Sehenswertes Holz- und Glashaus von Sonnleitner

Das erste Sonnleitner-Kundenhaus in Luxemburg hat schöne Sichtachsen und andere Augenöffner zum Begleiter der Architektur gemacht.

Der Mensch lebt nicht im Raum allein, es muss auch was zu sehen sein. Das erste Sonnleitner-Kundenhaus in Luxemburg hat schöne Sichtachsen und andere Augenöffner zum Begleiter der Architektur gemacht. Auch so entstehen Unikate.

Viele Bilder Rembrandts lassen viele Partien im Dunkeln, um beispielsweise den Blick auf ein hell beleuchtetes Gesicht zu lenken. Die gezielte Fokussierung des Auges ist in der Malerei beliebtes Stilmittel. Auch in Architektur und Landschaftsgestaltung wird sie bewusst eingesetzt. Geschieht es geschickt, kann solche Blick-Dressur aufs Erfreulichste belohnen: mit einer Sichtachse, die die Illusion großer Ausdehnung erzeugt; mit überraschendem Einblick oder mit einer Sichtverbindung, die die Zusammengehörigkeit von Standort und Blickziel unterstreicht. Die Art und Weise, wie Architektur und Innenarchitektur unsere Blicke an die Hand nehmen – oder auch nicht –, entscheidet mit über Bau-Meisterschaft.


Im Sonnleitner-Haus Hever/Backes im luxemburgischen Hesperange, vor den Toren der Hauptstadt des Großherzogtums, ist von Anfang an bedacht und dafür gesorgt worden, dass das Auge nicht zu kurz kommt. Das Holz-Glas-Haus war das erste, das der niederbayerische Holzhausspezialist Sonnleitner in Luxemburg gebaut hat und dem weitere folgen. Das Dreigeschossige steht auf einem 2.500 Quadratmeter großen Grundstück mit alten Obst- und Laubbäumen in unverbaubarer Hanglage in unbezahlbarer Situation.


Wenn Blicke jubeln könnten – allein die Rahmenbedingungen sind ein Fest fürs Auge. Die Familie von Yuriko Backes (39) und Robert Hever (45), die mit ihren Söhnen Timon (7) und Taiyo (3) das Haus im vorigen Juni bezog, war sich des Genius loci von Anfang an bewusst. Sie hat diese Gnade des Ortes großzügig und geistreich zum Bestandteil der Architektur und Innenarchitektur ihres Hauses gemacht.


Der offene Wohn- und Essraum, die fast 40 Quadratmeter große, luftige und dennoch geschützte Veranda sowie die helle Sandsteinterrasse im tageslichtverwöhnten Souterrain – sie alle haben vor sich im Weitwinkel eine Grünkulisse, die vom Osten des Sonnenaufgangs bis zum Nachmittag des wärmsten Lichts reicht. Für den Genuss der letzten Sonnenstrahlen steht auf der Westseite des teilverputzten Hauses eine weitere Veranda zur Verfügung.


Es wäre kein Problem gewesen, die Sichtachse Wohnbereich-Garten-Bäume gleich hinter der Hauseingangstür zu öffnen. Nicht wenige Neubauten entscheiden sich für solchen überfallartigen „Wow“-Effekt: Tür auf – und dem Auge liegt die ganze Herrlichkeit von Diele, Wohnbereich, Terrasse und Garten zu Füßen. Robert Hever, der in der Medienbranche arbeitet, und Yuriko Backes, die als erste Luxemburgerin in Japan geboren worden und heute im gehobenen diplomatischen Dienst ihres Landes tätig ist, haben den Weg der Spannungssteigerung gewählt.



Sie schalteten dem Augenblick der Offenbarung das Moment der Überraschung vor. Hinter der Eingangstür liegt eine geräumige Diele mit Einbaumöbeln, die wie im Fall der Küche maßgeschneidert ebenfalls von Sonnleitner gefertigt wurden. Erst wenn man die Diele passiert hat und sich in den Wohnbereich wendet, hebt sich der Vorhang zum grandiosen Augenschauspiel: Der lange Esstisch, das anmutige Karree-Bild eines belgischen Künstlers, die flexible Couch in warmen Rottönen vor dem Kamin, die „japanische“ Ecke mit den Original-Reismatten (Tatami) und die helle Sichtbalkendecke – sie alle besitzen ihre eigene Ausstrahlung.


