“Bilder einer Ausstellung“ – Matteo Thun Präsenz auf dem ‚i Saloni‘ in Mailand

Laminat Trendtime 6, Eiche Barrique, seidenmatte Struktur

Rund 700 internationale Gäste - darunter VIPs, Designer, Architekten und internationale Medienvertreter - waren am 23. und 24. April der Einladung gefolgt, um in der Via Tortona 37, von Matteo Thun gestaltete Böden der Edition-Kollektionen Laminat und Echtholz in einer besonderen Event-Inszenierung zu erleben.

Fast so als ob eine beschriebene Tafel von Kreidespuren befreit wird und Raum geben soll für ein neues Bild, fegt eine frische Brise am 23. April durch die Via Tortona. Wo tagsüber noch wirres Treiben bei strahlendem Sonnenschein das Herzstück der Zona Tortona füllt, zeigt sich der Himmel nun Wolken verhangen. Für einen Moment hält der Design-District Via Tortona die Luft an, um dann von kurzem Innehalten überzuschwenken. Aus dem Flanieren durch Hinterhöfe und Showrooms wird Einkehr – das pulsierende Besuchen der zahlreichen ‚i saloni‘-Events beginnt.


In dieser besonderen Stimmung hebt sich das von Matteo Thun & Partner erstellte Gebäude Tortona 37 mit besonderer Gastlichkeit in den Mailander Himmel empor. Die filigran und elegant wirkende Außenfassade, die mit ihrem vorstehenden weißen Raster, unterbrochen von großen, mit brise-soleil aus Holz verkleideten Erkerfenstern, die großen Glasfenster des gesamten Gebäudekomplexes umrahmt, lenkt ab von der gigantischen Größe des Gebäudes: 30.000 qm, die sich in fünf Gebäudekomplexen hofartig um einen großzügigen Innengarten legen. Der hier entstehende urbane Platz wird sich schon in Kürze in Nutzmischung dem wirtschaftlichen, urbanen Leben öffnen und dauerhaft Beispiel für die Wiederbelebung eines Mailänder Städteviertels geben. ‚In Cantiere‘ - zuvor jedoch beheimatet er in diesem unvollendeten Zustand ein besonderes Kooperationsevent.


“Die Idee war es, an diesen beiden Abenden des Fuori Salone Architektur, Interior Design und Objekte in Einklang zu bringen, alles unter dem Thema Nachhaltigkeit,“ erläutert Matteo Thun seine Grundinspiration zu dem Event, für dessen Mitgestaltung er Parador und weitere Kooperationspartner wie Zumtobel und Riva 1920 gewinnen konnte.


Das imposante Architekturwerk Matteo Thuns lieferte das materielle und zugleich konzeptionelle Dach zum Event, erfüllt es doch selbst höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Die von dem Mailänder Architekten für Parador entwickelten Bodenprodukte der Laminat- und Echtholz-Edition präsentierten sich als „Bilder einer Ausstellung“. In Gold gefasst betraten Laminatdekore und Massivholzböden den italienischen Laufsteg der Trends. Eine galeristische Inszenierung, die bewusst mit der Veränderung des Blickwinkels spielt. „Mir ging es um eine bessere Wahrnehmung der Oberflächen und darum Goethes Worte erlebbar zu machen: Mit den Augen greifen, mit den Fingern sehen,“ so Thun weiter.


Die Leuchtenserie ‚Sconfine‘ der Firma Zumtobel, ein massiver Tisch aus der Manufaktur von Riva 1920 und ausgewähltes Bone China von Schönhuber Franchi ergänzten dieses Projekt und luden die Gäste zu einer hautnahen Begegnung ein. Matteo Thun hat mit zahlreichen Architekturprojekten sein persönliches ökologisches Statement untermauert. In der Zusammenarbeit mit Herstellern, die ihren Produkten mehr als Qualität und Funktion abfordern, sieht er die Chance wertvolles Design für nachdenkliche Verbraucher zu einem Stück Alltagskultur zu machen. Dies war und ist eine schöne ideologische Schnittstelle zwischen der Marke Parador und dem Arbeitsansatz des Südtiroler Architekten und Designers.



