Ugo Riccarelli: Der vollkommene Schmerz

Ugo Riccarelli - „Der vollkommene Schmerz“

So viel Schicksal

Der Traum vom selbstbestimmten Leben wird wohl ewig und immer ein Traum bleiben. Auch wenn wir uns das Gegen­teil einreden. Wie eng große

Welt(politik) und kleines Familienschicksal miteinander verwoben sind, erzählt Ugo Riccarelli mit wunderbaren Sätzen in „Der vollkommene Schmerz“. Gut 100 Jahre italienische Geschichte (von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs) und zwei Familienschicksale: Beginnend mit der Liebe eines anarchistischen Lehrers zu einer schönen Witwe und endend mit dem Flugzeugabsturz eines Enkels.


Dazwischen mancherlei Hoffnungen, Sehnsüchte, aber immer wieder auch: Jedem bisschen Glück folgen unweigerlich Tod, Unglück, Schmerz. Riccarelli liest sich wie ein Seelenverwandter von Gabriel Garcia Marquez.

Zsolnay Verlag Wien, 23,50 Euro


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