Doch noch viel mehr zur Geltung kommen sie in der Naturkulisse, die über die Fensterflächen in den Wohn-Raum geholt wird. Fernsehprofi Hever hat für diesen Raum bewusst auf einen Fernsehapparat verzichtet. „Die Sichtachsen nach draußen, der Dialog mit der Natur sind uns wichtiger als die Illusion aus dem Kasten.“ Die Ehefrau fügt an: „Das Panorama beim Betreten des Wohnbereichs, der Blick vom Frühstückstisch Richtung Morgensonne und der Detailblick durch das Fenster bei den Tatamis hinaus auf die 250 Jahre alte japanische Steinlaterne sind meine drei liebsten Sichtachsen im Haus.“


Im Gespräch mit den japanophilen Gastgebern, die länger in Fernost gelebt haben, wird deutlich, wie sehr sie sich „von der Gabe der Japaner angezogen fühlten, mit oft wenigen Mitteln auf knappem Raum große Raumwirkung zu erzielen“. Sichtachsen und Blickwinkel spielten für die beiden Luxemburger bereits in der Ideenfindung eine wesentliche Rolle. Es war einer der Gründe, weshalb sie sich bei Sonnleitner „in professioneller und vertrauenerweckender Gesellschaft fühlten“, wie Robert Hever es nennt. „Wir haben wie- der und wieder unseren Sonnleitner-Ansprechpartner gefragt, welche Sichtachsen sich ergeben. Mithilfe von 3D-Visualisierungen konnten wir schnell Raumwirkungen vorwegnehmen.


Diese Beweglichkeit war von Luxemburger Firmen so nicht zu erwarten, genauso wie uns der Bau mit einem Unternehmen von hier garantiert 30 bis 40 Prozent teurer gekommen wäre.“ Das sehenswerte Haus mit gut 320 Quadratmeter Wohnfläche kostete – ab Oberkante Kellerdecke – 420.000 Euro.



Schöne Perspektiven innerhalb des Hauses und auf anregende Ziele draußen erzeugen ein gutes Wohngefühl. Das ist nicht ohne Weiteres messbar, erhöht aber den Wohnwert außerordentlich. Die gläsernen Rechtecke in der Wohnraumdecke sind dafür ein besonders anschauliches Beispiel. Ursprünglich hatten die Hausherren dort einen Luftraum erwogen. „Auf der Galerie wäre uns das aber etwas zu viel gewesen“, sagt Yuriko Backes. „Da wir auch in der Höhe Transparenz wollten, zogen wir zwar eine Decke ein, bauten mit dem Glas aber Offenheit – und eine Überraschung ein.“


Für die Söhne ist die Glasdecke Lieblingsspielplatz. „Sie haben vom ersten Tag an keine Angst gehabt, sie zu betreten“, versichert die Mutter, „im Gegenteil: Oft liegen sie auf ihr auf der Lauer und erschrecken Papa, wenn er nach Hause kommt ...“


Haus Hever/Backes strahlt natürliche Lässigkeit aus: geräumig und großzügig, nicht geschniegelt. Zum Thema Sichtachsen rechnet der Hausherr „auch die Gelegenheit, viele unterschiedliche Plätze im Haus zu entdecken. Wir erschließen momentan das untere Geschoss voll für uns. Es liegt auf einem Niveau mit dem Garten und hält bereit, was vielleicht das Schönste am eigenen Haus ist: mit der Natur auf Augenhöhe zu sein. Jetzt, da es grün geworden ist, sind die Jungs dort ständig mit Freunden zugange. Manchmal denke ich, der ‚Club med‘ von Hesperange hat bei uns sein Hauptquartier ...“


Text: Reiner Oschmann; Fotos: Hans-Rudolf Schulz

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Zahlen und Fakten

AnbieterSonnleitner Holzbauwerke GmbH & Co.KG
Fläche335.00m²
DachWalmdach, 16° Neigung, zimmermannsmäßiger Pfettendachstuhl, offen bis First, Konstruktion nicht sichtbar, Anbau im EG mit Pultdach
WandPatentierte, doppelwandige Blockbohlenwand „TWINLIGNA® “, teilweise verputzt
Ausstattung/
Vorzüge
 
UG verputzt, große Balkone, Carport, sichtbares Balkenlager, Holzfenster mit 3-fach-Veglasung Ug-Wert: 0,7, teilweise Massivholz-Möbeleinbauten von Sonnleitner, Glasplatte in Boden zwischen EG und OG, großzügige Raumaufteilung, Dachstuhl sichtbar bis First, begehbahrer Kleiderschrank, Netzfreischaltung, elektrisch betriebende Rollokästen, Solaranlage
ExtrasGlasplatte in Boden zwischen EG und OG, großzügige Raumaufteilung, Dachstuhl sichtbar bis First
Maße12,52 m x 12,50 m
HeizungKontrollierte Be- und Entlüftung, Kaminofen (Holzscheitofen), Solaranlage
Angebotab 340.000 € OK Kellerdecke

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