Unterm Dach

eine reizvolle Variante: das Schlafzimmer unter dem Giebel

Wer sich entschließt, den Raum unter dem Giebel optimal zu nutzen, der profitiert davon garantiert gleich zwei Mal: mehr Platz und weniger Energie

Es ist paradox: Ausgerechnet die Räume im Haus, die besonders lichtdurchflutet sein könnten, schlummern oft im trüben Dämmerlicht vor sich hin. Die Rede ist vom Dachboden und der Chance, aus einem Abstellraum eine helle und freundliche Etage zu machen, die das Wohnflächenangebot eines Hauses sinn- und reizvoll ergänzen kann.

Es ist die Dachschräge, von der dieser Raum besonders profitiert. Denn durch ein Dachflächenfenster, das sich ja in der Tat dem Himmel entgegenstellt, fällt doppelt so viel Tageslicht in den dahinter liegenden Raum wie durch ein Fassadenfenster gleicher Größe. Das macht sie auch einer Gaube deutlich überlegen – mal abgesehen vom Preis. Denn der Einbau einer Gaube schlägt schon bemerkenswert zu Buche. Außerdem dauert ihr Einbau entschieden länger.

Über die erforderliche Anzahl der Fenster und deren Größe geben übrigens die jeweiligen Landesbauordnungen Auskunft. Je nach Bundesland sehen sie eine Mindest-Lichtfläche von 10 bis 12,5 Prozent – gemessen an der Raumgrundfläche – vor.

Jenseits solcher Verordnungen schlägt der Hamburger Lichtplaner Professor Peter Andres folgende Faustregel vor: Für jeweils 20 Quadratmeter Grundfläche sollte man drei Quadratmeter Fensterfläche einplanen. Andres: „Das ist ein idealer Wert. Denn eine höhere Lichtmenge, mehr Luftzufuhr und ein besserer Sichtkontakt zur Umwelt wirken sich sowohl psychisch als auch physiologisch positiv auf die Bewohner aus. Denn Tageslicht, Gesundheit und Lebensfreude sind untrennbar miteinander verbunden.“

Nicht nur die Anzahl und Größe der Dachfenster haben einen Einfluss auf die Wirkung im Raum. Gut durchdacht sollte auch ihre Anordnung sein. So empfehlen die Experten des Hamburger Dachfensterherstellers Velux etwa eine Orientierung nach Osten, wenn die Fenster Licht ins Schlafzimmer für Eltern oder Kinder bringen sollen. So können die Strahlen der Morgensonne das Aufstehen und den Start in den neuen Tag erleichtern. Andere Räume haben andere Bedürfnisse. So ist es ratsam, dass die Fenster eines Arbeitsraums nach Norden weisen, durch die das Tageslicht gleichmäßig und blendfrei geliefert wird.


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Lesen Sie den ausführlichen Bericht mit weiteren Infos und Anregungen ab der Seite 112 im Magazin "Mein schönes zuhause Mai/Juni 2014"


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