Das Bad 2034 – das Healthness-Bad

Die Fimen Grohe AG und Villeroy & Boch haben gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx Zukunftsszenarien für das Bad entworfen

Ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, intensive Körperpflege. Die Überzeugung, dass wir selbst viel für unsere Gesundheit tun können und damit unsere Lebensqualität und Lebensenergie steigern können, findet immer größere Verbreitung. Gesundheit wird immer weniger schicksalhafter Zustand sondern durch das eigene Zutun form- und gestaltbar. Der Ort dafür: Das Badezimmer.

Das eigene Bad wird in Zukunft zum persönlichen Gesundheitszentrum. Hier wird der Mensch neu vermessen: Körper und Vitaldaten sind in Zukunft die Grundlage, auf der die Menschen Vertrauen aufbauen, wenn es um die eigene Gesundheit geht. So erhält der Mensch die Kontrolle über den eigenen Körper zurück. Mit verlässlichen und selbst erhobenen Daten im eigenen Badezimmer.

Durch unsichtbar integrierte Biosensoren ist das Healthness-Bad in der Lage, sämtliche Körperdaten zu scannen- bis hin zur molekularen Ebene: Das WC kontrolliert über den Urin sämtliche Werte wie den Zuckergehalt, den Hormonhaushalt, den pH-Wert und untersucht auf bakterielle Infektionen. Neue nicht-invasive Medizintechnik macht es möglich, Blutwerte zu analysieren, um Auskunft über die Funktion von Leber, Herz, Schilddrüse oder Niere zu erhalten. Mimik- und Gehirnstrommessgeräte, installiert im Smartscreen-Spiegel registrieren die mentale Verfassung, spezielle physiotherapeutische Software analysiert Körperhaltung, erkennt Verspannungen und Probleme am Bewegungsapparat.

Eine der Herausforderungen der Zukunft wird sein, diese Daten aufzubereiten. Das Healthness-Bad selektiert und verarbeitet vielfältige Einzeldaten in einer Metaanalyse zu einer sinnvollen, klaren und leicht verständlichen Information. Das Zauberwort dafür heißt „Gamification“: Mit intelligenten spielerischen Anreizen werden die Nutzer dabei zum Handeln motiviert.

Als offenes System ist das Healthness-Bad mit dem World Wide Web verbunden. Zur großen Herausforderung für die Hersteller wird dabei, dem Nutzer die Selbstbestimmung über seine Gesundheitsdaten zu erhalten. Der Nutzer muss selbst bestimmen können, welche Daten er in welchem Beratungsforum, in welcher Community oder Praxisplattform einspeisen möchte. Datenschutz ist ein wichtiger Aspekt des Healthness-Bades.

Wenn die Herausforderungen ernst genommen werden, kann das Healthness-Bad im Jahr 2034 tatsächlich zum anschlussfähigen System werden, das den Menschen einen selbstbestimmten Umgang mit dem Wissen über den eigenen Körper ermöglicht.


Die Studie:

Das Bad 2034

Initiative: Grohe, Villeroy & Boch

Datenerhebung: YouGov

Panel: 1075 Personen

Ausführung: Zukunftsinstitut


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht ab der Seite 50 im Magazin "Mein schönes zuhause Januar/Februar 2015"


Kristof Warda

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