Der Feind in meinem Beet
Es gibt miese Unkräuter, fiese Unkräuter und Giersch. Das gemeinste aller Unkräuter. Die Rache der Römer für...
Mit seinen Bildern überbot Andy Warhol (1929–1987) das Medienangebot, er erregte Aufsehen mit Zweitprodukten: „Ich bin nicht zu finden in der Tiefe meiner Bilder – ich bin ihre Oberfläche.“
30.07.2010

In Gesichtern lesen, den Moment erfassen, Lebenslandschaften lesen, wiedergeben, Gedachtes sehen, die Form zerlegen und zusammenfügen, sie in Farbe wandeln, abstrahieren, damit Realismus deutlich wird, lernen zu verstehen, durch den Pinselstrich erfahren, was dahinter steht, Gesichtern ein Gesicht geben, der Mensch ist Kunst - was sonst.
05.05.2010

Sean Connery war der erste und bisher Bond-Darsteller, der mit einem „OSCAR” ausgezeichnet wurde. In der Liste der „100 größten Filmcharaktere aller Zeiten” belegt er Platz 5. James Bond 007 ist (für die meisten) Connery. Der Gentleman, dessen davor wie danach perfekt sitzendes Dinner- Jacket das brutal-erotische Raubtier darunter stets ahnen lässt ...
05.05.2010

Coco Chanel (1883–1971) kreierte das kleine Schwarze und das Parfüm „No 5” – und für sich selbst das Lebensbild der modernen Frau: selbstständig, selbstbewusst, selbstverliebt ...
05.05.2010

Jan Josef Liefers: Schauspieler, Sänger – und Lebenskünstler mit sizilianischen Fantasien. Er ist kein Image-Jäger, und die burschikose Beiläufigkeit, mit der er durchs Leben geht, verleiht allem öffentlichen Rummel, in den er zwangsläufig immer wieder gerät, etwas Lächerliches, Überflüssiges.
01.02.2010

Die Kombination architektonischer Elemente mit maritimen Motiven faszinieren Hans Nordmann seit Jahren und sind Gegenstand seiner Werke, die er in viel beachteten Ausstellungen in Berlin, Hamburg und auf Sylt präsentierte. Hans Nordmann abstrahiert in seinen Bildern. Er schafft in seinen Werken eine Verbindung zwischen seiner eigenen Segelleidenschaft und seiner Faszination vom stetigen Zusammen- und Gegeneinanderwirken von Meer und Küste mit prägnanter Architektur.
19.11.2009

Roger Willemsen hat Freude an seinem Wissen, er hat Lust am Fabulieren, seine Stimme jagt von kluger Sentenz zu noch klügerer Sentenz. Roger Willemsen war im Fernsehen der Einbruch der Universität ins Wohnzimmer. Seltsam: Er hat es geschafft. Er wurde zum beliebten Antityp.
17.06.2009

Von Treue und Verrat – Jorge Semprún und sein Jahrhundert, Franziska Augstein, C. H. Beck, 24,90 Euro. Der die Gefahr liebte. Hanns Joachim Friedrichs Diktum, dass sich ein guter Autor nie gemein macht, auch nicht mit einer guten Sache, praktiziert die Autorin souverän. Sie breitet Leben, Lebenskämpfe und -irrtümer Semprúns aus und bettet sie ins Zeitalter der Extreme, welches das 20. Jahrhundert war. Der Sohn einer großbürgerlichen spanischen Republikanerfamilie bietet eine erstklassige Vorlage, aber kein leicht zu beackerndes Feld: Aufgewachsen im Exil, kämpft er in der französischen Résistance, überlebt Buchenwald und die illegale Arbeit der spanischen KP. Stalinist und Mann, der sich vom Stalinismus löst, Schriftsteller, Drehbuchautor, Funktionär und ein Hasardeur, der in der Gefahr aufblüht – die Historikerin entwirft ein Jahrhundertporträt.
05.06.2009

„Wer jung bleiben möchte, sollte ein Haus bauen”, sind Elisabeth und Peter Töpfer aus Siegen überzeugt. Bei ihrem altersgerechten Domizil haben die beiden nichts dem Zufall überlassen, auch wenn sie zwischenzeitlich ziemlich desillusioniert wurden durch einige Architekten. Aber dann begegnete ihnen mit Büdenbender der richtige Hausanbieter, der ihre Vorstellungen auf den Punkt brachte.
28.05.2009

Monica Bleibtreu, die wunderbare Schauspielerin und Mutter von Moritz Bleibtreu starb am 14. Mai 2009 nach einem langen Krebsleiden in Hamburg. Das Leben von Mutter und Sohn war eng miteinander verknüpft. Monica Bleibtreu sagte einmal, dass sie den Umgang mit Erfolg von ihm gelernt hat: „Moritz ist der Glücksfall meines Lebens.“
19.05.2009

