Raum gewinnen!
Sie haben das Gefühl, es fehlt an Platz für die vielen großen und kleinen Dinge? Sie haben ihn! Wir zeigen Ihnen, wo.

Trend: Moderne Romantik
Der gute, aber verstaubte Stoffleuchtenschirm in einer zeitgemäßen Interpretation: Die plissierte Struktur blieb, das Material wurde durch opales Plexiglas ausgetauscht. Gegensätze lassen sich eben auch vereinen. Von nonoo by Faserplast
Trend: Bunt
Egal ob Einzelmöbel, Kissen und Auflage, Vorhang oder Wandgestaltung: Mut zur Farbe oder zum bunten Muster ist angesagt. Blau wird nach Jahren der Verbannung getestet, Aubergine bleibt und ist nicht zu übersehen. Aber auch Anthrazit und helles Grau werden eine Rolle spielen. Ein Riesenthema sind Ornamente. Ob floral oder barock – wilde und opulente Muster sind wieder im Kommen. Anders als noch vor einigen Jahren werden Farben und Muster lediglich als Eyecatcher in Szene gesetzt, anstatt mit ihnen die komplette Wohnlandschaft zu überschwemmen. Bestes Beispiel hierfür sind die Leuchten von frauMaier, die sowohl in Form als auch in Farbgebung Akzente setzen.
Trend: Weiß
Wenn etwas farblich dominiert, dann die Farbe Weiß. Zwei Gründe gibt es für den Hype der Nichtfarbe: Weiß lässt sich problemlos mit anderen Farben kombinieren und geht zudem mit einer optimistischen, lebensbejahenden Grundeinstellung einher.
Trend: Ordentliches Durcheinander
Die Wohnung, heimische Wellness-Oase, Kleinod der Geborgenheit. In der Realität herrscht zu Hause jedoch eher gesammeltes Durcheinander als aufgeräumte Atmosphäre. Insofern: Ordnung muss rein! Allerdings ohne das geliebte Chaos ganz aus dem Leben zu verbannen. Deshalb gibt es zwei Varianten des ordentlichen Regals: jenes mit geraden Außenmaßen, aber asymmetrischen Fächern (unten rechts, „E15“ von Arik Levy) oder solches mit schrägen Abmaßen, aber gleichmäßiger Aufteilung.
Trend: Exklusivität
Jenseits von Ökomöbeln setzen sich edle Stoffe und Steine durch. So entwirft Modemacherin Vivienne Westwood ausgefallene Sofa-Stoffe, Swarovski-Steine verleihen Polstermöbeln Glamour. Exklusiv sind auch die Kristall-Entwürfe von Jaime Hayon: Sie wurden für Baccarat in einer limitierten Stückzahl von 25 aufgelegt.
Trend: Männer
Die Möbelbranche hat den Mann für sich entdeckt – oder der Mann das Möbel? Und weil dieser Technik affin scheint, wurde die „Küche für den Mann“ im Porsche-Design auf sein Naturell ausgerichtet. Die Schränke öffnen sich per Softtouch, der Ausguss funktioniert per Knopfdruck. Nicht weniger raffiniert ist der Esstisch „iTable“ von Willisau. An der Unterseite wurde ein Stereosoundsystem samt Bassreflexbox montiert. In der Tischplatte aus lackiertem MDF ist eine Dockingstation bündig eingelassen, der mp3-Player wird somit automatisch erkannt und der Songtitel eingeblendet.
Trend: Frauen
Ein haptisches Erlebnis, eine farbliche Wohltat, die Erfüllung von Sehnsüchten – das sind, wissenschaftlich bewiesen, die weiblichen Entscheidungsfaktoren beim Einkauf. Die Lichtskulptur „Mathematischer Baum“ von Christian Lessing packt Frauen genau da, wo man sie anrühren kann: an ihren Gefühlen. Der Baum steht für Frühling, Stärke, Schutz. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich das Objekt in seinem Entwurf einer Formel unterwirft.
Trend: Recycling
Aus Alt mach Neu – DER Trend der Möbelbranche. Da zaubert Designerin Karin Wittmann-Wilsmann aus alten Flip-Flops witzige Sitzgelegenheiten wie das Sitzkissen „Miss Rio“. Bei der Verarbeitung der Industrieabfälle sind ihr brasilianische Handwerker behilflich. Jungdesignerin Laura Cahill zeigt, was man aus alten Büchern fertigen kann. Zum Beispiel Vasen – tatsächlich wasserfeste. Das notwendige Material hat sie in Second-Hand-Buchläden gesammelt. Die Profile für die neuen Produkte werden mit einer Säge aus den Büchern herausgeschnitten, um eine neue Glasform gewunden und befestigt. Heraus kommen kunstvolle Objekte, bei denen gilt: je älter das Buch, desto schöner der Effekt. Das Motto Zweitverwertung gilt auch in der Berliner Werkstatt von Franziska Wodicka. Hier entstehen aus alten Schubladen ausgefallene und trendige Möbelstücke.
Gerade erst hat Amy Hunting ihre Ausbildung an der Denmark's School of Design in Kopenhagen abgeschlossen und entwirft nun in London unter anderem Recycling-Möbel der anderen Art. Ihre erste Serie heißt „Patchwork“ und besteht zu 100 Prozent aus Holzabfällen dänischer Firmen.