„Mein Name ist Bond. James Bond.“

Copyright: Stuart Crawford (http://flickr.com/photos/potatojunkie/) / CC BY-SA 3.0

Sean Connery war der erste und bisher Bond-Darsteller, der mit einem „OSCAR“ ausgezeichnet wurde. In der Liste der „100 größten Filmcharaktere aller Zeiten“ belegt er Platz 5. James Bond 007 ist (für die meisten) Connery. Der Gentleman, dessen davor wie danach perfekt sitzendes Dinner- Jacket das brutal-erotische Raubtier darunter stets ahnen lässt ...

Es gibt eine Selbstsicherheit, die verstört und Distanz schafft. Die Souveränität des Schauspielers Sean Connery dagegen hat etwas Einnehmendes, sie vermeidet auf sehr natürliche, fast elegante Weise Selbstgefälligkeit. Als er nach der legendären, langen Bond-Karriere doch noch einmal zurückkehrte in diese Rolle, in „Sag niemals nie“, steigerte sich dieses Comeback, vor dem viele gewarnt hatten, zu einem der bezwingendsten, mit den Halbtönen der Ironie jonglierenden Auftritte des Schauspielers.


Von Eitelkeit offenbar kaum angekränkelt, ließ er sich nicht verführen, die alte Eleganz einfach aufzupolieren. Im Gegenteil, er ächzte durch die Rolle, dass es eine Lust war, und nebenbei machte er gleich noch den technisch aufwendigen Firlefanz der Bond-Filme lächerlich. Eine großartige Wunderpatrone, die es ihm angetan hatte, stellte sich als Mentholstift gegen Stirnhöhlenvereiterung heraus. Selbst dort, wo dieser vom Altenteil herüberzitierte Bond sich der Angriffe fern- gesteuerter Haifische erwehren musste, wo er wie in alten Zeiten mit dem Motorrad durch die Lüfte sauste oder einen Killerfüller mit Spätzündung in Anschlag brachte – er machte eher eine gequälte Agentenfigur, die sich, wenn man sie losschickte, halt in ihr Los schickte.


Lieber ließ er sich pflegen, als dass er sich plagte. Ein ergeben alternder Supermann trat an, die Welt zu retten, weise geworden im Charme wie in der Verhältnis- mäßigkeit seiner Mittel. Und deshalb mag er von seinen vielen Bond-„Gespielinnen“ bis heute Ursula Andress am liebsten: Sie habe das, was er an Frauen schätzt – mit einem ungeheuren Charme und einem faszinierenden Selbstbewusstsein älter zu werden.


Der Vater war Lastwagenfahrer, die Mutter Putzfrau. Mit 8 Jahren muss der Sohn seinen Lebensunterhalt als Milchmann verdienen; mit 13 Jahren verlässt er die Schule. Bis er rund 10 Jahre später seine erste Filmrolle bekommt, hat er sich in vielen Berufen versucht. Er arbeitet als Maurer und Rausschmeißer, poliert Särge und führt Badehosen vor. Seine imposante Gestalt, die er durch Sport geschliffen hat, verschafft ihm Anfang der 50er-Jahre den Eintritt in die Theaterwelt. 1962 dann die Rolle seines Lebens: als Agent Ihrer britischen Majestät, im ersten James-Bond-Film „Dr. No“. Über 400 Millionen Menschen sehen seine Bond-Filme.


Mehr zum Thema Portraits von Prominenten

Evita Peron; (Copyright of image in the public domain)

Evita Peron - Vom Spatz zum Kondor

Evita, vergöttert im Leben, vergöttert im Tod. Eine Verführerin und eine mit klarer, rascher Logik begabte...

Liz Taylor als "Cleopatra"; Copyright: Impress/Hamburg

Cleopatra - Die Schlange am Schneebusen

Die Königin, die noch 2.000 Jahre nach ihrem Tod alle Welt als gekrönten, machtgierigen, durchtriebenen Vamp zu...

Mehr zum Thema Film

Bildquelle: Wikipedia

Charlie Chaplin - Der Dandy als Vagabund

Die Geburt des Films aus dem Geist der Pantomime – Chaplin hat unsere Welt verändert. Wo sein Charlot hinlatschte,...

Marlene Dietrich 1933; Quelle: Bundesarchiv, Bild 102-14627 / CC-BY-SA

Von Kopf bis Fuß auf Diva eingestellt ...

Sie erschien im eng anliegenden, hautfarbenen Kleid, als lebe sie mit bestickter Haut. Sie kam im Silberglanz, in...

Zeitschrift: Mein Schönes Zuhause³ – Hier bestellbar.

Mein Schönes Zuhause³

Schöne Häuser, schöne Gärten, schöner Leben. Hatte Ihr Mann nicht versprochen, dass Sie es schön haben werden …?