Ab mit euch zum Spielen ... und zwar draußen!
Gameboy und Smartphone oder Klettern und Heuschrecken jagen? Keine Frage für Malte Roeper, mehrfach ausgezeichneter...

Der Traum vom selbstbestimmten Leben wird wohl ewig und immer ein Traum bleiben. Auch wenn wir uns das Gegenteil einreden. Wie eng große
Welt(politik) und kleines Familienschicksal miteinander verwoben sind, erzählt Ugo Riccarelli mit wunderbaren Sätzen in „Der vollkommene Schmerz“. Gut 100 Jahre italienische Geschichte (von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs) und zwei Familienschicksale: Beginnend mit der Liebe eines anarchistischen Lehrers zu einer schönen Witwe und endend mit dem Flugzeugabsturz eines Enkels.
Dazwischen mancherlei Hoffnungen, Sehnsüchte, aber immer wieder auch: Jedem bisschen Glück folgen unweigerlich Tod, Unglück, Schmerz. Riccarelli liest sich wie ein Seelenverwandter von Gabriel Garcia Marquez.
Zsolnay Verlag Wien, 23,50 Euro