antik trifft modern: stucco pompeji

stucco pompeji

Aufsehenerregend erfolgreich: Zwei junge Unternehmer machen edle und kreative Wandgestaltung bezahlbar.

Wo haben Sie denn diese edlen Wandideen ausgegraben? Tatsächlich in Pompeji?

Christian Hechler: Im übertragenen Sinne schon. Der besondere ästhetische Reiz antiker Wandgestaltungen weckt auch nach 2.000 Jahren noch Leidenschaften. Praktisch wurden wir bei meinem denkmalschutzkundigen Onkel in Thüringen fündig. Stellen Sie sich einen grüblerischen Mann vor, der so lan­ge an einer Materialmixtur herumprobiert, bis sie von den Original-Rezepturen der alten Baumeister nicht mal von Profis zu unterschei­den ist.


Antike Wandgestaltungstechniken nachzuempfinden ist unseres Wissens extrem aufwendig, für Bauherren und Hausbesitzer also ein ausgesprochen teures Vergnügen.

Roberto Mier: Das ist ja das Schöne und einer der Hauptgründe für unseren Erfolg am Markt: stucco pompeji-Wände sind nicht nur qualitativ besser, sie kosten auch nur einen Bruchteil des bisher Üblichen.


Wie machen Sie das?

Roberto Mier: Im Gegensatz zu anderen Spach­teltechniken reicht bei uns das einmalige Auftragen der Putzschicht. Unsere Pro­dukte sind zu 99,8 Prozent rein mineralisch. Sie können auf nahezu allen Unter­gründen aufgebracht werden. Bis auf die immer notwendigen Beseitigungen von eventuellen wieder ab, sie sorgt sozusagen von Natur aus für ein angenehmes Raumklima. Es gibt kei­ne gesundheitsbedenklichen Ausdünstun­gen. Viele unserer Kunden legen auf genau diese Pro­dukt­eigenschaften besonderen Wert: Sie wollen zugleich in edler und möglichst na­tür­licher Umgebung wohnen.


Wenn man sich Fotos Ihrer Referenzobjekte ansieht, fällt sofort die atemberaubende Vielfalt der Farben und Strukturen auf. Es wird doch aber dennoch gewisse Grund­ele­mente geben.

Christian Hechler: Natürlich. Dazu gehören

  • „stucco gesso“ – ein durchgefärbter Ala­baster-Marmor-Putz mit Vulkangestein. Er hat Struktur, aber dennoch glatte, polierfähige Oberflächen;
  • „stucco calce“ – ein mit Naturpigmenten durchgefärbter Marmor-Puzzolan-Kalkputz mit einer glatten, bis zum Hochglanz gut polierbaren Oberfläche. Er eignet sich sowohl für den normalen Innenbereich als auch für die Gestaltung von Kaminen und Bädern;
  • „effetto glassa“ – ist eine spezielle Effekt­lasur mit Wachsemulsion, Bienenwachs und Naturseife. Durch Aufbringen dieser Lasuren auf die stucco-Putze lassen sich faszinierende Effekte erzielen.


Aber neben der erkennbaren Unterscheidung in strukturierte und glatte, matte und glänzende Wandflächen sind bei stucco-Wänden ebenso offensichtlich eine ganze Reihe von Sondertechniken im Einsatz, oder?

Roberto Mier: Um mal die derzeit wichtigs­ten und meistangewendeten dieser Krea­tiv­­tech­niken zu nennen:

  • 3D-Technik: Sie nutzt nach Belieben an­gefertigte Matrizen, die auf die noch feuchte Wand­beschichtung gelegt werden. So ent­stehen wirklich dreidimensionale Stuck­ele­mente. Natürlich jedesmal Unikate, die schon durch ihre Einmaligkeit den Reiz des Besonderen haben.
  • Prägetechnik: Beliebige Mus­ter können in die ebenfalls noch feuchte Be­schichtung ein­gedrückt werden. Durch das anschließende Auftragen der Lasuren werden die eingedrückten Strukturen besonders hervorgehoben.

Christian Hechler: Zum Eindrücken der Mus­ter kann buchstäblich jedes denkbare Ma­te­rial verwendet werden. Wir haben im Som­mer beispielsweise Gras von der Wiese ge­holt, in die feuchte Wand eingearbeitet, es nach kurzer Zeit dann wieder entfernt und die Lasur aufgebracht.

Roberto Mier: Erwähnen müssen wir an die­ser Stelle aber unbedingt auch die

  • Krümeltechnik: Mit ihr lassen sich wunderbar individuelle Marmoreffekte erreichen. Außerdem die
  • „Sgraffito“-Technik: Hier werden vor der Lasur Muster- oder Figur-Zeichnungen in die feuchte Wand gearbeitet werden.

Bieten Sie Ihre stucco-Produkte Pri­vat­per­sonen oder Fachbetrieben an?

Christian Hechler: Wir sind ein klassisches B2B-Unternehmen, beliefern als Hersteller die Verarbeiter. Fachmännische Vorkennt­nis­se und Erfahrungen sind für unsere Produkte unerlässlich, vor allem beim Einsatz in Räu­men mit besonderen Anforderungen, wie im Bad oder als Kaminverkleidung. Inzwischen gibt es ein Netzwerk kreativer Verarbeiter, über das auch Privatpersonen an uns herantreten – oder wir empfehlen Interessenten einen geeigneten Fachbetrieb.

Roberto Mier: Wir bieten die ganze Pro­dukpalette an, einschließlich Grundie­rung, Eckschienen, Matrizen für die 3D-Techniken, Veredelungspigmente, auch Vene­zianische Glättkellen. Die richtige Ausstattung ist und bleibt die Basis für Krea­ti­vität und Können.

www.stucco-pompeji.de


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