder ­– vor allem, wenn die Oberflächen, wie bei der Dieter Knoll Collection, ausschließlich mit natürlichen Ölen oder mit schadstofffreien Lacken auf Wasserbasis behandelt werden.


Bert Lieber legt bei Betten außerdem größ­ten Wert darauf, so weit wie möglich auf Metall zu verzichten. Die Emp­find­lichkeit, mit der Menschen auf elektromagnetische Felder reagieren, ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt:. „Es gibt Schlä­fer, die fühlen sich schon durch geringe Men­gen von leitendem Metall in ihrer Um­ge­bung gestört. Da kann eine Schraube im Bett­gestell, sofern sie nicht aus Messing be­steht, eine Schraube zu viel sein.“


Elektromotoren zur Höhenverstellung des Kopf- oder Fußteils hält Lieber deshalb für eine Sünde. Trotzdem plädiert auch er für Metall im Bett: Taschenfederkernmatratzen – deren Stahlfedern einzeln in textile „Etuis“ verpackt sind, die eine elektrische Aufla­dung verhindern – mit einer hinreichend dicken (Rosshaar-)Isolierung auf der Liege­fläche hält er für die besten.


Der Möbeldesigner Bert Lieber weiß, welche Betten unserem Körper gut tun, der Innen­architekt, wie ein Schlafzimmer aussieht, das unsere Seele entspannt: „Es sollte sich im Charakter nicht wesentlich vom Wohn- oder Arbeitsbereich unterscheiden.“ Häuser, deren Innenleben aus einem Guss ist, wirken harmonisierend auf ihre Bewohner. Warum soll ein schöner Durchblick nicht auch auf ein schönes Bett fallen? Bei Ruhebedarf lässt sich ja die Tür schließen.


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