leonwood / neu-finnland
"Neu-Finnland“ heißt dieser Entwurf der Firma LéonWood®, der zwei Qualitäten vereint: eine ambitionierte Architektur...

Wenn man mit Uli Beckmann telefoniert, hört man im Hintergrund oft lautes Vogelgezwitscher. Gern macht er mit dem Hörer am Ohr die drei Schritte von der Küche hinaus auf die Terrasse. Am Wochenende laden Rose-Beckmanns oft Freunde ein. Ausreichend Platz für gesellige Runden ist allein in dem fast 40 Quadratmeter großen Wohnbereich.
Am neuen Leben der beiden und damit an der „gigantischen Atmosphäre“ (O-Ton Uli Beckmann) hat vor allem auch Holz beträchtlichen Anteil. Die massiven Blockbohlen ihres Hauses besitzen eine ganz besondere Ausstrahlung. Und schaffen als diffusionsoffene „Feuchtepuffer“ ein angenehmes Raumklima. Der angenehme Geruch des Nadelholzes verflüchtigt sich selbst nach Jahren nicht. Die Begeisterung für ihr Blockhaus macht also seine anfängliche Distanz vergessen? Anfangs bedeutete Hausbau für den 45-Jährigen nämlich konventionelles Mauern Stein auf Stein. Doch weil der Lebenstraum seiner Frau schon seit Jahren ein Holzhaus war, orientierte sich Uli Beckmann neu.
Bei Stommel-Haus wurde das Paar fündig. Das Musterhaus „Nachtigall“ stand Pate bei der Planung. Die ging ohne jegliche Zwänge vonstatten. „Der freie Architekt hat alle unsere Wünsche umgesetzt: Den zweigeschossigen Erkeranbau unterm Quergiebel, ein Gästezimmer mit Duschbad und zwei große Balkone. Außerdem mehrere große Dachflächenfenster in den oberen Räumen“, freut sich Antje Rose-Beckmann.
Den Innenausbau ließ die Bauherrschaft nahezu komplett von den Stommel-Profis ausführen. „Ich bin nicht so der Handwerker“, bekennt Uli Beckmann. Gut rechnen kann der gelernte Kaufmann und verweist auf die zufriedenstellende Zahlenbilanz: Obwohl die Eheleute ihr Haus schlüsselfertig errichten ließen und keine Einsparungen durch Eigenleistungen erzielten, sind die Darlehenskosten geringer als vorher die Miete. Und den Wohnwert des Holzhauses schätzen sie bedeutend höher ein als den ihres ehemaligen „Sechzigerjahre-Häuschen“.
Noch ein Punkt auf der Positivliste: Die Heizkosten sind um ein Drittel gesunken. „Unser Eindruck ist, dass die Holzwände die Wärme länger speichern“, erzählt Antje Rose-Beckmann. Jenseits iher Empfindungen und rein technologisch ist erwiesen: Die Doppelwand aus zwei 92 Millimeter dicken Bohlen plus eingebauter Wärmedämmung bietet besten wärmebrückenfreien(!) Schutz. Daneben wird ein von Bauphysikern vielfach nachgewiesener Effekt spürbar: Der Naturbaustoff Holz hat messbar warme Oberflächen, was zu dem sprichwörtlichen Wohlfühlklima im Holzhaus beiträgt und den Geldbeutel entlastet. Man kann die Raumtemperatur bei gleichem Behaglichkeitsgefühl um zwei bis drei Grad senken. Natursteinböden und ausschließlich biogewachste Holzoberflächen sorgen im Haus außerdem für eine wohngesunde Umgebung.
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