Sonnenkraft 2.0

„SunPack“ ist die erste Batterie für die eigenen vier Wände. Und in Kombination mit Fotovoltaik auch finanziell interessant.

Wird Strom da verbraucht, wo er erzeugt wird, entlastet das die Energienetze. Was der Staat mit einer Extravergütung belohnt. Doch die Sonne scheint nicht immer, wenn Energie benötigt wird. „SunPack“ ist die erste Batterie für die eigenen vier Wände. Und in Kombination mit Fotovoltaik auch finanziell interessant.

Frank Asbeck, Ingenieur, Autor und Vorstandsvorsitzender von SolarWorld, kündigt in seinem Buch „Eine solare Welt“ an, dass 2012 der Zeitpunkt erreicht sein wird, zu dem Solarstrom vom Dach billiger ist als Haushaltsstrom aus der Steckdose. Angesichts der Verdopplung der Strompreise in den letzten zehn Jahren könnte sich seine Vorhersage erfüllen. Auf deutschen Dächern erzeugen derzeit über 800.000 Solarstromanlagen sauberen Strom.


Laut einer unabhängigen Marktstudie planen 25 Prozent der Eigenheimbesitzer, in den kommenden Jahren eine Fotovoltaikanlage zu installieren. Zwar wird die staatliche Förderung jedes Jahr zurückgefahren, erfreulicherweise sind aber die Solarpaneele preiswerter und leistungsfähiger geworden, sodass nach wie vor gilt: Eine optimal konzipierte Anlage hat sich nach zehn Jahren amortisiert und wirft danach Strom als Reingewinn ab.


Clever ist, wer selber verbraucht


Schon heute vergütet der Staat über das ErneuerbareEnergienGesetz (EEG) selbst erzeugten und verbrauchten Solarstrom. Der Grund: Eigenstrom wird dezentral produziert und muss nicht aufwendig durch die Republik transportiert werden. In der Praxis lassen sich die unterschiedlichen Zeiten von Erzeugung und Bedarf in den eigenen vier Wänden nur durch einen Puffer, beispielsweise in Form einer Batterie, lösen.



Mit „SunPac®“ bietet SolarWorld das erste intelligente Batterie-System an. Es ist halb so groß wie eine Waschmaschine, besitzt eine speicherbare Gesamtenergie von 6,9 Kilowattstunden und entscheidet automatisch, wann Strom gespeichert, verbraucht oder abgegeben wird. So lässt sich, abhängig vom Ladezustand, der Bewohnerzahl und dem Strombedarf die Versorgung eines Einfamilienhauses in der Nacht komplett durch die Batterie abdecken.


Stromfresser, wie Waschmaschinen oder Trockner, können über intelligente Schaltungen so programmiert werden, dass sie am Tag arbeiten, also dann, wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. In Zukunft ist auch die Batterie des Elektroautos, beispielsweise unter dem mit Solarzellen bestückten Carport, eine zusätzliche Speichermöglichkeit.


Die staatliche Vergütung für jede Kilowattstunde beträgt derzeit 12,36 cent. Liegt der Anteil des selbst genutzten Solarstroms bei mehr als 30 Prozent der gesamten auf dem Dach erzeugten Strommenge, steigt sie sogar auf 16,74 cent/kWh. Zusätzlich werden Stromkosten in Höhe von etwa 23 cent/kWh gespart.


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