Harald Schmidt ist der beste Entertainer des deutschen Fernsehens. Er träumt davon, aufzutreten, vor der Kamera gar nichts mehr zu machen – dafür aber „Beifall ohne Ende“ zu bekommen. Er ist auf gutem Wege dahin, deshalb wird sein Lachen immer unverschämter.
15.04.2009

Gitte Haenning über Augenblicke am Meer, schönes Wohnen bei „Blomenburg“ und die Fähigkeit, sich zu wundern
15.04.2009

Mein privater Sternekoch (1): Susanne Hergert, Wirtin des „Gasthauses am Finowkanal“ in Zerpenschleuse. Natürlich ist ein besterntes Dinner in Klaus Erforts „Gästehaus“ oder Harald Wohlfahrts „Schwarzwaldstube“ ein sicheres Gourmeterlebnis. Aber müssen es immer die klingenden Namen sein? Manch einer hat sein Lieblingsrestaurant gleich um die Ecke, ein anderer entdeckte es bei einem Fahrradausflug, der Nächste erhielt von Freunden einen Tipp. Genau diese Adressen, wo Sie Ihren Hunger und Appetit am liebsten stillen, werden wir erkunden. Kennwort: Mein privater Sternekoch!
01.04.2009

Marta Herford zeigt erstmals seit über 20 Jahren in Deutschland eine größere Werkgruppe des kanadischen Bildhauers Royden Rabinowitch. Die Ausstellung umfasst Boden- und Wandskulpturen aus Metall sowie eine Reihe großformatiger Zeichnungen, die in den 1990er Jahren entstanden sind. Dieses Ensemble wird außerdem von Skulpturen und Objekten aus den 1960er Jahren begleitet, die am Beginn seiner Karriere stehen und die in konzentrierter Form die Grundlage seines gesamten späteren Werkes anschaulich machen.
31.03.2009

En-vogue-Augenblicke einfangen, den schnellen Wechsel des Looks dokumentieren – das ist die Passion der Josefine Edle von Krepl. Um das Flüchtige dauerhaft zu erhalten, hat sie in den Räumen des Schlosses Meyenburg eine konvenable Heimat für ihre in fünf Jahrzehnten zusammengetragenen, atemberaubenden und raffiniert geschneiderten 3.000 Unikate gefunden.
31.03.2009

Er war auf der Bühne Major Tellheim, der Kaufmann von Venedig, der Kirschgarten-Käufer Lopachin. Und er ist – alles am Deutschen Theater Berlin – nach wie vor der teuflische Mann an der Seite seiner teuflischen Frau (Corinna Harfouch), und beide sind das (Messer-)Spitzenpaar des gegenwärtigen Repertoires: „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ von Edward Albee, Regie: Jürgen Gosch.Er wurde von der Zeitschrift „Theater heute“ vor der jetzigen Auszeichnung schon zweimal zum „Schauspieler des Jahres“ gekürt.
01.12.2008

Er betört. Der Lockenkopf flaggt geradezu gegen den Ernst des Lebens, wirbelt gegen das, was man Alter nennt. Man sieht dem Charme dieses Künstlers an, dass es der eines sehr verwöhnten Menschen ist. Verwöhnt mit Ruhm, mit Beglückungen der Kunst, verwöhnt vom Schicksal: Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Symphoniker
29.09.2008

Kalifornien: immer Sonne, wie im Märchen. Der Schwabe, der bei Los Angeles lebt, hat den Sommer und das Märchen 2006 nach Deutschland exportiert: Jürgen Klinsmann, Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land den dritten Platz belegte.
11.08.2008

Von einem schöneren Leben zu träumen, macht Lust auf Zukunft. Man hat ja noch was vor. Das Glück, endlich genug Zeit zu haben für sich, will Gewissheit, ob es sich bei uns zu Hause so wohlfühlt, dass es bleibt. Das ist keine Frage des Alters. Sondern der Lebensart. Und der Fähigkeit, sich dafür bietende Chancen auch klug zu nutzen.
02.06.2008

Claude Chabrol: Zum Mord hat er ein sehr entspanntes Verhältnis – wie Alfred Hitchcock. Die Bourgeoisie hasst er, weil er selber leidenschaftlicher Bürger ist; die Verworfenheit, die Lügen seiner Gesellschaftsschicht sind sein Lieblingsthema – hier gleicht er als Regisseur Luis Buñuel.
08.05.2008