Öko-Essen, Öko-Mode, Öko-Design: Nachhaltigkeit hat das oberflächliche Bio-Label abgestreift und reift in unserer Gesellschaft zu einer ernsthaften Lebenshaltung. So wird auch Eco-Design zum Life-Style und moralischen Statement. Die Umwelt fordert eine neue, ernst gemeinte Achtsamkeit, die nichts mit werblichen Wortspielen zu tun hat, sondern mit unternehmerischer Verantwortung. Es geht auch nicht um die marketingrelevante Kunstwelt eines Öko-Labels.


Es geht um eine neue Bewegung, die dem Design einen allgemeingültigen Auftrag vorschreibt und trotzdem individuell ist. Und Individualität ist, im Gegensatz zur Massenproduktion, gefragter denn je. High Touch statt High Tech - diesen Eigenanspruch realisierte Matteo Thun bei der Entwicklung der Bodenprodukte für die Marke Parador. Ein feines Linienspiel der beiden Laminatdekore „Wood Memory 1“ und „Wood Memory 2“ abstrahiert die natürliche Holzmaserung und ironisiert ästhetisch die Idee des Laminatbodens wie echtes Holz aussehen zu wollen.


Holz ist ein kraftvolles ausdrucksstarkes Naturelement, das in der Architektur gerne archaische Spuren hinterlässt. In den von Matteo Thun entwickelten Architekturprojekten und auch Dekoren verliert der Holzcharakter seine Schwere. Die Bodenfläche spiegelt damit die Seele des Holzes wieder und verzichtet durch die Farbstellung nicht auf einen eigenen Akzent. Matteo Thuns Schaffen als Designer folgt dem Leitsatz „No Design“. Formgebung und Gestaltung müssen sich auf ein wesentliches Kernmerkmal konzentrieren. Holz als charakterstarkes, natürliches Material war der Ausgangspunkt seines Designs im Bereich Parkett und Massivholzdiele. Gebürstete und geölte Oberflächen arbeiten die Naturmerkmale der verwendeten Holzarten heraus und wollen nicht verfälscht werden. So eingebettet stellten sich Parador-Böden als „Bilder einer Ausstellung“ in einem nachhaltigen Ansatz einem begeisterten Publikum.


„Durch die Beteiligung an dem Kooperationsevent von Matteo Thun setze Parador sein erstes Design-Statement auf dem ‚Salone‘, dem internationalen Design-Event schlechthin. Wir beobachten schon seit einigen Jahren, dass der Fokus der internationalen Design-Szene heute immer vielfältiger auch auf Oberflächen schwenkt und diese in neuen architektonischen Gestaltungsspielräumen betrachtet. Die Inszenierung der von Matteo Thun gestalteten Laminat- und Echtholzböden der Edition 1-Kollektionen ist in diesem Kontext zu betrachten. Mit Partnern wie Zumtobel, Riva 1920 oder Schönhuber Franchi bewegte sich Parador in idealem Umfeld für die Markenwahrnehmung.“


Volkmar Halbe, Vors. der Geschäftsführung : "In der Inszenierung ‚Bilder einer Ausstellung‘ wurden die von Matteo Thun designten Parador-Böden mit Anleihen aus der Kunst in einen neuen architektonischen Kontext gestellt. In Gold gerahmt nehmen digital produzierte Laminatböden, glänzend geölte Massivholzdielen und stark gebürstete Parkettböden eine völlig neue Identität an und verbreiten so ihre Wirkung im Raum.“


Udo Tünte, Leiter Entwicklung & Innovation: "Zum ersten Mal betrat Parador den Olymp des internationalen Designs und inszenierte ‚Luxury Flooring Concepts‘ vor der Kulisse eines Rohbaus. Eines sehr prominenten architektonischen Rohlings inmitten des Off-Bereichs Zona Tortona. Marken sprechen gern in Bildern zu den Menschen. Dieses Bild war ein sehr ausdrucksstarkes, das die Fähigkeit von Design, den Alltag mit einem Hauch von Luxus zu überziehen eindrucksvoll zeigte. Es blieb kein Zweifel offen, dass das Interieur für den sicht- und spürbaren Luxus bei Vollendung des Werks zuständig sein wird, während das Energiekonzept Matteo Thuns der verborgene Schatz dieses Projektes bleibt.“


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