Die Küche ist maßgeschneidert.

Die maßgeschneiderte Küche.

Jeder Mensch ist anders. Mann, Frau, groß, klein, jung, alt, gesund, krank... Und doch kann jeder seine ideale Küche finden – dank ambitionierter Küchenplaner wie Jürgen Masseling und seinem Küche 3.000-Team in Straelen. Für das Mitglied des Küchen­verbundes DER KREIS ist die Küche nämlich so individuell wie ein Kleidungsstück.

Schon wenn Sie sich nur 20 Grad aus der Senkrechten nach vorn beugen, belastet diese Bewegung die Bandscheiben und führt langfristig zu Schäden. Nein, das ist keine Warnung vor Risiken und Nebenwirkungen der Küchenarbeit, sondern realistischer Hin­ter­grund. Denn, so Forschungsergebnisse der Technischen Hochschule Darmstadt, falsch angebrachte Hänge­schränke, unpassende Höhen von Arbeits­platten, schlecht einsehbare Schubkästen können auf Dauer zu Haltungsschäden und Rückenschmerzen führen.


Die Höhe der Arbeitsflächen spielt dabei für den „Schneider der Küchenträume“ eine entscheidende Rolle: „Sie muss unbedingt die individuelle Körpergröße des Be­nutzers be­rücksichtigen. Die Körper­größe der in der Küche hauptsächlich agierenden Person ist das Richtmaß für eine ergonomisch optimale, körpergerechte Pla­nung. An ihr orien­tieren sich Arbeits-, Schrank- und Geräte­einbauhöhen.“ Ist der „Chefkoch“ beispielsweise 1,55 Me­ter groß, beträgt die empfohlene Arbeits­höhe bei durchgehender Arbeits­­platte 85 bis 86 Zen­timeter. Für den 1,75 Me­­­ter großen Küchen-Neben­jobber müsste die Platte aber bereits 90 Zen­timeter hoch sein, damit er rückenschonend agieren kann.


Ähnliche Höhenunterschiede ergeben sich bei den Oberschränken: Während sie für die kleineren Hauptakteur höchstens 160 Zen­ti­meter hoch hängen dürften, könnte der Schrank für den größeren Partner noch 20 Zentimeter weiter nach oben rutschen. Für den 1,85-Meter-Mann beträgt die Arbeits­höhe bereits 95 Zentimeter, der Schrank würde bei 190 Zentimeter gut hängen. „Ir­gend­wo dazwischen muss es dann einen Kom­promiss geben, mit dem beide gut klarkommen“, sagt Jürgen Masseling.


Gottlob bieten Küchenhersteller heute ein großes Spektrum an Korpushöhen an. „Auch der Sockel ist variabel, sodass man eine optimale Arbeitshöhe findet – egal, ob jemand überdurschnitllich groß oder klein ist“, so der Fachmann. Damit wird es auch ein Leichtes, die Arbeitshöhe an Spüle und Kochfeld zu variieren.



„Bei der Ar­beitshöhe für Kochzen­trum, Arbeits­platte und Spüle gibt es sogar zwei Mög­lichkeiten: Entweder werden alle drei Ar­beits­bereiche in einer durchgehenden Höhe geplant oder jedes Funktionszentrum wird einzeln für die Größe der Hauptarbeits­person optimiert“, erklärt Jürgen Masseling. Als Faustregel gilt: Beim Kochen muss man noch bequem im hinteren Soßentopf rühren können, wenn davor die Spaghetti garen. Ergo­nomisch bekömmlich ist es, die Spüle hö­her einzubauen als den Vorberei­tungs­platz oder die Kochmulde.


Apropos Kochen: Ist es beim Kühlschrank längst üblich, ihn auf eine bequeme Höhe zu setzen, werden Backofen, Mikrowelle und Geschirrspüler noch viel zu selten auf be­queme Sicht- und Greifhöhe angebracht. „Da steht uns oft die Gewohnheit im Weg“, kritisiert der Fachmann. Ergonomie bedeutet auch gutes Orga­ni­sa­tionsmanagement. Denn die Lust am Kochen geht schnell verloren, wenn Töpfe und Pfan­­­nen mühselig aus den Ecken gehievt und To­ma­tendosen aus der Versenkung gezogen werden müssen. Unterschätzt wird dennoch nicht selten die Innen­ausstattung einer Küche, so die Er­fah­rung des Küchenplaners. „Unterschränke mit Fachböden sind relativ un­praktisch“, bemerkt der Fachmann im Küchenverbund DERKREIS.


„Mo­derne und schwenkbare Voll­aus­züge wie ein LeMon­de-Schrank bieten dagegen beste Übersicht und Zu­griffs­mö­glichkeiten.“ In Hochschrän­ken sind ausziehbare Körbe oder Böden, wie sie ein „Apotheker­­schrank" be­sitzt, gut zu handhaben. Für kleinteilige Utensilien wie Schnee­­­­besen empfehlen sich gläserne Schub­­­­la­den­ein­tei­lungen. Wichtig: Sowohl Auszüge als auch Schubladen müssen sich immer ganz öffnen lassen, um toten Ecken vorzubeugen.


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