Rote Haare. Reibeisenstimme. Mit 14 die erste Bühnenrolle. Sie ist Bella Block, die Diva Peter Zadeks und eine starke Frau: die Schauspielerin Hannelore Hoger. So bildet man einen schlichten deutschen Satz: Subjekt, Prädikat, Objekt. Und so setzt man, ebenso schlicht, das Bild eines Stars in die Welt: Einem Menschen, der sich als Subjekt fühlt, gibt man ein Prädikat, und schon ist er ein gut gehandeltes Objekt.
07.05.2008

Mario Adorf: komödiantische Schlitzohren, Zigarren rauchende Finsterlinge, notdürftig kultivierte Zwielichter. Er ist der Italiener. Der Boss. Er ist der Pate, den er doch nie gespielt hat. Auf eine männliche Weise präsent, die stets auch etwas sehr Weiches, Sanftes, Kindliches hat. Umfragen kürten ihn zum beliebtesten deutschen Schauspieler.
23.04.2008

Autodidakt, Ästhet, kreativ, detailverliebt der eine. Vermarkter, Stratege, kommunikativ, präsent der andere. Zusammen: Geschäftsführer, Visionäre, professionell, konsequent: Betriebswirt Christian und Designer Michael Sieger sind Deutschlands Markenmacher. Seit drei Jahren führen die Brüder das westfälische Unternehmen sieger design im Sinne ihres Vaters Dieter weiter. Noch ein bisschen erfolgreicher vielleicht, weil globaler. So ist sieger design drin, wo Alape, Ritzenhoff oder Conmoto draufsteht.
10.04.2008

Musiker und Moderator aus Münster, König der Käuze, Showmaster mit Stil - Götz Alsmann.
19.03.2008

Sie hat ein Buch geschrieben, das zum Bestseller wurde: „Reifeprüfung“, und auf dem Cover schaut sie so, wie wir sie kennen. Als sei Reife keine Prüfung, sondern ein Abenteuer. Heller Blick, aufrechte Haltung, sehr gewiss das Lächeln. So, genau so moderiert Petra Gerster seit 1998 im ZDF die abendliche „heute“-Sendung um 19 Uhr.
21.12.2007

Das Leben der Anderen. Dies ist nichts, was nur außerhalb von uns selbst existiert. Es betrifft uns, es trifft uns – das Fremde hat immer einen Einfluss auf die Ausprägung des Eigenen. „Das Leben der Anderen" – dieser erfolgreiche deutsche Film über einen Stasi-Offizier, der vom unerschütterlichen Spitzel zum erschütterten Beobachter des eigenen Lebens und so ein anderer Mensch wird – es war in sehr wesentlichem Maße auch ihr Film: Die Schauspielerin Martina Gedeck spielte eine Schauspielerin. Eine kompromissbereite Frau, sogar eine Liebesverräterin.
04.10.2007

Er spielte den Ball legendär aus der Tiefe des Raums, aber er verlor sich nie auf den einsamen Höhen des Ruhms: Günter Netzer, Jahrgang 1944. Mittelfeldstar der Mönchengladbacher „Fohlen” und eben jener Nationalelf, von der es heißt, sie habe in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts den besten deutschen Fußball aller Zeiten geboten. Bei allem, was er tat, kam er spielerisch zum Ziel. Das ist so geblieben. Gespräch mit einem, der sich selber einen Glückspilz nennt.
02.10.2007

Von Solingen nach Salzburg, über viele Niederlagen zum Star. Sie ist schön, sie hat Witz, sie hat einen klaren Blick auf das Geschäft, das gern bunte Bilder von ihr produziert. Vor allem aber ist sie eine der wenigen großen deutschen Film- und Fernseh-Schauspielerinnen. Veronica Ferres.
02.10.2007

Schweizer Männer zieht es an den Herd: Kochstar Stefan Meier ,,zaubert" in der Küche des Radio-Moderators Röbi Koller
25.09.2007

Er ist graumeliert. Er ist sozusagen der Paul Hubschmied mehrerer Volksbühnen-Generationen. In Berlin. Genauer: im Osten Berlins. Henry Hübchen, Held mehrerer Generationen. Das schafft heute kaum einer, im Zeitalter der der Augenblicks-Berühmtheiten. Das schaffte selbst Hubschmied nie, obwohl er schöner war, als Hübchen ist.
24.09.2007

Er ist einer der bedeutendsten deutschen Theaterdirektoren und Regisseure: Claus Peymann, 70, Intendant des Berliner Ensembles. Von Beginn seiner Laufbahn an ein leidenschaftlicher Provokateur, ein findiger Komödiant, ein hemmungsloser Selbstwerber. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, spielt Dichter aber lieber vom Blatt, als ihre Werke auf der Bühne zu zertrümmern. Ein Lebenskünstler – vielleicht ist er im Theater nicht mitten im Leben, aber voll in seinem Element. Hans-Dieter Schütt über den Theatermann und im Gespräch mit ihm.
26.07.2007