Ein Grundriss – drei Lösungen

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Bevor man mit dem Hausbau beginnt, haben sich Architekt und Baufamilie natürlich auf einen Grundriss festgelegt. Dennoch besteht später noch viel Platz für Raumideen

1 | Platz für Geselligkeit und Entertainment

Getrennt und doch vereint, so ließe sich diese Raumgestaltung kurz beschreiben. Der raffinierte Kniff: Eine Wandscheibe trennt den Raum, ohne ihn zu zerteilen. Aber er ordnet eindeutig – links die üppige Fernsehecke mit Relax-Qualitäten, rechts der großzügige Sitzplatz, der außerdem einem Schreibtisch hinreichend Raum lässt.

Auch an ausreichenden Stauraum wurde gedacht. Neben den Wandregalen in beiden Teilen des Raums nehmen die Anrichten rechts und links der Wandscheibe viele Utensilien auf. Außerdem läßt sich in den Schüben des Schreibtisches noch einiges verstauen.

Der Einbau der Wandscheibe ist übrigens eine gute Gelegenheit, in die Mitte des Raums einen Elektroanschluss zu verlegen. Dann ließe sich auf der Anrichte eine Leuchte installieren, die dem Ess- und Treffraum eine zusätzliche Lichtinsel spendet. Solch ein Extra-Lichtpunkt verhilft dem Raum zuverlässig zu einem Plus an Atmosphäre.


2 | Gemütliches Kaminzimmer

Egal wo man in diesem Raum Platz nimmt, stets hat man einen guten Blick auf den Bildschirm. Denn das Fernsehgerät an der Wand ist dank eines durchdachten Möbelstücks schwenkbar.

Beim Einbau des Kaminofens, der dank des außen liegenden Abzugrohrs auch nachträglich besonders leicht zu installieren ist, kann man sich übrigens auch für ein Modell entscheiden, dessen Feuerkammer schwenkbar ist. Beide Einbauten verhelfen dieser Raumlösung zu besonderer Flexibilität. Ob vom großzügigen Dreisitzer aus oder auch von dem kleinen Essplatz – überall im Raum lässt sich so das Ambiente eines gemütlichen Kaminzimmers erleben.

Die beiden kleinen Sessel lassen sich darüber hinaus leicht an mehreren verschiedenen Stellen des Raumes platzieren – zum Beispiel auch direkt vor dem Fernsehgerät.


3 | Bei Bedarf klassisch getrennt

Eine Schiebetür macht es möglich, dass der Raum bei Bedarf zweigeteilt wird. Wer sich für diese besonders klassische Lösung erwärmen kann, sollte allerdings vor dem Einbau darauf achten, dass diese Tür nicht nur Raumtrenner ist, sondern auch eine akustische Schranke bildet. Denn wer stets die Gespräche aus dem anderen Raumteil mitverfolgen muss, der profitiert nur bedingt von der temporären Trennung, die diesen Entwurf kennzeichnet.

Richtig installiert kann man aber durchaus den Raum doppelt nutzen. Auf dem Zweisitzer oder gar auf der Récamière kann man sich in aller Ruhe zurückziehen, etwa um in Netz zu surfen oder sich in kleiner gemütlicher Runde zu treffen. Der Tisch im zweiten Raumteil ist nicht nur fürs Essen gedacht, mit sogenannten Stuhlsessels und bequemen Polstern laden sie auch nach dem Essen zum entspannten Sitzen ein.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht mit vielen Beispielen ab der Seite 52 im Magazin "Mein schönes zuhause September/Oktober 2014"


Michael Schweer

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