Ab mit euch zum Spielen ... und zwar draußen!
Gameboy und Smartphone oder Klettern und Heuschrecken jagen? Keine Frage für Malte Roeper, mehrfach ausgezeichneter...

Es gibt Bücher, da ärgert man sich, wenn die beste Freundin in der Tür steht. „Im Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón ist so ein die Welt um einen herum ausblendendes Buch. Der zehnjährige Daniel wird von seinem Vater an den geheimen „Friedhof der vergessenen Bücher“, ein Archiv der besonderen Art, geführt. Aus den Regalen greift er sich „Der Schatten des Windes“ von einem gewissen Julián Carax. Ein geheimnisumwitterter Autor. Der ihn mit den Jahren immer stärker in seinen Bann zieht, um so mehr, als sich mystische Parallelen zwischen seinem eigenen Leben im Barcelona der Franco-Ära und Carax‘ abenteuerliches Schicksal ergeben. Aber die beste Story taugt nichts, wenn sie nicht lebendig, spannend, mit sprachlichem Feingefühl erzählt wird. Zafón kann das.
Carlos Ruiz Zafón - "Der Schatten des Windes"