Philip Roth: Jedermann

Der Tod, der trostlose

Ein kurzer, kleiner Roman dies, zu einem großen, dem endgültigen Thema. Ein Buch über den Tod, das auf einem Friedhof beginnt und einem OP-Tisch endet. Die Geschichte eines Mannes, der als Designer in einer New Yorker Werbeagentur gearbeitet hat, eines Ich-Erzählers ohne Namen. Die Hauptrolle des Sterbens ist das eigentlich Neue an Roths jüngstem, seinem 27. Roman. „Das Alter ist kein Kampf; das Alter ist ein Massaker“, heißt einer der denkwürdigen Sätze Jedermanns.


Er äußert die ätzende Verzweiflung eines Mannes, „der einst hochgemut im Mittelpunkt von allem gestanden hatte und sich jetzt im Mittelpunkt von nichts befand. Der jetzt selbst ein Nichts war, nichts als eine unbewegliche Null, die zornig auf die Gnade der absoluten Auslöschung wartete.“ Es ist gewiss nicht Philip Roths bestes Buch, aber ein echter Roth ist es allemal: sehr persönlich, ziemlich narzisstisch und rundum provokant.


Hanser Verlag, 17,90 Euro


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