Bald nur noch EU-Wasserhähne?

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Sparen hier, sparen da … Kaum haben wir all unsere guten, alten Glühbirnen entsorgt und durch Energiesparlampen ersetzt, weil eine EU-Richtlinie das fordert, steht auch schon die nächste Regulierung – im wahrsten Sinne der Worte – ins Haus. Die EU mischt sich nun auch in unseren Wasserverbrauch ein.

Sie hat nicht nur vor, die Wasserwerke, die bisher in öffentlicher Hand waren, zu privatisieren, sie möchte uns Verbrauchern auch vorschreiben, wie wir mit unserem Wasserverbrauch umzugehen haben. Ressourcen schonen steht ganz hoch auf der To-Do-Liste der EU-Kommissare. Daher wollen sie durchsetzen, dass im Handel künftig nur noch wassersparende Hähne und Duschköpfe zu finden sein sollen. Und für uns Hausbauer bedeutet das: Wir haben keine richtige Wahl mehr und müssen mit dem Angebot des Handels Vorlieb nehmen. Wer also bald zum Hausbesitzer wird oder in seinen eigenen vier Wänden renovieren muss, der wird nicht umhin kommen, sich der Öko-Vorschrift zu beugen.


Die Pläne der EU klingen fürs Erste natürlich sehr vernünftig, denn aus jeder Richtung tönt es zu uns herüber, wie knapp die natürlichen Ressourcen, wie das Wasser, sind und dass wir jede Möglichkeit wahrnehmen sollten, um einen Beitrag dazu zu leisten, unsere Erde – und damit auch uns selbst – zu erhalten. Es sind also rein existenzielle Bedenken, die zu dieser Entscheidung in Brüssel geführt haben, so unsere plausiblen Überlegungen, denn schließlich ist Wasser ein Gut, ohne das die Menschheit nicht auskommen kann, und das es um jeden Preis zu schützen gilt – oder etwa nicht? Eher nicht.


Wie auch beim Glühbirnenverbot ist die geplante Offensive zur Wasserressourcenschonung ein Konzept, das ganz gravierend in die Gestaltung unserer privaten Räume, in diesem Fall: das Bad und die Küche, eingreift. Zumindest gibt es eine reale Chance, dass die Umsetzung genauso undurchdacht sein könnte wie die Vorordnung zu Energiesparlampen (die nämlich hoch giftig sind und durch ihre Dämpfe Migräne und Asthma verursachen können).


Wer also schon jetzt seine Baufinanzierung plant oder eine Renovierung in Betracht zieht, sollte sich darauf einstellen, in Zukunft auch solche „Kleinigkeiten“ im Hinterkopf zu haben, wenn bei Wasserhähnen und Duschköpfen in der Küche und im Badezimmer wohl in zwei Jahren die sogenannte Ökodesign-Richtlinie greift. Unser Tip: Wer von dieser Vorschrift betroffen sein wird, muss seine Hähne ersetzen – und sollte dies ohne Ausrede jetzt schon tun, auch mitten in der Renovierung. Schließlich gibt es mittlerweile auch günstige Lösungen, speziell wassersparende Badarmaturen, die auf einen ressourcenschonenden Wasserverbrauch ausgerichtet sind.


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